Outfit: Socialmedia vs. Sociallife.

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Vor einiger Zeit las ich einen Artikel bei Like a Riot, in dem es darum ging, was das Bloggerdasein mit dem echten Leben bzw. mit den sozialen Kontakten macht. Bei den zwei hübschen Mädels ist es nun einmal so, dass sie quasi als Partner den Blog führen und deshalb ja ständig unter sich sind, gemeinsame Dinge erleben und gemeinsam an ihrem Projekt arbeiten.

Ich bin dagegen alleine tätig, was sich natürlich auch unterschiedlich dann auf meine Situation auswirkt. Nichtsdestotrotz habe ich mir nach diesem Beitrag einmal selbst Gedanken darüber gemacht, wie sich mein Sozialleben im Laufe der letzten nun beinahe vier Jahre verändert hat und ja, es gab tatsächlich schwerwiegende Änderungen, die sich ganz allmählich, für mich selbst kaum bemerkbar, einschlichen und sich wie ein Schatten unbeachtet vergrößerten.
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Vor dem Blog bestand mein Alltag aus Schule bzw. später dann natürlich Uni, Familie, Freizeitaktivitäten mit Freunden und der eigene Liebste. Alles ganz harmonisch abgestimmt auf Lust und Zeit.

Mittlerweile beherrscht mich das Bloggerleben aber doch um Längen mehr als ich es je gedacht hatte. Ich richte meinen Alltag nun nicht mehr nach meinem Privatleben aus, sondern nach meinem Blog.
Welche Berichte möchte ich noch schreiben? Was muss ich noch dafür tun oder besorgen? Wen kann ich zur Not einspannen, damit ich ein wenig Hilfe bei Fotos und Co. bekomme? Welche Themen könnten interessant sein und mit welchem Konzept könnte ich das umsetzen?
Nein, ein Treffen ist dann und wann nicht möglich, da Fotos, Berichte und dergleichen auf dem Plan stehen. Nächste Woche? Puh, da muss ich mal schauen, abends ginge es vielleicht…
So oder so ähnlich sehen mittlerweile meine Gedankengänge und Verabredungsversuche mit Freunden aus.
Der Blog spielt DIE zentrale Rolle in meinem Leben und dabei ist er ja nur ein Hobby. Wenn ich mir vorstelle, ihn als hauptberufliche Tätigkeit auszuüben, hätte ich wahrscheinlich gar kein echtes Leben mehr ^^.
Nicht falsch verstehen, ich liebe meinen Blog und alles, was damit zu tun hat.
Mein Verhalten und Denken trifft aber häufig auf Unverständnis im Freundeskreis. Ich rede viel über mein Blögchen, weil es eben so wichtig für mich ist. Jemand, der allerdings selbst nicht bloggt, versteht oft nicht, worüber ich rede und/oder warum es mir so wichtig ist.
Das ist auch ein Grund, warum ich mich immer mehr mit Blogger-Kollegen zusammen tue und mit ihnen meine alltäglichen Gespräche führe und Treffe plane. Sie verstehen, worüber ich rede und teilen gleiche Meinungen und Ansichten – meistens jedenfalls ^^.
Natürlich bleiben meine realen Freunde bestehen und ich versuche immer wieder Zeit zu finden und freue mich auch wie Bolle, wenn ich sie treffe, so ist es ja nicht! Nur fällt mir selbst immer mehr auf, dass sich der Kontakt allgemein etwas verringert hat, was schlichtweg schade ist. Ein Grund mehr, warum ihr heute auf den Fotos nicht mich, sondern meine mittlere Nichte erblicken könnt. Perfekte Kombination aus Familie, Sociallife und Blog ^^.
Ich wollte euch eh noch meine neue Bluse, Strickjacke und Tasche von Takko* zeigen und fand einfach, dass sie richtig klasse darin aussieht!
Ich mag mich selbst eh nicht auf Fotos sehen und sie hatte Spaß satt. Mal ganz davon abgesehen, dass wir beinahe weggeweht worden sind und uns nur mit Schreien verständigen konnten, da der Wind sooo extrem war, war es ein hervorragender Tag, den es gerne öfter geben könnte!
Vor allem mit den hohen Schuhen liebe ich die Kombi aus den Kleidungsstücken ungemein. Mein Göttchen, wie erwachsen sie schon ist und wie alt ich mich bei diesem Anblick fühle ^^.
Eigentlich wollten wir uns eine andere Kulisse suchen, da wir aber schon auf dem Weg fast vom Winde verweht worden wären, beließen wir es erst einmal bei diesem Wege :).
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Wie sieht es bei euch anderen Bloggern aus? Leidet euer soziales Leben ein wenig oder setze ich einfach falsche Prioritäten?

