Travel: Kommt mit mir in Tschechiens schöne Stadt an der Moldau – Prag.

travelguide_tschechien_prag_reisetipps_stadtbild_6

Bereits im Hotelbericht Travel: 987 Design Prague Hotel konntet ihr zumindest schon einen kleinen Einblick in unsere Unterkunft erhaschen, die wir dank Travador* organisiert bekamen. Nun möchte ich euch meine ganzen Eindrücke dieser wunderschönen Stadt im Herzen Tschechiens berichten. Sie hatte es mir schon lange angetan. Davon einmal abgesehen, dass mir bisher (fast) nur Gutes berichtet wurde, machten die vielen schönen Bilder, die man zu ihr findet, einfach Lust auf mehr! Geplant war eine Reise mit einer Freundin schon lange, da sie ebenfalls so vernarrt in diesen Ort ist, ohne jemals zuvor dort gewesen zu sein, doch die Umsetzung ließ etwas auf sich warten.

Was lange wärt, wird endlich gut.

Es hat bestimmt über zwei Jahre gedauert zwischen dem Vorsatz Ja, wir fahren nach Prag und der tatsächlichen Umsetzung. Aber ihr kennt das ja sicherlich alle, wie das so ist mit den Plänen und dem Leben, das einem dann jedes Mal einen fiesen Tritt gegen’s Schienenbein verpasst. Jedoch genug davon, denn wir waren endlich dort und es wird sicherlich auch nicht unser letztes Mal gewesen sein – lest selbst.

Prag – So viel Liebe, so viel mehr.

Mit unserem Hotel hatten wir wahrlich Glück. Es lag nämlich nicht nur direkt am HBf, sondern auch nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum und der Altstadt entfernt. So konnten wir an guten Tagen problemlos in die Altstadt spazieren und an weniger guten Tagen eine der vielen Trams ums Hotel herum benutzen, um vom fiesen Wind und Regen nicht völlig aus den Socken gehauen zu werden. Jawohl, das Wetter ist mir bei den letzten Reisen nicht allzu hold gewesen. Doch wie sagt Frau Mama immer: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Tja, sag das mal der Stimmung auf den Bildern ^^. Jedenfalls empfehle ich hierbei auch direkt die PragueCard, mit der ihr nicht nur in viele Sehenswürdigkeiten kostenfrei oder doch zumindest zu einem reduzierten Preis hineinkommt. Mit ihr ist auch das Benutzen der ÖVM völlig kostenlos, was einem schon sehr viel Arbeit und Nerven abnimmt, wie ich finde. Doch Obacht: Plant vorher gut eure Tage bzw. überlegt euch ganz genau, an wie vielen Tagen ihr genau die Card benutzen würdet. Wir nahmen die Card für 4 Tage, was direkt einen stolzen Preis von ~64,00€ zur Fogle hatte. Blöd war allerdings, dass wir am ersten Tag derart ko waren, dass nicht viel an Programm anstand und dieser Tag somit auf der PragueCard quasi völlig umsonst verfiel.

Sylvi’s Lifestyle – oder doch eher der Blog für Häuserwandliebhaber?!

Ihr werdet es sicherlich nicht übersehen haben – dieser Beitrag ist vollgestopft mit Häuserfassaden. Das ist mir dann im Nachhinein auch aufgefallen, aber, was soll ich machen?! Prag hat einfach so viel schöne Architektur zu bieten, dass ich quasi den halben Tag damit beschäftigt war, wie Hans Guck in die Luft, durch die Straßen zu irren und ein Foto nach dem anderen zu knipsen. Ich hoffe, ihr verzeiht mir diese Flut und könnt einfach mit mir gemeinsam diese wundervollen Häuser genießen ^^. Vielleicht war das ja auch der Grund, weshalb wir uns ständig verliefen. Ja, ihr habt richtig gelesen, mindestens zwei- bis dreimal täglich verliefen wir uns. Das ist in Prag keine große Sache, da alles ziemlich nah beieinander ist und man so wundervolle Orte entdeckt, die man sonst wohl eher nicht gesehen hätte und es viele liebevolle Touristen gibt, die weitaus besser darin geschuld sind, so eine verflixte Straßenkarte zu lesen ^^. Aber geübt wird das dann doch nochmal…

Das liebe Geld.

