Literatur: Meine Lesefavoriten für den Monat Dezember 2017.

Lesefavoriten_Dezember_2017_

Und da ist er nun, der Dezember und somit auch der letzte Monat, in dem ich euch meine Lesefavoriten vorstelle. Seid also gespannt, was ich das letzte Mal für euch im Gepäck habe und erfreut euch an dieser Auswahl. Wie immer könnt ihr mir auch gerne eure Lesefavoriten da lassen. Habt viel Freude beim Lesen.

London Stalker – Oliver Harris.

Klappentext: Detective Nick Belsey ist vom Dienst suspendiert, hat eine Anklage am Hals und haust im verlassenen Polizeirevier von Hampstead. Amber Knight ist Londons größtes It-Girl und lebt das glamouröse Leben eines Pop- und Filmstars. Als eines Tages eine ältere Frau bei Belsey anklopft und ihn bittet, ihren Sohn aufzuspüren, der seit Tagen verschwunden ist, findet Belsey Hinweise darauf, dass er Amber Knight gestalkt hat. Belsey schmuggelt sich als Security-Mann in Amber Knights Leben ein und gerät, als eine Bekannte von Amber tot aufgefunden wird, selbst unter Mordverdacht. Während er versucht, seinen eigenen Hals zu retten sowie den wahren Täter und den Vermissten zu finden, stößt Belsey hinter Reichtum, Glanz und Glamour auf Verzweiflung, Obsession und eine mysteriöse Organisation, die davon zu profitieren scheint.

Auch in seinem dritten Fall deckt Nick Belsey auf seine gewohnt kaltschnäuzige und draufgängerische Art die Abgründe hinter Londons blitzblanker Fassade auf. Ein packender, raffinierter Thriller mit einem charmanten Ermittler, der unter seinen Fans bereits Kultstatus erlangt hat.

Ausgewählt hatte ich dieses Buch in erster Linie, da der Schauplatz London ist. Seit meiner Reise dorthin, vor wenigen Monaten, bin ich ganz verliebt und suche meine Bücher und Hörbücher immer mehr danach aus. Des Weiteren hat mich die Idee der Geschichte interessiert, da sich verschiedene Personen und Handlungen scheinbar am Ende zu einem Kernpunkt zusammenführen lassen. Erster positiver Aspekt war der Überraschungsmoment am Ende, als sich so langsam alles aufgelöst hat. Ich gebe zu, damit hatte ich nicht ganz gerechnet – zum Glück! Auch der Protagonist, also Nick Belsey, ist ganz nach meinem Geschmack: ein kerniger und nicht immer ganz so korrekter Polizist, der gerne mal nach seinem Ermessen handelt und weniger nach der Gesetzeslage. Kurzum, er und somit die Story selbst haben genau das, was ein Krimi braucht: Dreck, eine dunkle Atmosphäre, Action und das gewisse Etwas. Für alle London- und Krimifans sollte dieser Krimi auf dem Wunschzettel stehen!

Die Kinder – Wulf Dorn.

Klappentext: Auf einer abgelegenen Bergstraße wird die völlig verstörte Laura Schrader aus den Trümmern eines Wagens geborgen. Im Kofferraum entdecken die Retter eine grausam entstellte Leiche. Als die Polizei den Psychologen Robert Winter hinzuzieht, wird dieser mit dem rätselhaftesten Fall seiner Karriere konfrontiert: Die Geschichte, die Laura Schrader ihm erzählt, klingt unglaublich. Doch irgendwo innerhalb dieses Wahnkonstrukts muss die Wahrheit verborgen sein. Je weiter Robert vordringt, desto mehr muss er erkennen, dass die Gefahr, vor der Laura Schrader warnt, weitaus erschreckender ist als jeder Wahn.

Dieser Roman verbirgt doch mehr als man bzw. ich zu Anfang gedacht hatte. Denn Dorn lässt einen nicht nur ordentlich gruseln, sondern lässt auch häufig Kritik laut werden und zwar gegenüber dem Konsumverhalten und Überflussleben der westlichen Welt. Nichtsdestotrotz kommt der Psychothrillerfaktor meines Erachtens sehr gut hervor. Langsam, aber nicht langweilig wird man immer mehr und mehr zum eigentlichen Kern der Story und somit des Geschehens hingeführt bis sich dann endlich die grausige Befürchtung bewahrheitet. Mir haben sich zwar hier und dort Fragen ergeben, die nicht so richtig beantwortet werden, aber dennoch fühlte ich mich von Anfang an gut unterhalten und die Spannung konnte ebenfalls stetig aufrecht erhalten bleiben.

Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel – Jean-Francois Parot.

