Literatur: Neuer Lesestoff für den März.

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Es ist mal wieder soweit. Seit diesem Jahr bedeutet nämlich ein neuer Monat auch immer eine Ansammlung an neuem Lesestoff – erst für mich und dann als Tipp für euch ^^. Mit dabei sind wie immer einige Thriller und sogar Fortsetzungen von Bücherreihen bzw. ähnliche Thematiken, die ich euch im letzten Lesestoff-Posting für den Februar zeigte. Außerdem wurde ich daraufhingewiesen, dass gerade die Cover ja immer auch das eigene Interesse noch zusätzlich steigern oder eben auch nicht und obwohl es bei mir absolut genauso ist, bin ich vorher nicht auf die Idee gekommen, diese ebenfalls hier zu zeigen. Das ändert sich absofort natürlich! Für mich persönlich ist das Cover teilweise sogar noch viel entscheidender als der Klappentext. Für mich ist nämlich die Ästhetik/ der Stil, der damit ausgedrückt wird sehr entscheidend, ob ich mich direkt von Anfang an mit den für dieses Werk Verantwortlichen identifizieren kann.

So, jetzt habe ich aber genug Vorgeplänkel geliefert, kommen wir nun zu den Büchern.

ZERO. Sie wissen, was Du tust – Marc Elsberg.

Klappentext: London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones kann man sich nicht verstecken …

In diesem Werk von Marc Elsberg wird dem Leser eine Welt geboten, die unserer nicht wirklich sehr fern scheint bzw. gar ist. Das Internet und die Sozialen Medien sind allumfassend und in jeder Sekunde an jedem Ort präsent. Was an sich so positiv und lebensverbessernd klingt, wird bald zur Gefahr für jeder Mann. Mag man einem auch vorgaukeln, man selbst und die eigenen Daten seien sicher, ist dem schon lange nicht mehr so. Für mich als Bloggerin, die ja auch durch und mit Sozialen Medien lebt, war es höchstspannend in diese Dysotopie einzutauchen und immer wieder erschreckend festzustellen, dass wir von diesem Szenario gar nicht weit entfernt sind. Wer nichts mit einer solchen Thematik anfangen kann, für den wird das Lesen vermutlich eher nicht so flüssig von der Hand gehen. Wer sich jedoch, wie ich, selbst derart in diesem Gefüge befindet, wird einige Stunden höchste Spannung inmitten eines aktuellen Themas finden. Es werden viele brisante und heikle Fragen aufgeworfen, die ihr euch sicherlich auch schon gestellt habt oder nach dem Roman immer wieder stellen werdet! Absolut Empfehlenswert!

Himbeeren mit Sahne im Ritz – Zelda Fitzgerald.

Klappentext: Kaum jemand verkörpert den Zeitgeist der Roaring Twenties so wie Zelda Fitzgerald. Sie war der Prototyp des «Flappers»: frech, abenteuerlustig, extravagant. Das Lebensgefühl dieser Ära hat sie in bezaubernden Erzählungen eingefangen, die nun erstmals auf Deutsch zu entdecken sind.

Im Mittelpunkt stehen bei Zelda Fitzgerald stets Frauen: eigensinnige und eigenständige Heldinnen, sich auf einem Ozeandampfer ebenso zu Hause fühlen wie im Ritz oder auf den Champs-Élysées. Die nach der Theaterprobe lieber noch um die Häuser ziehen, als zu Mann und Kind zu eilen. Die es nach Hollywood schaffen und ihre Filmkarriere für die Liebe ihres Lebens wieder aufgeben. Oder die in einem Provinznest in den Südstaaten von der weiten Welt und ihrem großen Auftritt träumen.

Zelda Fitzgerald wirft uns mitten hinein in das glamouröse, schillernde, unstete Bühnenuniversum der Tänzerinnen, Schauspielerinnen und Sängerinnen. Die Lichter des Broadway, Schrankkoffer voller Tüllkleider, Orchideen in onduliertem Haar: In opulenten Details erweckt sie das Jazz Age zum Leben. Ihre hinreißend sinnlichen, atmosphärisch dichten Erzählungen handeln von der hohen Kunst, sich selbst zu inszenieren – und von dem Preis, den man dafür zahlt.

