MomLife&Travel: Die erste Reise mit Baby. Texel – eine ideale Insel für Groß und Klein. Part I [Werbung]

Letzten Monat stand sie an – unsere erste Reise mit dem Babyboy. Ich war gespannt wie ein Flitzebogen, da ich nicht genau einschätzen konnte, wie unser kleiner Mann all die vielen ersten Male, die uns und vor allem ihm bevorstanden, bewältigen würde. Doch ich wusste aus meiner letzten Reise nach Texel, dass diese Insel ein perfekter Start für unsere Reisegeschichte als kleine Familie sein sollte. Kommt nun also mit und erlebt unseren ersten Familienurlaub mit meinem Baby, all die vielen ersten Male, vor die wir gestellt wurden und lasst euch für euren nächsten Trip inspirieren. Wir starten mit diesem Beitrag erst einmal in die Vorbereitungen, Ankunft und Unterkunft und all dem anderen Organisatorischen, das bei solch einer Reise nicht außen vor gelassen werden darf.

Texel – Ein Ort des Friedens.

Vor zwei Jahren war ich das erste Mal auf Texel – nachlesen könnt ihr das gerne in den Beiträgen Inselliebe in Holland – Ein Wochenende auf Texel Part I und Inselliebe in Holland – Ein Wochenende auf Texel Part II. Schon damals verliebte ich mich Hals über Kopf in diese so idyllische und ruhige, aber keineswegs langweilige Insel. Jeder, der fragte oder auch nicht, dem empfahl ich eine Reise dorthin, da sie so viel zu bieten hat. Neben schönen Landschaften, wenn auch flachen, ist man in wenigen Minuten am Meer oder im Wald, ist umgeben von Schafen – im Frühjahr zudem auch von unzähligen Lämmern -, wird nicht von Menschenmassen umzingelt und kann, sofern man mag, alles mit dem Rad erkunden. Eine Freundin fährt kommenden Monat mit dem Rad dorthin und bat mich um Tipps und Ortschaften, die lohnenswert wären, aber keineswegs zu weit weg voneinander, eben wegen der Radtour. Tja, da erklärte ich ihr erst einmal, dass das alles ein Klacks mit dem Rad ist und man so einiges bei einem Tagestrip erleben könne. Eine andere Freundin, die ebenfalls eine kleine Maus hat, fuhr über Ostern hin und schwärmt noch heute von der schönen Reise. Ich sag euch, es lohnt sich wirklich. Aber weiter im Programm…

Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

…eindeutig zu viel. Mir rauchte der Kopf, die Wohnung sah aus wie ein Schlachtfeld, Herr T. und ich standen kurz vor dem Aus und das alles nur, wegen der Frage – Was nehmen wir für Babyboy alles mit?! Ich bin heilfroh, dass wir uns ein Auto gemietet hatten, denn alles, was ja unbedingt mit musste, hätte nicht in dreihundert Jahren in zwei Koffer und einen Rucksack gepasst. Man hätte wahrlich meinen können, wir machen keinen Urlaub auf Texel, sondern ziehen dorthin ^^. Aber einmal davon abgesehen, dass ich noch absolut ungeübt war/bin, in Sachen Babyurlaub, darf man auch nicht vergessen, dass wir an die Nordsee gefahren sind und auch, wenn es Mai war, das Wetter auf solch einer Insel recht unbeständig und kalt sein kann. Ich packte also Kleidung für Höchsttemperaturen und für einen gefühlten Winter und damit waren wir zum Glück gut vorbereitet. Denn beim ersten Ausflug zum Strand war es ordentlich frisch und windig, es regnete zuvor und das Meer gab alles für eine raue Brise. Dick eingepackt mit Matschhose und Überziehern für die Füße war unser Mäusemann aber ideal ausgestattet für das erste Erfahren von Sand und Meer. Neben gefühlt allen Bodys, Schlafanzügen, Pullis und Co., schafften es dann auch Schlafsäcke, ausreichend Windeln und restliches Pflegezeug, Trinkfläschchen, eine Spieldecke, Tragen, Spielzeug und Unmengen an Essen und Knabbereien irgendwie ins Auto. Fragt mich nicht wie, aber es hat am Ende gepasst. Apropos Auto und Knabberzeug, da wären wir auch schon bei der nächsten Herausforderung angekommen – der Hinfahrt.