Klappentext: Paris, 1761: Als ein Polizeibeamter der Korruption verdächtig wird, betreut man den jungen Nicolas Le Floch mit dem Fall. Was als Bagatelle beginnt, wird schon bald zum Mordfall, da der verdächtigte Beamte verschwindet, und zu einem Skandal, der auch König Ludwig XV und seinen Hofstaat treffen könnte. Während die Pariser Gesellschaft sich dem wilden Treiben des Karnevals hingibt, führen Nachforschungen Nicolas Le Floch in Spielhöllen, Abdeckereien, Edelbordelle und die Verliese der Bastille. Wird er das Geheimnis lüften und den König retten?

Schon der erste Band zeigt, warum die Reihe um Commissaire Nicolas Le Floch in vielen Ländern Bestseller wurden: rasante Plots, geheimnisvolle Charaktere und detailgenaue atmosphärische Beschreibungen, die uns das Paris des 18. Jahrhunderts sehen, schmecken, riechen und fühlen lassen.

Japp, ihr denkt es euch sicherlich. Das Buch hat mich zunächst einmal wegen des Covers und der Zeit angesprochen und machte mich sofort neugierig, was wohl auch allein schon daran lag, dass die Kritiken allgemein sehr positiv waren. Und ja, ich kann euch sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Dieser historische Roman stellt jeden anderen, den ich bisher gelesen habe, vollkommen in den Schatten. Der Schreibstil ist so lebhaft und bildlich, dass ich mich im Nu in die Zeit des Commissaire hineinversetzt fühlte. Vor allem ist der Plot nicht platt. Mit intelligenten Einschüben, Humor und Sympathie hat mich das Buch rund um den Commissaire Nicolas Le Floch voll und ganz überzeugt und wird sicherlich nicht der letzte Roman um ihn gewesen sein, den ich lesen werde.

Das verborgene Spiel – M. L. Rio.

Klappentext: Oliver Marks bekommt immer nur die Nebenrollen. Trotzdem ist der junge Schauspieler glücklich am renommierten Dellecher College, einer abgeschiedenen Welt mit flackernden Kaminfeuern und ledergebundenen Büchern. Die sieben Studenten seines Jahrgangs sind eine eingeschworene Gemeinschaft, besessen von der Schauspielerei und von Shakespeare. Die Typen, die sie auf der Bühne verkörpern, legen sie auch privat nicht ab: Mitläufer, Verführerin, Held. Der charismatische Richard gibt die unberechenbaren Tyrannen. Doch eines Tages treibt einer der Freunde tot im Collegesee. Die anderen stehen vor einer schwierigen Wahl: Sollen sie der Wahrheit ins Auge sehen oder weiter gegen sie anspielen?

Dieser Roman unterscheidet sich, meiner Meinung nach, schon ein ganzes Stück von den üblichen Werken, die ich bisher gelesen habe. Es ist eher wie ein Theaterstück aufgebaut oder ähnelt zumindest sehr stark einem. Sehr prägnant ist das Thema Shakespeare, weshalb es auf jeden Fall von Vorteil wäre, wenn man zumindest einige Werke in etwa kennt, da immer wieder daraus zitiert wird. Dies kann für eingefleischte Fans super sein, für Nichtkenner jedoch eher anstrengend wirken. Trotz eventueller Schwierigkeiten muss man zugeben, dass die Raffinesse mit der der Roman geschrieben ist, sehr beeindruckt und ihn zu etwas ausgefallenem macht. Die Nagst um die Wahrheit und die Schuldgefühle der Protagosnisten kommt sehr gut hervor und hat man sich erst einmal eingelesen, bringt dieses Werk ein wahres Lesevergnügen.

Lass mich los – Jane Corry.

Klappentext: Als die junge Anwältin Lily Ed heiratet, hofft sie auf einen Neuanfang. Sie möchte die Geheimnisse der Vergangenheit hinter sich lassen. Doch als sie ihren ersten wichtigen Fall annimmt, fühlt sie sich merkwürdig von ihrem Klienten angezogen. Einem Mann, der des Mordes angeklagt ist. Einem Mann, für den sie bald alles riskiert. Doch ist er wirklich unschuldig?

Ich bin ein wenig zwiegespalten. Auf der einen Seite ist der Thriller gut geschrieben, die vielen Wendungen bringen die entsprechende und geforderte Spannung und doch wurde ich irgendwie nicht warm damit. die Protagonisten waren mir nicht sympathisch oder gar unsympathisch genug, um mit und zu ihnen eine Beziehung aufzubauen und auch das Verhalten der Protagonistin Lily allgemein war mir irgendwie unangenehm. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich ihn nicht als richtigen Psychothriller empfand und meine Erwartungen nicht gestillt wurden. Für Leser, die noch mit dem Genre des Psychothrillers warm werden möchten, ist dies sicherlich ein seichter und angenehmer Einstieg.

*Rezensionsexemplare

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