Rezension: Das Haus der Lügen.

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Es ist heiß und es soll in der kommenden Woche noch viel heißer werden!
Ich will mich ja nun wirklich überhaupt nicht beschweren, aber wenn man nicht gerade am Strand bzw. an einem fließenden Gewässer lebt, ist das schon eher unangenehm.
Das Beste in so einer Situation, da werdet ihr mir sicherlich recht geben, ist es, sich ein gutes Buch zu schnappen, eine kühle Limo, infused Water oder einen selfmade Eistee in die Hand zu nehmen, sich in den Schatten zu fläzen und das Leben zu genießen.
Wer jetzt panisch nach einem guten Buch sucht, der sollte vielleicht einfach weiterlesen und eventuell einen neuen Krimi für sich entdecken, wobei Krimi hier in Anführungszeichen stehen sollte…
Die Rede ist von Stephanie Lams Roman Das Haus der Lügen* aus dem Page & Turner Verlag.
Doch worum geht es genau?

 

Englands – und in jedem Zimmer schlummert ein dunkles Geheimnis.

 

1924: Der 19-jährige Robert Carver will den Sommer bei seinem reichen Cousin Alec Bray und dessen hübscher Frau Clara verbringen, die im Castaway House, einer Villa auf den Klippen des kleinen Küstenstädtchens Helmstone, wohnen. Robert genießt eine unbekümmerte Zeit, und als er sich in Lizzie, die Tochter der Nachbarn, verliebt, glaubt er sich endgültig im Glück. Doch schon bald ziehen dunkle Wolken am Horizont auf, denn die Brays hüten ein böses Familiengeheimnis …
1965: Die 18-jährige Rosie Churchill ist von zu Hause ausgezogen und mietet sich für ein Jahr in dem etwas heruntergekommenen, aber noch immer imposanten Anwesen Castaway House ein. Eines Tages entdeckt sie, dass ins Fensterbrett ihres Zimmers der Satz »Robert Carver ist unschuldig« eingeritzt ist. Doch sie ahnt noch nicht, dass sich hinter diesem Satz ein lang gehütetes Geheimnis verbirgt, das nicht nur die Vergangenheit von Castaway House, sondern auch ihr eigenes Leben betrifft … Da ich ja den totalen Faible für vergangene Zeiten habe und wohl meine leicht voyeuristische Ader zum Vorschein kommt, wenn es um Familiengeheimnisse geht, musste ich dieses Buch einfach in meinen Besitz bringen. Schon das Cover versprach, für mich, so einiges.
Man erfährt quasi zwei Geschichten in einer, da das Buch in der Zeit etwas springt, allerdings nicht kreuz und quer, sodass man den Faden verliert, sondern angenehm geordnet und sinnig.
Die ersten Seiten waren etwas langsam für mich, was allerdings nicht so zäh erschien, wie bei anderen Autoren. Ihre Beschreibungen gehen ihr leicht und locker von der Hand, sodass man zwar noch etwas auf die Spannung wartet, sich dabei aber nicht langweilt.
Meiner Meinung nach ist der letzte Teil des Buches doch eine Art Belohnung, dafür, dass man es brav durchgezogen hat. Wer sich nach einem Krimi sehnt, der viel Action, Mord und zitternde Spannung bietet, sollte vielleicht nach einem anderen Buch Ausschau halten.
Für alle, die sich aber solide und entspannt unterhalten möchten und dabei im ‘Dreck’ anderer Familien wühlen mag, sollte es sich schnappen und genießen.*Werbung

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