Event&Travel: Einmal Heimat und zurück. Wie man die eigene Stadt kennenlernt.

Es sind immer die gleichen Wege, die gegangen werden. Sie sind einem bekannt und strahlen Sicherheit aus. In der eigenen Stadt auf Erkundungstour zu gehen? Etwas, das sich bisher zwar immer mal wieder in meine Gedanken geschlichen hat, sich aber nie gegenüber den alten Gewohnheiten durchsetzen konnte. Bis vor einigen Tagen jedenfalls.

Ein Event in Krefeld.

Ein Event, wo?! Ja, so oder so ähnlich saß ich vor meinem Bildschirm als ich den Aufruf las – ein Event in Krefeld soll veranstaltet werden, weshalb Blogger aus Krefeld und Umgebung sich gerne melden durften. Ich war mehr als sprachlos, denn ich hatte mit fast jeder Stadt gerechnet, aber sicherlich nicht mit meinem Wohnort. Dazu muss ich sagen, dass zwischen Krefeld und mir eine gewisse Hassliebe besteht – es gibt so viele fiese Orte hier und das Publikum ist nicht immer mein cup of tea, doch fühle ich mich irgendwie recht wohl und ich wüsste auch nicht, wo ich lieber wäre, ganz gleich wie häufig ich hierüber schimpfe. Es lohnt sich eben zu wissen, wohin es einen verschlagen sollte und wo ein wenig Abstand der Seele vielleicht gut täte. Außerdem ist die Geschichte dieser Stadt (für mein Empfinden) wirklich unheimlich spannend. Dazu kommen wir aber (vielleicht) noch später. Ich möchte euch heute meine Stadt einmal zeigen, wie ich sie dank des Events kennelernte.

Yoga am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen.

Als ich diesen Programmpunkt sah, war mir doch schon ein wenig mau. Ich und Yoga? Hat schon damals nicht geklappt und seit meinem letzten Versuch bin ich weder gelenkiger noch sportlicher geworden – na, das konnte was werden, Verbiegen deluxe, vor (zum Großteil) fremden Menschen. Egal, man ist ja ein großes Mädchen und versucht immer die Contenance zu bewahren. Und siehe da, das Ananda Yoga-Studio liegt nicht nur in einer traumschönen Straße, die ich zuvor noch nie begang, sondern Volker, der Besitzer, Leiter und unser Lehrer brachte mir die Freude am Yoga zurück – davon mal abgesehn, dass ich mich am nächsten Tag vor Muskelkater kaum rühren konnte ^^. Es hat so viel Spaß gemacht und ganz so dämlich scheine ich mich nicht angestellt zu haben. Wäre der Weg von mir bis dorthin nicht so weit mit Bus und Bahn, hätte ich nicht wenig Lust regelmäßig zu gehen. Ich habe einfach gemerkt, wie sehr mein Körper danach lächzt sich körperlich zu betätigen und nicht einfach nur fünf Tage die Woche stupide vor einen PC zu klemmen!

Das ‚echte‘ Krefeld kennenlernen.

Nach einem ersten Kennenlernen während des Yogas, ging es dann direkt weiter zum Stadtmarketing, bei dem uns nicht nur das Konzept des Pionierhauses – Räume, in denen sich jeder Kreative einmieten kann – nähergebracht wurde, sondern durch das wir auch eine kleine, aber feine Stadtführung durch den Kern Krefelds erhielten. Ich bin immer daran vorbeigegangen und habe mich etliche Male gefragt, was das wohl ist, auf die Idee zu kommen, mal Herrn Google zu fragen, bin ich natürlich nicht. Wie gut, dass ich es jetzt auf diesem schönen Wege erfahren habe. Übrigens werden dort nun auch Wohnungen gebaut, die nicht nur das Leben in schönen Räumen bewerkstelligen, sondern auch das Nachbarschaftsgefühl hervorheben sollen. Denn jeder Mieter muss sich (mind.) 15 Minuten lang für die Siedlung einsetzen.

Es ist schon schön die altbekannten Ecken, an denen man beinahe täglich vorbeischlendert aus einem ganz anderen Blickwinkel zu erfahren und zu sehen, wie sehr das Arbeiten das Leben bzw. Wohnen beeinflusst hat. Sich außerdem Gedanken über die Wohnverhältnisse zu machen, ist ebenfalls tierisch spannend – das typische Krefelder Haus hat rechts eine Tür und daneben zwei Fenster, sowie darüber drei Fenster. Was heute als Wohnung für Singles, Pärchen oder kleine Familien dient, war damals der Lebensraum von einer Personenanzahl die im zweistelligen Bereich lag – Privatsphäre ist wahrlich anders.