Die Autofahrt des Schreckens – Vorbereitung ist alles.

Doch ehe es an die schönen Dinge im Urlaub ging, lag da ja auch noch die insgesamt etwa 4 stündige Autofahrt vor uns. Das Längste, das Babyboy zuvor durchgestanden hatte, waren etwa 90 Minuten und irgendwann im Laufe dieser Zeit gab es mindestens eine Schrei- und Heulattacke. Ihr könnt euch vorstellen, wie sehr ich geschwitzt habe. Allerdings ist Vorbereitung ja bekanntlich alles und nachdem ich das Auto mit Sachen packte, die von der Masse her einer Auswanderung, denn eines 4-Tagetrips eher gleichkamen, wurde der kleine Mann ebenfalls ins Auto gesetzt. Die gemütlichsten Klamotten angezogen und hinter ihm eine Tasche voller Utensilien. Eines der wichtigsten Utensilien, neben seinen liebsten Spielzeugen, war die Lichterkette. Ohja. Lichterketten retten einem den Poppes! Den Tipp bekam ich von einer Freundin, die ihre Maus öfter damit im Auto zufriedenstellen konnte und so versuchte ich mich auch darin. Und siehe da. Der Kleine wurde unruhig und zack war die Lichterkette an. Das hielt ihn erst einmal in Schach. Aber auch Knabbereien und genug zu trinken waren ganz wichtig. Reiswaffeln für Babys, Blaubeeren, sein Tee und die Gurke waren der Renner schlechthin und beschäftigten ihn die meiste Zeit. Denkt aber auch an eine kleine Zudecke, falls die Mäuschen einschlafen. Wir wissen ja nämlich alle, dass man schnell friert, wenn man schläft und der Kreislauf heruntergefahren wird, außerdem wird es insgesamt kuscheliger, wenn man sich einmummeln kann. Das Gute an der Anfahrt war die Überfahrt in Den Helder mit der Fähre. Jeder kann sich nochmal die Beine vertreten, tief Luft holen und schon einen Vorgeschmack auf das Meer bekommen. Der Mäusemann hat das alles so toll gemacht. Es wurde zweimal gemeckert, sich aber durch Quatschmachen schnell beruhigt und sonst hat er geknabbert, geschlafen und mitgetanzt, wenn Mama und Papa lauthals zu ‘wer hat die Kokosnuss versteckt‘ mitsangen. Mein perfektes kleines Reisebaby.

Die Unterkunft – Eine Ferienwohnungen mit dem Gefühl von Zuhause.

