Sind Träume nur Schäume?

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Das mit den Träumen ist ja immer so eine Sache. Manche erfüllen sich, manche werden immer nur ein Traum bleiben. Da gibt es natürlich diejenigen, die behaupten, dass man (unerfüllte) Träume haben muss, da es sonst nichts gibt, worauf man hinarbeiten kann.

Ist es aber dann nicht doch viel schöner, wenn man alle seine Träume erfüllt hat und quasi wunschlos glücklich ist? Kann man überhaupt wunschlos glücklich sein? Eine Freundin erzählte mir einmal vor kurzem, dass sie sich leer fühlen würde, weil sie eben sowohl beruflich, als auch familiär alles erreicht hat, was sie je wollte und jetzt kein wirkliches Ziel mehr vor Augen hat. Das mag ein schier ungewöhnliches Gefühl sein – jedenfalls für mich…
Um seine Träume zu erfüllen, muss man absolut ein Macher sein – wie dumm, dass ich eher zu den Schwätzern gehöre. Ich habe und hatte zwar auch zig Vorstellungen davon, was ich erreichen will/werde und wie mein Leben aussehen soll, aber (alle) wirklich umgesetzt habe ich sie (bisher) nicht. Es gibt jedoch auch diese Lebensphasen, bei einigen länger, bei anderen kürzer, in denen man seine eigenen Wünsche zurückschrauben muss. Dadurch, dass ich meine geistig behinderte Schwester mitbetreue, kann ich nicht einfach Goodbye sagen.
Ich kann keinen Urlaub machen, der länger als drei Tage ist, ein Auslandsaufenthalt, wie ich ihn  gerne im Studium machen würde, ist nicht möglich und eine andere Stadt als Wohnort auszugucken, ist ebenso wenig drin. Von vielen Seiten hörte ich schon: Mach doch einfach. Denk an dich. Das ist auch dein Leben.
Aber jeder, der ein Familienmitglied hat, das auf ihn angewiesen und auch (ja, soweit lehne ich mich aus dem Fenster) das Herz am richtigen Fleck sitzen hat, geht nicht einfach, sondern stellt sich seiner Verantwortung, auch, wenn es einen in manchen Momenten nicht glücklich macht – jedenfalls nicht in Hinblick auf die eigene Zukunft.
Ich weiß noch, wie ich bereits in der Grundschule ganz groß rauskommen wollte.
Auf internationalen Leinwänden mein Gesicht in die Kamera reckend die tragischen Rollen der Jean D’Arc, Kleopatra und der beinahe abgemetzelten Protagonistin in einem Thriller verkörpern wollte (ich glaube, ich sollte diese leicht dramatische Ader mal untersuchen lassen ^^). Nicht umsonst war ich die Beste im Theaterkurs und habe sie alle bei unseren Auftritten in den Schatten gestellt. Was wurde (bisher) daraus? Meine 15-Minuten Ruhm erhaschte ich dann in Komparsenrollen bei den bekannten Daily Soaps, deutschen TV-Produktionen und einem Wissenschaftsmagazin. Die Sprechrolle sagte ich natürlich aus Muffensausen ab.
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Der Wunsch einer Modelkarriere erfasste mich dann mit 16 Jahren (etwa 20Kilo leichter war die Vergangenheitssylvi da) und brachte mich tatsächlich dazu, eine Bewerbung bei der guten Klum einzureichen. Wie ihr seht, ich sitze nicht in New York als erfolgreiches Model ^^, was aber mittlerweile nicht weiter schlimm ist und auch die Sendung GNTM finde ich nun doch eher verachtend (nein, nicht wegen der Ablehnung) als ansprechend.

