Travel&Event: #lekkerradeln – Mit dem Fahrrad durch die Niederlande.

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Ich liebe sie. Ich liebe Pressereise. Die einen mehr als die anderen, aber ja, jede für sich liebe ich. Man erlebt Dinge, die man so vielleicht nie erlebt hätte, weil einem nicht die Möglichkeit geboten wäre oder weil man schlichtweg erst gar nicht auf die Idee kam. Außerdem finde ich den Austausch mit anderen Bloggern und Journalisten unheimlich interessant und hat mich schon einiges gelehrt. Die Sichtweisen beider Seiten auch näher gebracht zu bekommen ist ebenso erquickend wie der Kontakt zu unterschiedlichen Altersgruppen. Und genau aus diesem Grund möchte ich euch auch an solchen Veranstaltungen teilhaben lassen, weshalb ihr nun gespannt mit auf die Reise in die Niederlande kommen dürft, wo wir dem 200ten Geburtstags des Fahrrads fröhnten.

#lekkerradeln durch die Niederlande.

Unter dem Motto lekkerradeln machten sich im letzten Monat eine handvoll Teams auf, die Spuren bzw. Wege der niederländischen Städte und Straßen zu erkunden und das mit dem heiß geliebten Gefährt der Holländer – dem Fahrrad. Kulinarik, Kultur und schlichtweg das Vergnügen auf zwei Rädern stand dabei im Mittelpunkt. Doch eins nach dem anderen. Schauen wir uns erst einmal an, wer, wie, was und wo die ganze Sache spielte.

Gemeinsam ist man nicht einsam.

Sehr selten ist es, aber wenn es erlaubt ist, umso schöner, wenn man jemanden auf eine Reise mitnehmen darf. Sprich, eine private Person, wie den Freund, die Freundin oder gar Mutti – eben den, mit dem man am liebsten verreist. So war es in diesem Fall. Ich durfte eine liebe Freundin in den Koffer packen und freute mich umso mehr, als wir gemeinsam den Weg in Richtung Holland machten. Keine zwei Stunden Fahrt etwa hatte es gedauert bis wir zu unserem ersten Stop kamen.

De Fietser.

Da wir ja unser schönes Nachbarland via Zweirad bereisen sollten, durften wir uns am Vortag bei De Fietser – dem Expercience Center für Fahrradliebhaber – unsere Räder zuvor aussuchen und Probefahrten machen. Ich erwähne an dieser Stelle besser nicht, dass ich ein Jahr lang nicht mehr hoch auf dem Sattel gesessen hatte und beim Aufstieg auf der Teststrecke beinahe eine Person volle Möhre umgenietet hatte… Wie gut, dass die Holländer so geübt sind und sie mir ausweichen konnte – ohne Worte, mich sollte man eigentlich nicht auf die Menschheit loslassen, jedenfalls nicht motorisiert. Hae, motorisiert auf dem Fahrrad? Spinnt die? Ne, tue ich in diesem Falle tatsächlich einmal nicht, denn ich bekam ein E-Bike zur Verfügung gestellt, zum Frust meiner Freundin, die ‘nur’ ein hochmodernes analoges Rad bekam. Früher lachte ich ja immer über E-Bikes und machte mich über die faule Menschheit lustig… Ja, mittlerweile weiß ich um diesen Luxus. Leck mir die Füß’, was war das schnittig, hoch oben auf dem Drahtross zu sitzen und einfach mal Vollgas zu geben. So muss sich Freiheit anfühlen ^^. Fairerweise habe ich es nur ganz selten genutzt, da meine liebe Freundin ja per Beinarbeit vorankommen musste und es sowohl meinen Beinen als auch meinem Hintern sicherlich gut tut, etwas mehr zu tun als nur vorm PC zu sitzen und mir eine weiche Polsterung zu verschaffen.

WG – Ohje.

