Rezept: Der Duft von Geborgenheit und Weihnachten – Punsch & Mürbeteigkekse.

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Könnt ihr ihn erahnen? Den Duft von heißem Punsch, frisch aus dem Ofen geholten Keksen und das wohlige Gefühl, das sich dadurch in euch ausbreitet? Ein Gefühl von Geborgenheit, Wohlbefinden und schlichtweg Weihnachten.

Ja, so langsam sollte es bei uns allen angekommen sein. Auch, wenn hier noch kein Schnee fällt, die Temperaturen sinken stetig, die Plätzchen werden mehr (oder auch weniger, da sie alle verputzt werden ^^) und die vielen bunten Lichter, die immer früher zum Vorschein kommen, weil es immer eher dunkel wird, verschaffen eine angenehme Stimmung.

Heute lag all das und noch viel mehr in der Luft.

Ich stand nämlich einige Stunden in der Küche und neben dem halben Heulkrampf und Nervenzusammenbruch, den ich bekam, weil ich eine Schüssel kaputt warf und weil die eigentlich ebenfalls zu präsentierenden Lollis einfach mal davonliefen (im wahrsten Sinne..), bin ich nun wieder entspannt, knabber hier meine Plätzchen und schlürfe meinen Punsch.

Sollten sich kleine Fehler einschleichen, wisst ihr dann auch warum ^^.
 Nach mehrfachem tiefen Durchatmen und einigen ordentlichen Schlucken bin ich endlich wieder entspannt und kann euch die vielen Leckereien samt Rezepten vorstellen.
Übrigens, all die schönen Dinge, wie die Elch-Keksschale*, die Form für die Plätzchen* und den Schokotannenbaum*, das Brettchen*, die Lichter* und all das andere wundervolle Stimmungsmaterial erhaltet ihr bei arshabitandi*. Jedoch sollten wir eins nach dem anderen vorgehen und nicht den Gaul von hinten aufzäumen, oder wie heißt das noch gleich?
Dieser herrliche Bericht sollte ursprünglich schon vor knapp zwei Wochen erscheinen, aber ihr kennt das ja sicherlich alle: Man kann sich manchmal so viele Pläne machen, wie es nur geht, am Ende kommt es doch ganz anders. Ich bin einfach noch nicht im Uni-Rhythmus, was durch den Weihnachtsstress und den neuen Jobaussichten wahrlich nicht leichter wird.

Wie dem auch sei, alles Entschuldigen bringt nichts, wenn ich euch nicht endlich mal von den Köstlichkeiten vorschwärme, ohne mich selber zu loben. Denn ihr wisst ja: Eigenlob stinkt und so ^^.

Beginnen wir mit dem Einfachsten: dem goldenen Schoko-Tannenbaum.
Sieht der nicht großartig aus? In die Tannenbaumform muss man nur geschmolzene Schokolade füllen (wer mag, auch gerne mit extra Lebkuchengeschmack oder ähnlichem), erkalten lassen, aus der Form lösen und dann zusammenstecken.
Ich ziehe dabei immer Handschuhe an, da die Körpertemperatur dann nicht so rasch durch kommt und euch die Schokolade nicht unter den Händen wegschmilzt.

Die goldene Farbe bekam ich durch einen tollen Esslack* hin. Es war das erste Mal, dass ich so etwas benutzte und hielt ihn prompt zu nah an die Schoko, weshalb es ein paar Fleckchen gibt. Nicht, dass auf der Dose nicht stehen würde, dass man es etwa 20cm weghalten soll… Was kümmert die Sylvi sowas, wenn man erst den Fehler begehen kann, um dann zu verstehen, warum so etwas darauf steht ^^. Immer wieder das gleiche ;).