Ja, das mit dem Geld ist immer so eine Sache. In Tschechien gibt es leider den Euro nicht, was bedeutet, dass man sich entweder vorher um den Umtausch von Bargeld kümmern muss oder eben vor Ort einen Automaten aufsucht oder aber ausschließlich mit der Kreditkarte zahlt. Durch einen Tipp einer Freundin nahm ich kein Bargeld mit nach Prag, sondern zog mir vor Ort an den etlichen ATM’s, die ihr dort findet, hier und dort mal ein wenig Geld. Ihr bekommt die Frage gestellt, ob ihr auf eurer Rechnung den Betrag in Euro oder der Landeswährung abgezogen bekommen wollt – und nach einiges Hinweien kann ich nur sagen: wählt immer die Landeswährung (ganz gleich in welchem Land), da dies am Ende günstiger für euch ist. Ich selbst habe, wann immer es mir möglich war, mit der Kreditkarte gezahlt, da es für mich schlichtweg unkomplizierter ist, meine Finanzen im Überblick zu behalten. Ein weiterer Grund ist der, dass ich am Ende nicht zu viel von den Czech Kronen übrig haben wollte. Das hätte nämlich zur Folge gehabt, dass ich wahllos Geld ausgegeben hätte, weil ein Rücktausch entweder nicht möglich oder nur zum Nachteil ausgefallen wäre. Aber passt auf! Wechselt niemals Geld auf der Straße!

Vorsicht bei Betrug!

Es sollte eigentlich jedem ganz klar sein, dass Geldwechsel auf der Straße eigentlich niemals gut ausgehen kann. Doch muss ich gestehen, dass ich in manchen Situtationen entweder zu schnell überrumpelt werde oder schlichtweg zu blauäugig vorgehe und immer nur an das Gute im Menschen denke. Am Morgen hatten meine Freundin und ich noch eine Bustour gemacht, bei der eben genau davor gewarnt wurde, niemals Geld auf der Straße zu wechseln und nur wenige Stunden später, wurde ich richtig penetrant belästigt. Meine Freundin und ich saßen in einem Cafe und fragten (dummerweise) erst nach dem Bestellen, ob man auch mit Karte zahlen könne. Leider nein, leider gar nicht mussten wir dann feststellen, weshalb ich mich kurzerhand rasch zum nächsten ATM aufmachte. Beim  Schlendern durchs abendliche Prag dachte ich noch bei mir, wie sicher und wohl ich mich doch fühle und bekam hurtig die Quittung dafür. Ich stand nämlich am Geldautomaten und bemerkte bereits im Augenwinkel, dass ein älterer Herr immer näher kam – schon eine Sache, die unmöglich war! Da ich meine Abwicklung beinahe abgeschlossen hatte, atmete ich tief durch, schnappte mein Geld und wollte gerade gehen als er mich auf Tschechisch ansprach. Als er merkte, dass ich ein Tourist war, fing er dann erst höflich an zu fragen, ob ich ihm nicht die 200-Kronen-Scheine in einen Zweihundert-Kronen-Schein wechseln könnte. Dies verneinte ich wiederum höflich, woraufhin er immer aufdringlicher wurde und nicht locker ließ. Ich wurde lauter und drehte mich dann zum Gehen um, was ihn aber nicht davon abhielt mir hinterher zu laufen und Anzüglichkeiten hinterher zu rufen. Zum Glück war das die einzige unangenehme Situation in Prag! Lange Rede, kurzer Sinn: Lasst euch nicht auf sowas ein! Beim Bezahlen im Cafe bemerkte ich nämlich außerdem, dass die echten 100-Kronen-Scheine eine ganz andere Färbung hatten, als diejenigen, die mir dieses A*** andrehen wollte.

Where to eat.

Zugegebenermaßen waren meine Freundin und ich nicht sehr viel essen. Das mag zum einen daran gelegen haben, dass das Portemonnaie nicht allzu sehr ausgereizt werden durfte, zum anderen aber auch schlichtweg daran, dass das Frühstück im Hotel erstaunlich satt gemacht hat. Nichtsdestotrotz fliege ich natürlich nicht heim, ohne euch vorher zumindest die eine oder andere Lokalität zu nennen, die sich wirklich lohnt, um dort einzukehren und zu mampfen.