Nächtigen durften im Landal Park Miggelenberg in einem Bungalow. An sich eine richtig coole Sache, wäre da nicht ein kleiner Haken gewesen. Wir mussten das Häuschen nämlich mit uns zunächst wildfremden Menschen teilen. Eine Situation, die für mich der blanke Horror ist. Menschen, die man nicht kennt, von denen man nicht weiß, ob es zwischenmenschlich klappt und denen man vollkommen vertrauen muss, da man ja die Wertsachen in den Räumlichkeiten zurücklässt. Die Sorge war groß, denn wer mit uns die vier Wände teilen sollte, war für uns in dem Moment nicht klar. Umso erleichterter waren als wir Siomone und Herrn O von Nach Holland begegneten und feststellten, dass die zwei richtig super drauf waren und es überhaupt keine Probleme gab. Total entspannt, total locker, total super!

Eine Fahrradtour ist lustig.

Ausgestattet mit tollen Fahrradtaschen, gefüllt mit allerlei Leckereien für den Tag, ging es dann hoch motiviert für alle Teams los. In unterschiedlichen Etappen und etwas Zeit versetzt wurden quasi die ganzen Niederlande beradelt. Meine Freundin und ich bekamen die Hansestädte zugeteilt: Deventer und Bathmen. Leider, das muss ich vorab sagen, haben wir nur die Hälfte geschafft. Dazu aber später mehr.

Analoges Fahren. Fahrradtour in Holland per Knotenpunkte.

Unsere Route war fest eingeplant und wir hatten die Wahl, entweder via Navigation mit dem Handy umherzuradeln oder eben analog und uns anhand von Knotenpunkten den Weg zu suchen. Da ich hier in Deutschland solche Knotenpunkte immer nur flüchtig wahrgenommen hatte und ehrlicherweise auch nicht so recht wusste, was die Zahlen darstellen sollten, war ich erst in Sorge irgendwo im nirgendwo verschollen zu gehen. Allerdings musste ich bzw. wir dann feststellen, dass die Holländer tatsächlich komplett auf Fahrradfahrer eingestellt sind – ein Paradies, ich sag es euch! Anhand von diesen Knotenpunkten also, kann man ganz entspannt von einem Punkt zum anderen fahren, quasi wie bei einer Schnitzeljagd und sich dabei voll und ganz auf die Natur einlassen. Die zig Fahrradwege sind so gut ausgebaut und die Strecken einfach traumhaft schön, dass ich am liebsten das ganze Wochenende nicht mehr vom Sattel gestiegen wäre. So viel Natur und selbst die Städtchen sind so herrlich zu durchqueren, dass sich Deutschland mal eine große Scheibe davon abschneiden könnte.

Vor dem Fahren erst einmal entspannen.

Wundervollerweise stand auf unserem Programm zunächst eine Sportmassage in den Thermen Bussloo in Voorst. Gut, diese Massage hat unsere Freundschaft auf eine andere Ebene gehoben, denn uns beiden war nicht klar, dass man vollständig entkleidet massiert wird. Nachdem der erste Schock dann überwunden war, hätte ich weitere sechs Stunde dort liegen können – leckomio war das angenehm. Lustigerweise meinten die Herren dann, dass wir uns jetzt erst einmal ausruhen und möglichst viel Bewegung vermeiden sollten. Als wir berichteten, dass wir nun kanpp 40km mit dem Rad fahren werden, war das Staunen schon ziemlich groß. Hach, wie gerne wäre ich erst einmal in den Pool gehüpft ^^. Einfach mal abschalten und entspannen – auch auf dem E-Bike möglich!

Auf geht’s.

