Literatur: Neuer Lesestoff für den Monat August 2017.

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Ihr kennt das Spielchen ja bereits. Seit diesem Jahr gibt es jeden Monat eine Auswahl an von mir gelesenen Werken. In der Hoffnung, euch zu inspirieren und euch neue Bücher aufzuzeigen, kommen natürlich auch für den Monat August eine kleine Anzahl an Werken.

Ich will brav sein – Clara Weiss.

Klappentext: Der Sommer steht vor der Tür, als die Studentin Juli das kleine Dachzimmer in dem charmanten Münchner Mietshaus bezieht. Sie teilt die Wohnung mit der jungen Schauspielerin Greta, die ihr auf Anhieb sympathisch ist, und zunächst ist Juli glücklich in ihrer neuen Umgebung. Doch dann mehren sich die Hinweise, dass Greta ein ebenso undurchsichtiges wie grausames Spiel mit ihr treibt – und während eine mörderische Hitzewelle die Stadt wie eine Glocke umschließt, gerät Julis Leben immer mehr zur Hölle: Sie entdeckt eine Leiche auf dem Dachboden, ihre beste Freundin verschwindet, ein stummes Mädchen im Treppenhaus versetzt sie in Angst und Schrecken. Als sich weitere Todesfälle ereignen, weiß sie, dass auch sie selbst in höchster Gefahr ist. Aber da ist es fast schon zu spät …

Der Klappentext und das Cover haben mich sofort angesprochen. In Wien, einer meiner absoluten Lieblingstsädte spielend und einem amerikanischen Horrorfilm gleichend, hatte es mich einfach dazu verführt, es in die Hand zu nehmen und zu lesen. Das angenehme an WEiss’ Schreibstil ist, dass sie sich nicht viel mit unwichtigen Dingen aufhält, nur um die Seiten zu füllen. Sie kommt recht schnell zum Punkt, schwafelt nicht und auch so ist es sehr einfach ihr zu folgen und den Thriller zu konsumieren. Ein gruseliger und spannender Thriller, den ich sehr gerne empfehle! Einzig und allein das Ende hat mich etwas unbefriedigt gelassen, aber solltet ihr lieber selbst herausfinden!

Die Verlassene – Mary Torjussen.

Klappentext: Er ist weg. Verschwunden. Hat sie verlassen. Ohne Nachricht, ohne etwas zu hinterlassen. Hannah ist verzweifelt. Ihr Freund Matt ist nicht mehr da, und es ist, als hätte es ihn nie gegeben. Denn nicht nur seine Sachen sind weg, auch seine Mails, seine Telefonnummer, jede Nachricht ist aus ihrem Handy gelöscht. Ist ihm etwas zugestoßen? Hat man ihm etwas angetan? Und plötzlich hat Hannah das Gefühl, beobachtet zu werden, glaubt, dass jemand in ihrer Wohnung war. Sie könnte ihr Schicksal stillschweigend ertragen und trauern. Aber sie findet keine Ruhe. Sie muss herausfinden, was passiert ist, egal wie … 

Ist der Schreibstil als solches ebenfalls sehr angenehm und locker zu lesen, stört es mich ein wenig, dass manche Stellen ganz langatmig sind. Das Verlieren in (für mich) unwichtigen Details nervt mich hin, was aber sicherlich Geschmackssache zu sein scheint. Im letzten Drittel konnte mich das Buch aber nochmal packen und mir die gewünschte Spannung bieten und das Genervtsein nehmen. Findet selbst heraus, wie ihr zur (doch etwas einfältigen) Protagonistin stehen werdet und wie überrascht ihr vom Ende sein könnt.

Was ich getan habe – Anna George.

Klappentext: Davids wunderschöne Frau liegt tot in ihrem gemeinsamen Haus. Sie hatten eine obsessive Ehe, er war so hingerissen von ihrer Schönheit, ihrer Freiheit, ihrer Stärke. Eine leidenschaftliche und intensive Liebe – bis zu dieser Nacht, in der Schreckliches geschehen ist … Wozu kann ein Mensch fähig sein? Dunkel, aufwühlend und schockierend – »Was ich getan habe« ist ein packender Thriller über das tödliche Risiko, das man eingeht, wenn man liebt.

Es könnte alles so perfetk sein und doch ist es das nicht. Wer mit so viel Leidenschaft liebt, der kann auch tief fallen oder eben einen Mord begehen – an seiner eigenen Frau. Wieso all das geschah und wie sich der Anwalt versucht, selbst aus der Misere zu befreien, könnt ihr aus drei Perspektiven erfahren. Eine tolle story, die auch noch hervorragend umgesetzt wurde, wie ich finde. Spannend, aufwühlend und ideal für regnerische Abende.

Herrschaft der Dinge – Frank Trentmann.

Klappentext: Was wir konsumieren, ist zu einem bestimmenden Aspekt des modernen Lebens geworden. Wir definieren uns über unseren Besitz, und der immer üppigere Lebensstil hat enorme Folgen für die Erde. Wie kam es dazu, dass wir heute mit einer derart großen Menge an Dingen leben, und wie hat das den Lauf der Geschichte verändert?
Frank Trentmann, Historiker am Londoner Birkbeck College, erzählt in Herrschaft der Dinge erstmals umfassend die faszinierende Geschichte des Konsums. Von der italienischen Renaissance bis hin zur globalisierten Wirtschaft der Gegenwart entwirft er eine weltumspannende Alltags- und Wirtschaftsgeschichte, die eine Fülle von Wissen bietet, den Blick aber ebenso auf die Herausforderungen der Zukunft lenkt angesichts von Überfluss und Turbokapitalismus. Ein opulentes, eindrucksvolles Werk, das Maßstäbe setzt, in der Forschung wie in den wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Debatten unserer Zeit.

Ich selbst versuche ja immer wieder meinen eigenen Konsum einzustellen. Finde es eigentlich fürchterlich, wie wir Menschen mit usnerem ‘Immer-Mehr-Haben-Wollen’unseren Planeten und usnere Gesellschaft zerstören. Und doch ist es nicht immer ganz so leicht sich selbst davon zu lösen und nicht mit der Masse zu schwimmen. Wie das alles allerdings egkommen ist und sich im Laufe der Geschichte entwickelt hat, ist ein wirklich spannendes Phänomen. Unheimlich interessant, fesselnd und doch nicht allzu wertend bietet Trentmann einen wunderbaren Überblick über die Geschichte mit vielen tollen Informationen. Ein absolutes Muss, wie ich finde!

 

 

*Rezensionsexemplare

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