Travel&Event: Inselliebe in Holland – Ein Wochenende auf Texel. Part II.

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Bereits im letzten Beitrag Inselliebe in Holland – Ein Wochenende auf Texel Part I berichtete ich euch von Teilen der Texel-Reise, die ich im Zuge einer Pressereise miterleben durfte. Da wir so viel erlebten und es Input für zig Beiträge gäbe, kommt hier nun der zweite Part einer wundervollen Reise. Viel Spaß!

Ein Blick über den Horizont – Der Leuchtturm von Texel.

Zurück im Bus, der uns den ganzen lieben langen Tag über die weiten Texels hinweg kutschiert, kommen wir wenig später an einem Bilderbuch-Leuchtturm am Strand von De Cockstorp an. Keine Postkarte hätte ein schöneres Motiv erblicken lassen – wunderschön. Weite Dünen, weißer Sand und die Nordsee vor einem, die sich bis zum Horizont erstreckt, lassen sich besonders gut vom Leuchtturm aus erkundschaften. Für einen Obulus ist er der Öffentlichkeit zugänglich und lässt vor allem bei schönem Wetter ganz schön weit blicken. Einfach mal abschalten und den Blick sowie die Gedanken schweifen lassen… Der Weg ist kurz, nur etwa 20 min. zu Fuß über den Strand. Wenn ihr wollt, gehen wir den und der Bus fährt schon einmal vor. An einem fast leeren Strand entlang spazieren und die frische Seeluft einatmen? Das klang einfach perfekt, weshalb die meisten freudig zustimmten. Dass meine nicht vorhandene Sportlichkeit, der starke Gegenwind und das automatische Beine-Po-Muskeltrianing durch das Marschieren im Sand inkludiert waren, daran dachte ich nicht ^^. Schweißnass und absolut außer Atem kamen wir an der schönen Strandpaviljoen Kaap Noord an und hatten unser Mittagessen mehr als verdient.

Credit by ItchyFeet

Texel – Vom Wunder des Lebens, kleinen Babylämmern und purem Glück.

Und dann kam er: DER Moment auf den ich seit Wochen hingefiebert habe – Lämmer streicheln auf dem Hof des Schafbauern Lennart Witte. Ein Träumchen ist wahr geworden! Die Stimme der Mädels wurden höher, die Augen größer und feuchter und dann standen wir dort, in mitten von Tierbabies, aber vor allem in großer Erwartung, frische Lämmer in den Armen halten zu dürfen. Voller Aufregung und zittriger Stimmen setzten wir uns auf Heuballen und sahen sie schon von weitem kommen – vier Tage alte schwarze (!) Lämmleins. So goldig, dass ich jetz wünschte, man könnne auch in 10 höheren Oktaven schreiben. Erstaunlicherweise ist das Fell gar nicht so weich und flauschig, sondern eher etwas klebrig bzw. cremig. Durch das Wollwachs – auch Lanolin genannt – bekommt man einen leichten Wachsfilm auf den Händen, aber das hat den Niedlichkeitsfaktor keineswegs getrübt, es war lediglich erstaunlich. Doch, als wäre dieser Moment des Glücks nicht schon genug, wurden wir zu Lennart beordert, der uns eigentlich etwas erzählen und erklären wollte. Als ich am Gehege der wohl trächtigen Schafsdamen ankam, fand ich den groß gewachsenen jungen Mann plötzlich mit einer Hand in einem Schaf wieder. Ein kurzer Moment der Irritation verging bis mir dann bewusst wurde, dass wir alle doch tatsächlich durch puren Zufall bei der Geburt von Schafzwillingen dabei sein durften. Fasziniert, ja, etwas eklig, aber vor allem tierisch (ich Wortwitzler) beeindruckt schauten wir gespannt zu, wie Lennart das Lamm im Schaf noch einmal richtig dreht und dann hervorzieht. Die Videos in meiner Instastory haben zwar ein paar Follower gekostet, was mir aber angesichts dieses Wunders auch völlig Schnuppe war. Wann hat man schon einmal die Gelegenheit so etwas mitzuerleben!? All die Glückshormone schossen den ganzen Tag weiterhin durch uns durch und konnten das breite Grinsen und das fröhliche Glucksen nicht eine Sekunde stoppen. Ihr könnt Lennart übrigens auch auf seinem Schaf-Bauernhof besuchen und vielleicht habt ihr ebenfalls das große Glück bei dem Wunder des Lebens dabei sein zu dürfen!?

Es bleibt in der Familie.

Nachdem wir, noch immer hormonbetrunken, uns auf den Weg weg von Lennart machten, war unsere nächste Station in der Käserei Wezenspyk, die Anton Witte – Lennarts Vater – gehört. Ursprünglich wurde dort Käse aus Kuhmilch hergestellt. Mittlerweile werden aber verschiedenste Käsesorten aus Ziegen- und Schafsmilch produziert. Wir lernen eine ganze Reihe spannender Informationen über die Käseherstellung und den Betrieb. Beim anschließenden Geschmackstest, der durch eine Blindverkostung stattfindet, können wir unsere Gaumen prüfen und sehen, wie viel Verständnis wir bzw. unser Geschmackssinn hat – ich gestehe: Ich habe volle Möhre abgelost! Lediglich eine richtige Antwort verließ meinen Verstand, was nicht gerade als Glanzleistung in die Geschichte des Käseverköstigens eingehen wird.

Lust auf eine Schatzsuche? Wie wäre es mit dem größten Strandgutsammlermuseum der Welt?

Habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, was so täglich an einen Strand angespült wird? Welche Schätze sich nach der Flut im Sand befinden könnten? Dass der Mensch als solches ja doch eher rücksichtslos ist und all seinen Müll und Schrott tonnenweise ins Meer kippt, wohl in der Hoffnung, dass ein Monster aus der Tiefe alles verschluckt und für immer vernichtet, kann solch eine Rücksichtslosigkeit und/oder unglückliche Umstände, wie Schiffsbrüche und dergleichen, wirklich interessant sein. Im Schiffsbruch- und Strandgutsammlermuseum Flora, dem größten Strandgutsammlermuseum der Welt, konnten wir nämlich Einblicke in das erhalten, was wir ja eigentlich nicht sehen wollen –  All das, was aus dem Meer an den Strand geschwemmt wird. Mein lieber Herr Gesangsverein, was für ein Schrott und was für kleine Schätze dort zu finden sind. Von tausenden von (teilweise echt schönen) Flaschen, Schuhen, Fernsehern und Co. findet ihr so ziemlich alles, was ihr euch vorstellen könnt. Aber nicht nur ‚Schrott‘ gibt es zu bestaunen. Taucht auch ein in die Welt von Fischern und Seefahrern und begeistert euch für die hohe See. Ein sehr schönes Museum, welches ihr direkt am Hafen gelegen, vorfinden könnt.

Im kommenden Beitrag zeige ich Euch dann voll Freude, wie man sich einfach mal entspannen und treiben lassen kann. Und wie ich mich selbst eines besseren belehrte. Was Schafe und der tosende Wind damit zu tun haben? Stay tuned!

 

Lieben Dank an das VVV Texel für die Unterstützung dieser Reise.

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