Cerna Madonna: Die Cerna Madonna (Die schwarze Madonna) haben wir eigentlich durch einen Zufall entdeckt. Denn eigentlich dachten wir, ins Grand Cafe Orient einzukehren, was uns allerdings erst hinterher auffiel. Dieser Umstand tat uns allerdings überhaupt nicht leid, da die Cerna Madonna ein wunderschönes Café/Bistro im Stile des Kubismus ist. Man kann dort entweder nur einen Kaffee und Gebäck zu sich nehmen oder gar eine ganze Mahlzeit verspeisen. Wir enstchieden uns beide für ein üppiges und unheimlich köstliches Hauptmahl samt großem tschechischen Bieres – übrigens hat uns das zusammen nicht mal 20,00€ gekostet! Die Kellner sind tierisch nett und aufgeschlossen und die ganze Atmosphäre ist schlichtweg großartig. Nahe dem Altstädter Ring in einer Nebengasse gelegen ist es zudem nicht schwer zu finden.

Grand Café Orient: Direkt im Nebeneingang und eine Etage höher als die Cerna Madonna liegt dann auch das Grand Café Orient, was wir ja eh ursprünglich dringend besuchen wollten. Wir entschieden uns dann am Abend auf ein Heißgetränk und ein Stück Kuchen dort Platz zunehmen. Obacht: In diesem Lokal wird geraucht! Die ganze Stimmung war irgendwie fesselnd; es mag komisch klingen, aber der Laden versprühte irgendwie so viel Energie und ich konnte mir so gut vorstellen, wie vor Jahrzehnten Schriftsteller und Künstler dort an einem Tisch saßen, sich die eine oder andere Zigarette rauchten und über Gott und die Welt philosophierten oder ihre nächsten Werke schrieben. Toll!

Trdlo: Trdelnik ist wohl das typische Gebäck überhaupt in Prag. Ursprünglich aus der Slowakei, findet ihr es beinahe an jeder Ecke im schönen Städtchen Tschechiens. Es ist ein auf Stöcken gebackenes Gebäck, das dadurch die Form einer Rolle bekommt und super zum Befüllen von Leckereien ist. Ich habe mir sagen lassen, ich sollte es nur mit Zimtzucker und ohne jeden Schnickschnack probieren, aber ich war dann doch zu schwach und nahm mir rasch eine mit einer Vanillecreme und Erdbeeren befüllte Rolle – ein Träumchen! Schon die Zubereitung über offenem Feuer sieht einfach genial aus. Unbedingt probieren!

Hier ein Goodie, dort ein Souvenir…

Ich bin ja selbst jemand, der sich bei jeder Reise etwas mit nach Hause nimmt – neben Postkarten sind das kleinere Erinnerungsstücke und landestypische Süßigkeiten für die Lieben daheim. In Prag ist mir ein Laden untergekommen, der so wundervolle Dinge beherbergt, dass ich sie euch nicht vorenthalten mag – Manufaktura. Dort findet ihr so wunderschöne Dinge, die so viel besser sind (meiner Meinung nach) als die typischen Souvenirs, die man in den ganzen vollgestopften Läden findet. Am liebsten hätte ich mir die mundgeblasenen und handbemalten Ostereier mit nach Hause genommen, doch war die Sorge am Ende dann zu groß, dass sie den Flug nicht überleben werden.

Einfach in die Tram setzen und Schleichwege gehen.

Mittlerweile bin ich ja der Meinung, dass man gar nicht allzu sehr einem Ziel, während des Städtetrips, folgen, sondern sich auch einfach mal vom Leben der Stadt und der Bewohner treiben lassen sollte. Natürlich sollte man schon die eine oder andere Sehenswürdigkeit mitnehmen, doch finde ich es einfach schön, durch die verschiedenen Gassen zu schlendern, eben ohne Ziel. Mal rechts abbiegen, dann wieder links oder gleich einfach in die nächste Tram steigen und schauen, was einen so erwartet. Meiner Meinung nach, findet man dadurch richtig tolle Plätze, die zum Verweilen einladen und die die ‚echte‘ Stadt zeigen und nicht nur die Touristenpunkte. Apropos Tram, in Prag muss man sich quasi nur die Farben merken, da das ganze Bahnnetz eben in unterschiedliche Farben gegliedert ist, was einem (mir) enorm die Arbeit erleichtert und einen guten Überblick verschafft!

