Event: Totaal regionaal. Eine Tour durch Hollands Produzenten.

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Es war im vergangenen Monat, da verschlug es mich und eine handvoll anderer lieber Blogger gemeinsam mit dem Holland-Büro by Seidl ins Nachbarland. Wir waren quasi bei meinen direkten Nachbarn, denn Venlo und seine Umgebung, dort wo wir die Zeit verbrachten, ist keine halbe Stunde mit dem Auto von mir entfernt. Über zwei Tage durchquerten wir also das Land (an der Grenze) und kehrten bei einigen regionalen Unternehmen ein, um zu schauen, was die Niederlande alles so zu bieten haben.

Alles Tomate oder was? Ein Tag bei Tasty Tom.

Wer kennt sie nicht, diese Vorurteile über die holländischen Tomaten, die eigentlich nur Wasserbomben sind und von Geschmack soweit entfernt, wie Holland von einer Berglandschaft. Tja, bei Tasty Tom haben wir nicht nur einiges über den Anbau erfahren, sondern konnten auch mit den Vorurteilen aufräumen. Denn genau das wollte der sympathische Inhaber von Tasty Tom, Ton Janssen, ebenfalls. Er wollte qualitativ hochwertige und vor allem auch schmackhafte Tomaten auf den Markt bringen, die ohne chemische Behandlungen auskommen und jeden Esser in den Tomatenhimmel bringt. Übrigens, wusstet ihr, dass die oberste Tomate an einem Strunk die süßeste ist? Das liegt daran, dass diese zuerst rot und somit reif wird. Deshalb solltet ihr in eurem Garten immer zuerst die oberste Tomate futtern und euch dann entlang hangeln. Kaufen könnt ihr die Tomaten übrigens auch bei Aldi Nord und zumeist bei Händlern auf dem Markt und bei türkischen Gemüse- und Obsthändlern. Und wusstet ihr, dass Hummeln so viel bessere Bestäuber sind, zumindest in Bezug auf Tomaten, als Bienen? Sie sind fleißiger und nicht nur auf den Nektar aus. Sie ackern quasi von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang und lassen sich dabei nicht von (Hummel)Türen aufhalten.

Steinwolle mal anders – Rockwool.

Die nächste Station auf unserem Plan war Rockwool. Rockwool stellt nämlich Steinwolle her, die ihr unter dem Namen Grodan findet und die auch Ton Janssen bei seiner Tomatenanzucht verwendet. Ja gut, ich weiß, dieses Thema ist nicht allzu interessant für die meisten und von unserer Werksbegehung kann ich leider auch nicht viel berichten, da ich automatisch abschalte, wenn es um Technik geht. Sorry an dieser Stelle – so freundlich unser Guide auch war, aber das ist wohl so eine Schulkrankheit. Wann immer ich bei Führungen mitgehe, bricht das kleine Mädchen in mir durch, das hibbelig wird und nicht mehr zuhören kann. Der Vorteil an Steinwolle ist jedoch, dass man dadurch Platz, Wasser und auch Nährstoffe einsparen kann, da diese, anders als beispielsweise Erde, selbst keine Nährstoffe zieht.

Pressebild

Vergessenes Gemüse zurück ins Leben rufen.

Mein persönliches Highlight war der Abend bei Jac Nijskens. Jac werkelt auf einer Schweinefarm, die er wundervoll zu seinem Kochparadies umfunktioniert hat und sich zur Aufgabe machte, vergessenes Obst und Gemüse wieder anzupflanzen und unter die Leute zu bringen. Ursprünglich aus dem Business-Bereich kommend, gibt er mittlerweile Kochkurse zu seinen fast 800 angepflanzten Sorten. Auch unser Können wurde gefragt. Denn jeder bekam ein Rezept zugeteilt und durfte sich an ausgefallenen Ideen und köstlichsten Zutaten beweisen. Der eine oder andere gute Tropfen Wein und der Spaß beim Entziffern der Rezepte, die Jac durch den Google-Translater vom Niederländischen ins Deutsche übersetzen ließ, trug zu unserer Heiterkeit erheblich bei ^^.

Eine Nacht im Kloster – Sandton Chateau de Raay.

Genächtigt haben wir im Chateau de Raay, einem ehemaligen Kloster samt seinen Anlagen, die zu einem wundervollen Hotel umfunktioniert wurden. Der alte Charme der einstigen Gebetsstätte ging dabei glücklicherweise keineswegs verloren. Die Zimmern sind genau nach meinem Geschmack und die Umgebung mit Wald und Parkanlage ist ein Träumchen. Gar nicht unweit der Grenze liegt es in Barloo und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Nur sind die Wände doch etwas dünn, weshalb man vielleicht bedacht bei seiner Wortwahl oder anderer Aktivitäten sein sollte ^^.

Look-o-Look – Süßes oder doch vielleicht Saures?

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel ging es dann direkt weiter zu einem Süßigkeiten-Hersteller, den wohl jeder kennt: Look-o-Look. Bekannt vor allem durch die Zuckeruhren und Ketten, die mit Sicherheit jeder von uns in seiner Kindheit erst modisch trug und danach Perlchen für Perlchen abknabberte, stellt er auch bekannte Samples wie die Weingummi-Pizza, den Burger und einiges anderes her.

Plaats 1 – Ein Lunch in Nijmegen.

Ihr seht, wir sind viel herum gekommen und konnten uns in Nijmegen eine kleine Stärkung zuführen. Im Plaats, einem süßen Café, das extra für uns seine Tore an diesem Tag öffnete, gab es eines der wohl leckersten Sandwiches, die ich je gegessen habe. Bitte reichet mir jetzt eins. Sofort! Die Stärkung war jedenfalls dringend nötig, denn der Tag war noch nicht vorbei.

Kalanchoe – Die wohl überlebensfähigste Blume, die je bei mir einzog.

In den Gewächshäusern von Always Kalanchoe konnten wir nämlich tausenden Blumen beim Wachsen zusehen und so einiges über diese Sukkulente-Art erfahren. Mit meinem absolut nicht-grünen Daumen töte ich alles, was in meine Nähe kommt. Sooft ich es auch versuche, die Pflanzen mögen mich einfach nicht. Das Gute an der Kalanchoe ist jedoch, dass sie eigentlich kaum Pflege bedarf. Je mehr man die Finger davon lässt, desto besser! Vorher hatte ich sie nie beachtet, doch mittlerweile bin ich ein kleines Fan-Girl geworden. An diesem Tag durften wir uns nämlich verschiedene Kalanchoe-Sorten mit nach Hause nehmen und das ist nun auch schon ein Monat her. Und was soll ich sagen?! Sie leben!! Jawohl, sie blühe sogar wie verrückt. Dadurch, dass sie kaum Wasser benötigen und in Sachen Temperatur extrem genügsam sind, habe ich bisher nichts falsch gemacht. Sogar die Schnittblumen erblühen noch immer – seit vier Wochen! Ihr könnt einen kleinen Strauß übrigens auf den Bildern zu meinem Gelee aus Saft sehen.

Wer war alles dabei:

Allerliebsten Dank an das Team von Seidl und die insgesamt tolle Truppe, die die zwei Tage so spaßig und interessant gestaltet hat!

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