Ein Traum, von dem ich aber absolut nicht los lassen kann/will, ist einer, der in diesem gewollten Zeitrahmen überhaupt keine Erfüllung mehr finden kann:
Vorort in einer amerikanischen/kanadischen Kleinstadt. Traumhaftes Häuschen an einer Lichtung gelegen mit Blick auf einen See und angrenzendem Wald. Ich, hochschwanger mit Kind Nr. 4 sitzend und an meinem nächsten Bestseller schreibend, beobachte meine zwei kleinen Mädchen (Antonia-Sophie und Minouche), wie sie mit ihren blond gelockten Haaren und weißen Sommerkleidern singend in der Sonne spielen, während mein Mann mit dem Sohnemann und Labrador-Rüde Bruno um die Wette rennt. Wahrscheinlich klinge ich jetzt doch creepier, als es sich so in meinem Kopf abspielt. Nachts. Wenn ich es für mich denke.
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Warum ich euch das erzähle?

Aus zweierlei Gründen: Hemmungsloses Bedürfnis schamloser Selbstbemitleidungs-jammerei? Und weil ich euch die neuen dreamees von Pippa&Jean* zeigen wollte.
Da muss manchmal auch ein wenig Seelenstripperei für herhalten…
Ihr wollt schnell das Blankziehen meiner (bisher) unerfüllten Träume vergessen und euch lieber mit der Frage, nach dem was dreamees sind, ablenken?
Perfekt!
Das sind nämlich Schmuckstücke, die ihr euch bei Pippa&Jean selber zusammenstellen könnt – a la ich trage meine Träume und Wünsche für mich immer griffbereit um den Hals.
In erster Linie sind es also Medaillons (deren Größe und Farbe ihr euch selber aussuchen könnt, ebenfalls auch die Ketten), in denen ihr kleine Coins und dreamees packt.
Diese sollen/können eure Sehnsüchte, Wünsche und Träume symbolisieren und erinnern euch beispielsweise immer an eure Ziele oder fungieren vielleicht auch als Talisman.
Ich suchte mir den Coin Hope aus, da die Hoffnung ja bekanntlich zuletzt stirbt, wenngleich meine schon ganz schön am Röcheln ist ^^.
Zudem schnappte ich mir dann noch folgende dreamees: Stammbaum, Faith, Cupcake und Live your Dreams.
Der Stammbaum soll meinen Wunsch nach der Gründung einer Familie symbolisieren, der hoffentlich bald mal vollzogen wird ;). Der Cupcake steht für meinen Blog, welcher schön erfolgreich (Erfolg kann hier verschiedentlich definiert werden) weiterlaufen soll. Faith steht hierbei nicht für göttlichen Glauben oder Vertrauen, sondern für den Glauben an mich und meine Ziele. Ich bin nämlich der Meinung, dass man sein Leben nicht in die Hand eines Mythos legen sollte – aber gut, das ist ein anderes Thema.
Ja, und die Aufforderung, seine Träume zu leben, soll eine Art Tritt in den Poppes bedeuten.
Ich mag meine Kette sehr gerne, da sie nicht einfach nur ein Stück aus einer Kollektion ist, sondern durch meine Auswahl ein Stück aus der Kollektion meines Lebens quasi darstellt – puh, sind wir aber heute wieder philosophisch.

 

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Wie seht ihr das mit den Träumen? Gibt es unerfüllte Träume oder nehmt ihr alles, wie es kommt und kümmert euch diesbezüglich nicht?

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2 Comments

  • Träume müssen sein und sind was ganz tolles.
    Ich versuche aber immer ganz im hier und jetzt zu leben und all meine Gefühle
    auch dort einzusetzen. Immer zuerst das positive an etwas zu sehen.
    Würde mich freuen wenn Du mich mal wieder besuchst.
    Liebe Grüße, mit ZuckerKuss Caro
    mitzuckerkuss.blogspot.com

  • Ich glaube, dass es zum Leben gehört, dass sich nicht alle Träume erfüllen. Manches wünscht man sich und ist dann doch froh, dass es anders gekommen ist.
    In diesen Dingen glaube ich an so etwas wie göttliche Fügung. Natürlich muss ich für meine Ziele / Wünsche arbeiten. Aber letzten Endes geht es doch immer gut aus und die Dinge passieren so wie sie für mich gut sind. Auch wenn mir das manchmal erst viel später klar wird.
    Das wichtigste ist wohl, mit seinem Schicksal nicht zu hadern und die positiven Dinge zu sehen.

    Liebe Grüße
    Sandra

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