Wer nicht gut zu Fuß ist oder bei regnerischem Wetter doch eher überdacht unterwegs sein möchte, dem kann ich, wie immer, die Bustouren ans Herz legen. Bei der PragueCard ist eine solche Tour inkludiert, die euch einmal quer durch die Stadt mit allen ‚wichtigen‘ Sehenswürdigkeiten bringt und zudem nützliche Infos gibt.

Kleiner Funfact am Ende? Mir kamen die Rolltreppen vor, wie entweder das Tor in die Hölle oder der Aufstieg in den Himmel! So steil und hoch habe ich wohl in meinem ganzen Leben noch keine Rolltreppe gesehen! ABER: Jeder Prager reiht sich vorbildlich im Reißverschlussverfahren und unheimlich geduldig in die Schlangen zu den Rolltreppen ein.

Wer war schon mal in Prag und was war euer persönliches Highlight?

 

*An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Travador, die für uns die Übernachtung organisiert haben!

12 Comments

  • Hallo Sylvi,

    ein sehr schöner Bericht über Prag mit vielen tollen Tipps und Bildern. Ich war schon zwei mal
    in Prag. Einmal vor 20 Jahren und dann noch mal vor 2 Jahren. Die Stadt ist toll und ich stimme dir
    zu, dass man sich einfach mal treiben lassen und nicht immer einem Ziel folgen sollte, um neue und unbekannte Dinge zu entdecken.

    Liebe Grüße
    Peggy

    • Es freut mich, dass er Dir gefällt 🙂
      Ich werde auch auf jeden Fall noch ein zweites Mal hinreisen, dann am besten, wenn es etwas wärmer ist und man sich auch mal hinsetzen kann ohne gleich zu erfrieren 😀

      Ganz lieeb Grüße
      Sylvi

  • Hach, da bekomme ich gleich wieder Sehnsucht nach Prag! Ich wollte die Stadt auch unbedingt besuchen, aber es hat, genau wie bei dir, Jahre gedauert, bis ich den Plan in die Tat umgesetzt habe. Die wunderschönen Häuserfassaden haben mich sehr beeindruckt! 🙂 Habe davon auch gefühlte 1000 Fotos gemacht.
    Schöner Beitrag! Dein Blog gefällt mir sehr gut.

    • Liebe Carolin,
      ja manchmal braucht es eben etwas bis man selbst die schönsten Pläne umzusetzen vermag. Aber gerade dann wird es doch meist am schönsten, nicht wahr?!
      Ohja, die Häuserfassaden sind soo toll! Am liebsten würde ich die alle in meiner Stadt verteilen ;D
      Liebsten Dank für Deine lieben Worte!
      Liebst
      Sylvi

  • Hm…irgendwie steht glaube ich in meinem Kommentar nix drin ;(
    Super schöne Bilder jedenfalls, wollte ich sagen! Prag wird dieses Jahr noch meine neue Heimat werden und ich freu mich jetzt schon richtig darauf, die Stadt zu erkunden 🙂
    Liebe Grüße,
    Kathi

    • Liebsten Dank für das liebe Kom0pliment!
      Oha, ehrlich?! Wie kommt’s? Wegen des Studiums oder beruflich?!
      Ich würde mich freuen, wenn Du mir Deine Geheimtipps dann später mitteilst 🙂

      Allelriebste Grüße
      Sylvi

  • Super schöner Beitrag mit noch schöneren Bildern! Danke vielmal fürs Teilen der vielen Informationen und Eindrücke 🙂 ich denke, das ist eine Stadt, die ich definitiv mal besichtigen sollte!

    • Oooh, wie lieb von Dir!
      Liebsten Dank für die schönen Worte!
      Ja, das solltest Du unbedingt tun. Prag im Sommer, wenn alles blüht, stelle ich mir auch wundervoll vor. Also, buch schon einmal den Flug ;).

      Liebst
      Sylvi

  • Ein toller Bericht! Ich war vor 2 Jahren das erste Mal in Prag und vom ersten Moment an begeistert. Wirklich eine wunderschöne Stadt! Auch dieses Jahr ist wieder eine Prag-Reise geplant 🙂

    Liebe Grüße, Bettina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen gelesen und stimme diesen zu.*