Kommen wir nun zum Hochprozentigen.. Dem Glühwein:
Ihr benötigt nicht viele Zutaten und dennoch wird es sooo gut!
  • 1 Flasche Rotwein
  • 1 TL Smogen Punschgewürz*
  • 5 EL Rohrzucker
Ihr könnt euch denken, was nun kommt oder? Richtig, alles in einen Topf, miteinander verrühren und aufkochen lassen. Rührt das Gewürz vorher um, da sich Sternanis und Co. oben in der Dose befinden, das Pulver jedoch darunter und ihr wollt doch eine gleichmäßige Mischung, oder?!
In schöne Gläser gefüllt, lässt es sich herrlich genießen. Wer braucht da schon einen Weihnachtsmarkt?!
Dafür, dass ich heute tatsächlich einige Stunden in der Küche stand, habe ich im Endeffekt doch gar nicht so viel gemacht ^^. Gut, die Lollies* seht ihr hier jetzt nicht, werden aber bei Zeiten auf alle Fälle nachgeholt. Ich ärgere mich richtig, da sie sooo toll aussahen, aber ich muss bei der Caramell-Herstellung irgendetwas falsch gemacht haben, denn sie ließen einer nach dem anderen den Kopf hängen und sind nun nur noch große, klebrige Pfützen Zucker ^^.
Was mir jedoch herrlich gut gelungen ist und welches Rezepte ich für Mürbeteig so hervorragend finde, dass dort ein fettes rotes Zettelchen angeheftet wird, sind die Orangen-Mürbeteigkekse mit Schokoplättchen*.
Noch bevor ich es vergesse: All die Rezepte heute sind bei den jeweiligen Produkten dabei gewesen und (leider) nicht auf meinem Mist gewachsen.
So, damit ihr diese leckeren Plätzchen nachmachen könnt, schnappt euch folgendes:
  • 460gr. Mehl
  • 40gr. gemahlene Nüsse
  • 300gr. Butter
  • 200gr. Puderzucker
  • 4gr. Backpulver (bei mir waren es ca. 2 TL)
  • 2gr. Organgenschale (ich: einige Tropfen Orangenextrakt)
  • 90gr. Eigelb (bei mir waren es etwa fünf Eier)
  • Zartbitterschokolade
Puderzucker und aufgeweichte Butter mit der Orangenschale oder eben dem Extrakt in einer Schüssel mischen und dann die zuvor schaumig geschlagenen Eigelbe hinzugeben. Als nächstes mengt ihr das Mehl, die Nüsse und das Backpulver unter und mischt alles zu einem glatten Teig. Ich war total begeistert, da er sich sofort zu einer schönen Masse arbeiten ließ und nicht erst ewig klebrig an der Wand pappte.
Hüllt den Teig in Frischhaltefolie und legt ihn für 4-5 Stunden in den Kühlschrank. Da es bei mir ein Wettlauf mit der Zeit bzw. mit dem Licht war, legte ich den Teig (zum ersten Mal) für eine Stunde in den Tiefkühler. Es war ein Experiment und das fiel absolut positiv aus. Der Teig ließ sich wunderherrlich bearbeiten und ich hatte üüüüberhaupt keine Probleme damit!
Die Keksform kommt, wie bereits gesagt, mit dem Rezept daher.
Stecht die Formen aus und legt sie, wie sollte es auch anders sein, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Bei 170°C für etwa 10-12min. backen, rausholen und auskühlen lassen.
Während ihr den Teig ruhen lasst, könnt ihr schon einmal die Plättchenformen mit flüssiger Schokolade bestreichen und diese an eine kalte Stellen stellen, damit sie schön fest werden. Leider sind nur sechs Förmchen dafür da, sodass man bei mehreren Keksen auch mehrere Züge Schokolade machen muss. Davon aber mal abgesehen, sind diese Plätzchen doch nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch ein absoluter Hit! Ich bin völlig verknallt!
Als Kleber benutzte ich Schokoschrift, die ganz gut dafür geeignet ist.
Auch hier würde ich wieder mit Handschuhen arbeiten. Ihr ärgert euch, wenn Fingerabdrücke auf der glatten Schokooberfläche zu sehen sind!
Ich frage mich die ganze Zeit schon, was mir so fies in den Strümpfen piekst und was war es? Ein Teil der Schale, die mir heute kaputt ging. Verflucht seist du Schwerkraft!
Ohne dich, wäre die Schale noch heile und mein Strumpf nicht voller Scherben, mäh. Aber interessant zu wissen, wie lange ich es ungemütlich aushalte, ehe ich nachschaue ^^.
Der Tag hielt eigentlich so viel für mich bereit, aber mein Geist sagt mir gerade, dass er kene Böcke mehr hat, jedenfalls für heute nicht.
Ich werde mich also mit den Überresten von heute vor den TV werfen und Birne abschalten. Morgen jedoch wird alles erledigt, was heute erledigt werden sollte. Ganz bestimmt. Hoffentlich. Vielleicht. Toi toi toi?!

Was entstand bisher in diesem Jahr in eurer Weihnachtsbäckerei? Und trinkt ihr auch gerne mal ein Schlückchen mit Schuss, wenn es schon nicht auf den Weihnachtsmarkt geht?

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