Alles stand unter dem veganen Stern.

Für Fleisch(fr)esser war das Event bzw. die Verköstigung wohl etwas ungewohnt, da wir ausschließlich in veganen Lokalen unterwegs waren – ja, auch in Krefeld gibt es diese kleinen Lokalitäten, die sich bewusst mit solchen Themen beschäftigen und diese auch liebevoll (hach, ich Fuchs) umsetzen. Eines davon ist das liebevoll – ja, habt ihr meine Einleitung gemerkt? – ein Feinkost-Bistro, das ausschließlich vegane Speisen anbietet. Dort nahmen wir für einen Moment Platz und genossen unsere Mittagspause – mmmh ich hätte jetzt gern den Hummus und die Falafel! Leider konnte ich nicht lange bleiben, denn…

Schnipp, Schnapp Haare ab.

…es ging für mich als nächstes zum Friseur Dennis Busch. Ein Salon, an dem ich schon etliche Male vorbei bin, doch dummerweise nie genug Aufmerksamkeit geschenkt hatte, wobei man dazu vielleicht auch erwähnen sollte, dass ich soooo selten zum Friseur gehe, dass ich auf keinen solchen Salon jemals geachtet habe ^^. Jedenfalls ist Dennis Busch nicht nur der Inhaber dieses Friseursalons, in dem er täglich alleine die Köpfe vieler Damen aufhübscht, nein, er ist auch noch Entwickler von Cahuchu, einer 100% veganen Haarpflege-Reihe. Neugierig geworden? Super! Denn bald gibt es über Dennis Busch und seine Produkte ein wenig mehr zu lesen, also, seid gespannt! Aber eines kann ich vorweg schon sagen: Eine super sympathische Type! Leider kam ich dann zum Siebdruck fast zu spät. Ich konnte mir zwar selbst noch zackig einen Sportbeutel bedrucken, doch das ganze Verfahren davor und die Erklärungen bekam ich leider so gar nicht mit.

Credit by MorganLeFlay

Vegan unterwegs im Untervegs.

Dass es vegan zu ging, sprach ich ja bereits einige Zeilen zuvor an als wir im liebevoll eine Mittagspause einlegten. Aber auch der Abend ging vegan weiter, indem wir als letzte Station im untervegs einkehrten. Ein zuckersüßes veganes Restaurant, ein wenig versteckt im Herzen Krefelds mit einem wundervollen Hof, einer köstlichen Karte und super sympathischen Beistzern. Doch, ehe wir uns ans leckere Essen machten, gab es erst eine Gin-Kunde mit dem neuen Krefelder Gin Reginerade, der schon von seiner Flasche so einiges her macht. Wir probierten unterschiedliche Varianten und genossen dann verschiedenste Gin-Tonics mit Lemonengras und Himbeeren zum Beispiel – genau dieser ist mir so gut in Erinnerung geblieben, dass ich ihn gerne hin und wieder so schlürfen würde. Er ist erfrischend und fruchtig, was ich persönlich eher selten bei Gins erlebt habe.

Da die Liebe ja bekanntlich durch den Magen geht, ging auch der Abschluss dieses schönen Tages erst einmal in die Küche, damit wir nachher quasi voll Liebe im Magen heimkehren konnten. Eine vegane Aioli, die göttlicher nicht hätte schmecken könne, dazu eine Tofu-Bolognese und Süßkartoffelplätzchen wurden vor uns zubereitet und konnten dann selbstredend auch verschlungen werden und ich kann euch sagen – auch, wenn ich alle Leute danach voll gestinkert hatte – diese Aioli ist ein Traum und ich könnte darin baden!

Alles in allem, war dieses Event ganz anders als all die anderen , die ich bisher besuchte. Vielleicht lag es daran, dass es ein Heimspiel war und das Gefühl, dass es in der eigenen Stadt stattfand, mich regelrecht beflügelte. Man weiß es nicht. In jedem Fall war es ein toller Sonntag mit viel schönem Programm und ganz wunderbaren Beteiligten!

Ihr wollt wissen, wer alles mit von der Partie war?

Isabell von Morganleflay

Vanessa von Wattgibbet

Nike von Nikesherztanzt

Jeanette von Teilzeitreisender

Dennis von Stoptaste

Svenja von Reviermädchen

Jessica von Yummytravel

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