Eigentlich bin ich ja eher der Krimileser, doch die 20er Jahre packen mich auch in meinem Privatleben immer wieder, weshalb ich es einfach nicht lassen konnte, mich von diesem Werk in eine andere Zeit, ein anderes Jahrhundert, ja mittlerweile ja gar in ein anderes Jahrtausend zurückwerfen zu lassen – voll mit Glanz und Gloria, Schauspielerinnen und Tänzerinnen, wilden Nächten und unbeschreiblichen Erlebnissen. Das Werk von Zelda Fitzgerald – gemeinsam mit ihrem Ehemann waren sie wohl eine die Partygänger der 20er Jahre – ist kein Roman als solches, es beherbergt viele Kurzgeschichten in denen jeweils eine Frau als Hauptprotagonistin quasi auf die Bühne tritt und von ihrem Leben berichtet. Wenn ich die Augen schließe höre ich förmlich die klackernden Schuhe auf dem Parkett, die herumwirbelnden Kleider und rieche den Rauch von Zigarren. Sowohl die starken Frauen, die dort dargestellt werden als auch die ganze Atmosphäre drumherum hat mich eingesogen. Ganz große LIEBE!

Ein dunkles Geschenk – Nora Roberts.

Klappentext: Lila Emerson liebt ihren Job als House- Sitterin. Doch als sie eines Tages vom Fenster eines fremden Apartments scheinbar einen Mord mit anschließendem Suizid beobachtet, verändert sich ihr Leben auf einen Schlag, denn Ashton Archer, der Bruder des Mörders, bittet sie um Hilfe. Lila fühlt sich von dem attraktiven Künstler mehr als angezogen, und auch Ash weiß: Die Frau mit den dunklen, tiefgründigen Augen muss er zeichnen! Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit, und bald wird klar: unschätzbar teure Kunstgegenstände stehen im Zentrum dieses Verbrechens – und ein Sammler, der für seine Obsession über Leichen geht …

Neben ihrem Job als House-Sitterin, verdient Lila ihren Lebensunterhalt zudem mit dem Verfassen von Fantasy-Romanen. Durch ihre stete Neugierde ihren Mitmenschen gegenüber und dem ständigen Beobachten Anderer in ihren Wohnung passiert das, was den Rahmen dieses Romans bildet – das Entdecken des Mordes an einer Frau, die durch ein Fenster gestoßen wird. Die Liebesgeschichte, die sich zwischen der Protagonistin und dem Künstler und zudem Bruder des ebenfalls Verstorbenen entwickelt, hätte ich nicht unbedingt haben müssen, aber das scheint bei den meisten Romanen ja beinahe zum Pflichtprogramm zu gehören. Nichtsdestotrotz bekommt man eine spannende Story geliefert, die vor allem durch den angenehmen Schreibstil und den wechselnden Perspektiven eine gute Unterhaltung bietet.

Be my Girl – Nina Sadowsky.

Klappentext: Ellie und Rob sind das perfekte Paar. Gut aussehend, erfolgreich, bis über beide Ohren verliebt. Aber nur Augenblicke nach dem Jawort scheint alles in Scherben zu liegen. Rob verbirgt eine entsetzliche Vergangenheit. Je mehr Ellie erfährt, desto tiefer wird sie in einen Strudel aus Lügen und Verrat gezogen, der ihrer beider Leben bedroht. Wer ist der Mann, den sie geheiratet hat? Und wie weit will sie gehen, um ihre Liebe zu retten? Denn Rob ahnt nicht, dass auch sie nicht ehrlich zu ihm war …