 
 
 
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7 Comments

  • Wie gut ich das nachvollziehen kann!!! Ich hab meinen Blog nun auch bald seit 4 Jahren und auch bei mir spielt er eine riesige Rolle! Früher war das noch schwieriger, da wusste keiner davon. Jetzt hab ichs endlich raus gelassen und meine Freunde findens eigentlich alle super! Sie merken das nicht groß, wie viel Zeit es mich kostet, weil wir regelmäßige Treffen haben und die andren dazwischen auch alle mit ihrem eigenen Leben und ihrem Haushalt und Job beschäftigt sind. Aber klar, es beeinflusst den Tagesablauf ganz extrem! So ein Blog ist eigentlich zu jedem Zeitpunkt im Kopf präsent. Es ist echt krank! Aber ich machs eben auch sau gern! Seitdem ich die Bilder immer mit meiner Schwester mache ist das auch alles viel schöner geworden, weil wir so echt viel zusammen machen und sie mich auch auf Events und Co begleitet. Aber es haben auch einige Beziehungen gelitten. Allerdings waren das auch eher die unnötigen wenn mans jetzt mal ganz bös und ehrlich sagen will. Man sortiert eben dann endlich mal aus und fixiert sich auf die Menschen die einem wirklich wichtig sind. Außerdem knüft man neue Kontakte mit Bloggerinnen. Und genau die können das eben auch alles verstehen. Da fühlt man sich wohl. Zumindest meistens, wenns nette und ehrliche Mädels sind, die einen als Freund und nicht als Konkurrenz ansehen. Jedenfalls ein wichtiges thema das man sich immer mal wieder vor Augen halten sollte, damit man sich nicht irgendwann aus Versehen komplett abschottet! Tolles Outfit übrigens und auch sehr schöne Bilder!

    • Da gebe ich dir recht, da bei mir mittlerweile ja auch alle ihren Job, Studium, Familie etc haben und selbst eng eingespannt sind, merkt man es vielleicht nicht so als würde man noch zur Schule gehen. Das ist ja total toll mit dir und deiner Schwester! Da macht das ganze wirklich doppelt Spaß, vor allem, weil man es direkt mit jemand liebes teilen kann <3

      Und danke für die lieben Worte 🙂

  • Bei mir drehen sich die Gedankena uch viel um den Blog und ich benötige auch viel Zeit dafür.
    Da ich aber pendel, kann ich im Zug schon einiges vorbereiten.

    Ich möchte mein Leben nicht zu sehr vom Bloggen einschränken lassen, denn ich habe noch andere Hobbys und Verpflichtungen.
    Im Urlaub genieße ich die "blogfreie" Zeit auch und freie mich dann wieder, wenn ich in die Tasten hauen kann.

    Liebe Grüße!

    • Ich muss ja sagen, im Zug finde ich einfach keine Motivation etwas zu tun, außer meine Romane zu lesen ^^. Das stimmt aber, ich benötige manchmal auch Blog-Urlaub und so gerne ich auch Blogge, den genieße ich dann in vollen Zügen <3

  • Also von leiden würde ich nicht sprechen weil ich es mir so aussuche.
    Habe in 15 oder 16 Jahren bloggen nie das Gefühl gehabt, dass mein Leben darunter leidet. Eben weil ich es genau so mag.
    Mein Freund bestärkt mich in meinem Vorhaben und hat nichts dagegen, wenn mal irgendwas hinten ansteht wegen dem Blog.

    ABER ich habe auch einen ganz entscheidenden Vorteil gegenüber manchen anderen Bloggern:
    Ich habe die Arbeitszeit meines Jobs absichtlich auf 5 Stunden gesetzt, um genügend Zeit zu haben. So hab ich halt zwei
    Und damit hab ich an manchen Tagen sehr viel Freizeit und in jedem Fall nahezu IMMER genügend Planungsfreiheit, um auch mal am "Real Life" teilzunehmen.

    Meine realen Freundinnen können aber mit dem "Internetkram" nichts anfangen. Konnten sie noch nie. Deshalb setz ich da eigentlich auch nur noch auf meine "Online-Mädels".
    Und ja, der Kontakt wird weniger. Man wird oft generell von allen "realen Kontakten" belächelt wenn man sagt: "ey, ich verdiene unter anderem damit meine Kohle, ich muss arbeiten" weil niemand glauben will, dass ich wirklich von 5h arbeiten und "ein bisschen Blog" leben kann aber die Leute sehen ja, dass ich nebenbei keine Drogen verticke, sondern echt nur blogge und werden mit der Zeit dann einfach still 😀

    Im Grunde sind bei mir alle die letzten 16 Jahre rein gewachsen, so das die größte Veränderung wohl auch eher damals statt gefunden hat. Hab den FAden verloren har.

    • Ja gut, leiden war vielleicht zu hart ausgedrückt, natürlich sucht sich der Blogger das ja selbst aus, jeder von uns, keine Frage, aber ich muss auch sagen, dass ich zu Anfang nicht gedacht hätte, dass es so viel Zeit und Raum einnehmen würde.
      Das mit deiner Arbeit ist natürlich praktisch! hahaha die checkerin als drogendealerin hahahaha 😀
      und das kompliment an/für meine nichte gab ich weiter und sie hat sich tierisch gefreut!

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