Auf Texel gibt es ein reiches Angebot an Hotels, Ferienwohnungen und Co., sodass sich eigentlich jeder sein persönliches Wohlfühlerlebnis aussuchen kann. Ich selbst wollte am liebsten ein Hotelzimmer und war zunächst etwas geknickt als es hieß, es gehe in eine Ferienwohnung. Immerhin wollte ich den Trip auch genießen und mich nicht, wie daheim um Wäsche, Spül, Kochen und Co. kümmern. Herr T. versuchte mir das Ganze dann erst einmal schön zu reden und zählte die Vorteile mit dem Babyboy auf – tja, der hat ja auch nicht geputzt, gekocht etc…. Hier müsst ihr euch übrigens einen genervten Blick von mir vorstellen ^^. Irgendwann kamen wir jedenfalls an diesem Häuschen im Park Verste Coogh an, das ein wenig versteckt lag und ich war doch ziemlich happy. Das Haus Hermelijn, das Wil gemeinsam mit seiner Frau betreibt und in das erst vor zwei Monaten die ersten Gäste zogen, war einfach großartig. Drei Schlafzimmer, zwei Toiletten und zwei Duschen, eine helle und moderne Wohnküche, die besser ausgestattet ist als unsere Daheim und ein gepflegter großer Garten – absolutes Wohlfühl- und Zuhausefeeling. Sogar ein Kinderbettchen, ein Hochstuhl und Kindergeschirr war vorhanden. Da wurde der Babyboy also nicht vergessen. Und ja, was soll ich sagen, natürlich kam keiner, der aufgeräumt hat oder uns ein Frühstück servierte, allerdings konnte sich unser Mäusemann vollends austoben. Nach der langen Autofahrt erwischten wir zum Glück perfektes Wetter und setzten uns zum Verschnaufen in den großen Garten, wo der kleine Mann das erste Mal so richtig und uneingeschränkt Kontakt mit Rasen machte und freudig über die Wiese krabbelte – ein Bild für die Götter, wie er so vor sich hertapste und wie mein eigenes kleines Lämmlein das Gras begutachtete. Das Häuschen selbst ist vom Fährhafen nur etwa fünf Minuten mit dem Auto entfernt und steht auf einer Anlage mit anderen Urlaubsbungalows und zwei Eseln – jaaa, Eseln! Wer zum Strand möchte, der fährt mit dem Auto auch nur etwa fünf Minuten und mit dem Rad vielleicht zehn Minuten, je nachdem, wie flott ihr seid. Ein weiterer Vorteil an solch einer Ferienwohnung ist mit Baby natürlich, dass man einen gewissen Grad an Routine auch im Urlaub walten lassen kann. Fünf Minuten entfernt sind verschiedene Supermärkte, in denen man alles fürs Abendessen und Co. bekommt. Wir konnten den Kleinen, sofern wir zeitig zurück waren, wie daheim zum Mittagsschlaf legen und selbst mal einen Moment auf der Couch verschnaufen. Auch das Abendessen und Frühstück konnte wie gewohnt Zuhause stattfinden und ich konnte mir gewiss sein, dass Babyboy gestärkt genug in den Tag starten kann. Außerdem habe ich das Gefühl, dass er so wundervoll mitgemacht hat, weil es eben diese kleinen Rituale wie daheim auch gab. Aber wer weiß. Lange Rede, kurzer Sinn: Am Ende war ich dann doch froh und entspannter, dass wir nicht in einem Hotel, sondern in einem Ferienhäuschen waren, das zudem ja auch wirklich hübsch, gepflegt und voll ausgestattet war.

Parken – Bucht euch eine E-Vignette.

Wer mit dem Auto anreist und auch vor Ort viel damit fährt, der sollte sich um eine Parkvignette kümmern, denn überall auf Texel ist das Parken kostenpflichtig. Diese kann man entweder an jedem Parkplatz bzw. an jedem Fahrkartenautomaten oder aber auch schon von Zuhause aus buchen. Je nachdem, wie lange ihr auf der Insel bleibt, lohnt sich schon eine ‘größere’ Karte, denn für einen Tag kostet sie 10,00€, für acht Tage 20,00€ und für ein Jahr 30,00€ – ihr merkt, es ist günstiger, wenn man sich für mindestens die Wochenkarte entscheidet, sofern man länger als einen Tag auf der Insel verbringt. Bezahlen könnt ihr per Kreditkarte oder Paypal und auch mit einer App, allerdings nicht mit Bargeld. Wichtig ist, dass ihr das Kennzeichen angebt, was bei Mietwagen ja erst am Tag der Abholung zu wissen ist, wie auch bei uns. Wir haben uns aber einfach vor Ort an einem Fahrkartenautomaten ganz problemlos eine Vignette für die Woche geholt und konnten somit gemütlich und unbedenklich parken.

Ihr habt alle Vorbereitungen getroffen und könnt es kaum erwarten, endlich die tolle Insel zu erkunden, frische Meeresluft zu atmen und sich vollends zu entspannen? Dann macht euch auf den nächsten Beitrag zu dieser Reise gefasst, denn dort berichte ich euch von der Kinderfreundlichkeit vor Ort, Ausflugszielen, Babyboys Entzücken bei vielem Neuen und noch vielem mehr.

 

 

Lieben Dank an das VVV Texel und alle Beteiligten für diese wundervolle Reise.

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