Dadurch, dass der Busfahrer, der uns zu unserem Ausgangspunkt bringen sollte bzw. brachte, wegen einer kleinen Auseinandersetzung mit einem Verkehrsschild, Verspätung hatte, kamen wir insgesamt ziemlich in Verzug mit unserem Zeitplan, weshalb wir leider auch nur die erste Stadt, Deventer, beradeln konnten. Der Weg dorthin war gesäumt von schönen und teilweise ziemlich versteckten Fahrradwegen an Schafen und Seen vorbei, durch kleine Ortschaften und Wohnsiedlungen entlang. Ein Traum. Wirklich, wer das Radeln liebt und nicht weiß, was er im Sommer tun soll bzw. wohin er soll, der sollte sich dringend eine Route per Knotenpunkte heraussuchen und ab nach Holland! Schönere Strecken gibt es nicht! Vor allem fühlte ich mich aufm Rad noch nie so sicher. Ich bin ja eh eher die Panikmacherin, die im Straßenverkehr leicht hysterisch wird, doch auf der Strecke in den Niederlanden war ich tiefenentspannt, da eben alles auf die Räder ausgerichtet ist und die Autos auf einen achten und nicht umgekehrt.

Unsere Route:

Deventer – Von Deventer Koek und der Walstraat.

Ziemlich verschwitzt, aber unglaublich glücklich, kamen wir dann irgendwann auch an unserem ersten Halt an – Deventer. Ein kleines, aber sehr feines Hafenstädtchen, das wohl die köstlichsten Honigkuchen  bereithält. Im Deventer Koekwinkel kamen wir einen Augenblick zur Ruhe und gönnten uns drei Sorten mit Butter bestrichen. Ein Träumchen, sag ich euch! So unfassbar köstlich hätte ich die Küchlein, die eher wie Stullen aussahen, nicht erwartet. In dem zuckersüßen kleinen Café direkt am Markt lässt es sich mehr als gut aushalten und auch die Inneneinrichtung ist einfach nur Zucker! Man fühlte sich direkt Jahrzehnte, wenn nicht gar ein Jahrhundert, zurückversetzt. Leider war an diesem Tag Markt, was bedeutete, dass der gesamte Platz vollgestellt mit Händlerbuden und überlaufen mit Menschen war. Gut für die Händler und die Stadt, schlecht für uns, da Fotos machen eher nicht möglich war. Die kleinen Gässchen, wie beispielsweise die Walstraat, waren aber dennoch wunderschön und ein Entlangschlendern wert. Gesäumt mit kleinen ausgefallenen und vor allem individuellen Lädchen, konnte man sich herrlich die Nase an den Schaufenstern platt drücken.

Walking Outdoor Dinner.

Wenn man den Programmpunkt liest, nicht so recht weiß, was einen erwarten soll und man dann total überrascht wird mit einer wunderschönen Location mitten im Wald, dann, ja dann hat das Team alles richtig gemacht! Ich liebe Essen und ich liebe Wälder – das zusammengenommen ist 100prozentig mein Ding! Als wir also am Abend langsam in der Gruppe gen Wald marschierten, war uns allen noch nicht so recht bewusst, was uns erwarten sollte. Über Stock und Stein stolperten gingen wir den Weg tiefer in den Wald hinein und standen plötzlich vor einem Zelt, bestückt mit mehreren Tafeln, so wundervoll gedeckt, dass ich locker meine Hochzeit dort gefeiert hätte. Verschiedene Gänge, viele Gespräche und auch das eine oder andere Gläschen Wein machten aus dem Abend einen perfekten Abschluss dieser Reise.

Spannende Links:

Danke an alle Beteiligten für dieses tolle Wochenende!

Würdet Ihr gerne einmal durch Holland radeln?

2 Comments

  • Das sieht toll und nach sehr viel Spaß aus! 🙂
    Auf so eine Radeltour durch Holland hätte ich auch mal Lust.
    Ich möchte auch gerne mal wieder nach Amsterdam. Das letzte Mal als ich da war, ist schon Jahre her und dann war es auch nur für einen Tag.
    Aber Deine Orte sehen auch wunderschön aus! 🙂

    Liebe Grüße an Dich .-*

    • Oh danke!!
      Ja, es war auch sehr spaßig, absolut! Leider viel zu kurz. Ich bin ja eigentlich so ganz und gar nicht sportlich, aber mit sowas lockt man auch mich vorm Ofen hervor :D.
      In Amsterdam war ich tatsächlich noch nie, was sich aber demnächst ändern wird – hoffentlich ;).

      Allerliebst
      Sylvi

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