Rezension: Die Gesichtslosen.

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Eigentlich zäume ich das Pferd ja nur ungern von hinten auf, aber manchmal passiert so etwas ganz von alleine, ohne dass man es merkt.
Wovon ich rede?
Vor einigen Wochen hatte ich euch über das Buch Die Zerrissenen berichtet, ein Roman aus der Trilogie von Stephanie Fey. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich aber nur aufs Cover konzentriert gehabt und überhaupt nicht mitbekommen, dass es der dritte Teil einer eben solchen Trilogie ist.
Nachdem ich dann auf den Trichter kam und ich das Buch ja eh so gut fand, kam ich nicht drumherum, mir nun auch die anderen Teile zuzulegen.
Und da ich von ganz hinten anfing, kann ich ja auch nun mit dem ersten Teil, also ganz vorne, weitermachen ^^.
Schauen wir uns zunächst den Klappentext an:

Wenn Tote nicht mehr zu erkennen sind, wenn ihr Mörder sie entstellt hat oder nur noch Skelettteile übrig sind, wird Carina Kyreleis gerufen. Die junge Rechtsmedizinerin versteht es wie kaum eine Zweite, den Toten Glanz einzuhauchen und ihnen ihre Gesichter zurückzugeben. Nachdem sie zwei Jahre als Knochen- und Mumienexpertin in Mexiko-Stadt gearbeitet hat, kehrt sie nach Deutschland zurück, um am Münchner Institut für Rechtsmedizin einen Neuanfang zu wagen. Kaum angekommen, steht sie vor ihrem ersten Fall. Ein Killer, der seinen Opfern die Gesichtshaut abzieht, um für immer ihr Antlitz zu bewahren.



Als ich mich also durch den ersten Teil Stück für Stück durchlas, machten einige Dinge, die mir im dritten Teil doch die eine oder andere Frage auf die Stirn schrieben, endlich Sinn – welch Überraschung ^^.
Auch in diesem Teil fand ich Feys Schreibstil sehr angenehm und gut zu lesen. Man kommt flüssig durch die verschiedenen Stories, die sich am Ende zu einem großen Geflecht zusammenfügen.
Gut, man muss schon erwähnen, dass Menschen, die doch eher zarter im Gemüt sind, an diesem Buch wohl weniger Freude haben, da es recht roh und, ja manche würden es sogar eklig nennen, zugeht. Fey verschönt nichts und taucht in die wirklich tiefen Abgründen ‘kranken’ Denkens ein. Wobei es auch hier sicherlich Leser geben wird, denen es gar nicht grausig genug sein kann ^^. Das sollte jeder für sich entscheiden – solltet ihr aber lieber der Liebesroman-Fanatiker sein, nehmt besser Abstand…
Meiner Meinung nach hat Fey jedoch auf alle Fälle ein gutes Suchtpotenzial und schafft es, ihre Werke so zu entwickeln, dass man direkt wissen möchte, wie es weitergeht.
Sie ist quasi wie eine gute Serie, auf deren Fortsetzung man sehnlichst entgegenfiebert während der Sommerpause ^^.Von meiner Seite aus kann ich es nur weiterempfehlen! Allerdings solltet ihr es nicht machen, wie ich es tat und mit dem letzten Teil anfangen. Es macht dann doch mehr Sinn bei Band 1 zu beginnen…

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