Nina Sadowsky berichtet in ihrem Debüt vom Liebespaar Ellie und Rob und das auf zwei Zeitebenen – dem Hier und Jetzt und dem Damals. Auch, wenn ich die Idee dahinter verstehe – eben die aktuelle Situation mit der Vergangenheit in Bezug zu setzen – scheint es hier nicht immer ganz so glücklich gelungen zu sein. Das sprunghafte Lesen wird mit der Zeit etwas anstrengend, jedenfalls empfand ich es so. Der Vorteil: Durch recht kurze Kapitel schafft es dieser Krimi immer wieder die Spannungskurve aufrecht zu erhalten, sodass man, trotz des teilweise angestrengten Verfolgens der Story, auf einem guten Niveau bleibt und das Gefühl nicht abflaut. Für ein erstes Werk finde ich Be my Girl doch aber ziemlich gelungen – ich las mit Spannung und wurde die ganze Zeit über eigentlich ziemlich gut unterhalten.

Der Frauensammler – Mark Sennen.

Klappentext: Polizistin Charlotte Savage ermittelt in einer Verbrechensserie, die ganz Plymouth in Angst und Schrecken versetzt: Mehrere junge Frauen wurden betäubt und missbraucht. Sie überlebten, erinnern sich aber an kaum etwas. Doch dann wird eines der Opfer tot und grausam verstümmelt am Strand aufgefunden. Wenig später taucht eine weitere Tote auf, und die Untersuchungen bringen ein schauerliches Ergebnis: Die junge Frau wurde eingefroren. Schnell geraten Charlotte Savage und ihr Team unter Druck, denn ein weiteres Mädchen wird als vermisst gemeldet. Können sie den Serienkiller aufhalten, bevor er erneut zuschlägt?

Eine durch und durch runde Sache. Gut, der Anfang war etwas holprig, was vielleicht jedoch auch daran gelegen hat, dass ich mich zunächst nicht richtig konzentrierte. Doch hatte ich erst einmal die ersten Kapitel gelesen, war ich richtig begeistert. Mit viel Spannung packt einen sowohl die Vorgeschichte des Täters als auch die Ermittlungen der Polizei. Das Schöne: Der Humor bleibt nicht aussenvor und hält sich gemeinsam mit der spannenden Erregung harmonisch die Waage. Die Story vom misshandelten Kind, das im Erwachsenenalter dann eskaliert und Frauen ermodert ist zwar wahrlich nichts neues, Unterhaltung liefert dieser Krimi jedoch alle Male! Top!

Das Spiel Rache – Jeff Menapace.

Klappentext: Im Herbst 2008 wurde die Lambert-Familie im amerikanischen Hinterland Opfer der Fannelli-Brüder. Von den beiden Verbrechern überwältigt, mussten die Lamberts buchstäblich durch die Hölle gehen. Sie haben überlebt – und zurückgeschlagen. Doch es ist noch nicht vorbei, denn die Fannellis haben Freunde, sehr gute Freunde. Das Spiel geht weiter …

Schon im letzten Monat stellte ich euch den ersten Teil dieser Trilogie vor – Das Spiel Opfer. Hat es mich damals zum einen gefessellt und zum anderen doch etwas angewidert, konnte ich nicht umhin, auch die Fortsetzung zu lesen. Denn das Ende des ersten Werkes versprach noch ein ordentliches Nachspiel. Wie auch schon im vorherigen Teil splittet sich die Story im Laufe der Zeit, soll heißen, dass man die ganzen Geschehnisse sowohl aus der Sicht der Geschädigten als auch aus der der Täter erfährt. Zudem erfahren wir, ob und wie sich die Kinder nach den traumatischen Erlebnissen wieder sammeln. Ebenfalls wiederkehrend ist die Brutalität mit der die Täter vorgehen, was mich schon beim ersten Teil etwas zusammenzucken ließ. Nichtsdestoweniger wird man von der ersten Seite an von der mitreißenden Spannung gepackt und erst am Ende wieder losgelassen – wobei, auch nicht ganz. Immerhin wird es einen dritten und somit letzten Teil geben und auf den warte ich nun gespannt. Für zarte Gemüter mag dieser Thriller nicht wirklich geeignet sein, wer jedoch Spannung, Horrorelemente und ein wenig Schmerz abkann und vielleicht sogar mag, sollte sich an diese Trilogie begeben.

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