Travel: Eine Nacht in Stockholm – Ich versprach, ich würde wiederkommen.

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Von Riga ging es dann über Nacht schnurstracks nach… Stockholm! Im letzten Jahr war ich das erste mal in dieser wundervoll florierenden und schlichtweg wunderschönen Stadt Schwedens, wie ihr im ersten Travelguide zu Schweden nachlesen könnt. Und schon damals versprach ich, ich komme wieder. Nun hielt ich mein Versprechen und vereinte mich erneut mit einer meiner liebsten Städte Europas. Stockholm – Ich versprach, ich würde wiederkommen.

Wenn nur wenig Zeit bleibt.

Genau wie damals auch, hatten BakingAvenue und ich dieses Mal nur eine sehr kurze Zeit in Stockholm, was uns allerdings nicht daran hinderte, so viel zu erleben, wie es uns nur möglich war. Das Gute für mich: Ich konnte all das, was ich 2016 versäumte, nachholen – jedenfalls zu einem gewissen Teil. Und alles, was ich vorheriges Jahr erleben durfte, konnte ich dann letzten Monat aussparen. Man muss eben Prioritäten setzen, wenn man nur ein kleines Zeitfenster für Entdeckunsgtouren hat. Kurzum: Wir ließen die Altstadt fast völlig aus und durchstreiften Museen und bewegten uns via Bus und Boot fort.

Das (un)treue Wetter.

Also, ich muss ja wirklich sagen… Derzeit habe ich auf Reisen kein Glück, was das Wetter betrifft. Von Minusgraden über Schnee, Regen und sogar Hagel war alles dabei, während in der Heimat der Frühling eingekehrt war. Aber es gibt ja bekanntlich kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung und die falsche Einstellung. Nichtsdestotrotz würde ich den Sonnenanbetern raten, erst im Mai oder Juni Stockholm zu besuchen, da die Temperaturen nicht nur besser (sein sollten) sind, sondern viele Attraktionen und Bootstouren erst ab diesem Zeitraum geöffnet haben. Erkundigt euch am besten früh genug. Diandra und ich standen nämlich das eine oder andere Mal vor verschlossener Tür bzw. einem leeren Bootssteg.

StockholmCard und der liebe HoppOn-HoppOff-Bus.

Ich werde es sicherlich nicht nochmal erwähnen müssen, aber ich liebe die Touren mit dem HoppOn-HoppOff-Bus ungemein. Letztes Jahr konnte ich leider nicht damit fahren, was nun aber endlich nachgeholt wurde, da er nicht nur zur Erkundung der Stadt verhalf, sondern auch als nützliches Verkehrsmittel von uns genommen wurde. Ich kann gar nicht zählen, wie häufig wir ein- und wieder ausstiegen – vor allem als es am Abreisetag geregnet hat, wie bescheuert, waren wir mehr als dankbar, mit dem Bus und nicht zu Fuß von A nach B zu kommen. Wer das volle Programm mit Sightseeingtouren, Museumsbesuchen und Co. absolvieren möchte, dem empfehle ich zudem die StockholmCard wärmstens. Sie beinhaltet unfassbar viele Attraktionen, sodass sie sich durchaus rentiert.

Uber statt Shuttle.

Ehe ich euch weiter berichte, wie sehr wir uns (erneut) in diese Stadt verliebten, wollte ich euch noch einen kleinen Tipp an die Hand geben – vor allem für diejenigen, die zum Hafen müssen und eigentlich auf den Shuttle angewiesen sind. Dummerweise fährt der Shuttle leider nur bis zum frühen Mittag, was reichlich dämlich ist, wenn man erst gegen Abend ablegt und auch erst sehr knapp vorher aufs Schiff darf. Da wir uns nicht den Tag durch Warten im Hafen versauen lassen wollten, schauten wir nach Uber-Taxen und siehe da – es gibt in Stockholm ein reiches Angebot an Fahrern und der Preis vom Hauptbahnhof zum Hafen war nicht einmal höher als der, den wir beim Shuttle hätten bezahlen müssen. Es lohnt sich also auch auf solche Angebote zu achten und zurückzugreifen.

Ticketautomaten.

Und da wir gerade beim Nutzen der verschiedensten Verkehrsmittel sind, möchte ich allen Bahnfahrern noch den Tipp geben, dass ihr euer Einzelfahrtticket, das ihr am Schalter zieht, in beide Richtungen innerhalb von zwei Stunden nutzen könnt. Dummerweise gibt es keinen QR-Code oder ähnliches, so dass ihr es kurz am Schalter vorzeigen müsst, um durch die Schranke zu kommen, aber das klappt ohne Probleme und geht ruckizucki.

What to see.

Neben der Verwendung der Sightseeing-Busse, die wir durch die StockholmCard uneingeschränkt nutzen konnten, wollten wir auch noch ein paar Museen und dergleichen begutachten, um so auch noch einiges mehr von der Stadt zu erfahren als nur ziellos durch die Straßen zu wandeln. Bedenkt dabei bitte, dass wir eben durch die Card keinen Eintritt gezahlt haben (jedenfalls nicht direkt vor Ort).

Credit by Diandra.
  • Ericsson Globe // SkyView: Der Ericsson Globe bzw. die Arena ist eine Veranstaltungshalle, die unfassbar riesig ist und in der regelmäßig die verschiedensten Events stattfinden. Glücklicherweise befand sich unser Hotel direkt nebenan, so dass wir keine zwei Minuten dorthin brauchten. Warum wir überhaupt hin wollten? Na, man kann nämlich mit einer außen angebrachten Kugel – dem SkyView – bis hoch aufs Dach fahren und somit einen 360° Blick über Stockholm bekommen. Leider war es bei uns sehr diesig und es schneite vereinzelt, so dass eine klare und vor allem weite Sicht leider nicht möglich war. Bei gutem Wetter jedoch, stelle ich mir den Ausblick hervorragend vor! Allerdings nichts für schwache Nerven, denn auch ich habe mich ordentlich vor Höhenangst nass gemacht.
  • Vasa-Museum: Wer jetzt zunächst an Knäckebrot denkt, hat sich tief geschnitten, denn Vasa ist nichts zum Essen, sondern weltweit das einzig erhaltene Schiff aus dem 17. jahrhundert. Imposant, gar bombastisch muss sie einst als Kriegsschiff seine Betrachter beeindruckt haben – doch leider nicht lange. Denn schon 15 Minuten, nachdem sie in See stach, war ihre Reise zu Ende – sie sank. Aus dem Hafen kam sie also nie wirklich und riss dabei noch 30 bis 50 Personen in den Tod. Ein Besuch ist das Museum in jedem Falle wert, da dieses Schiff einen mehr als staunen lässt. So riesig, so wundervoll verziert und zu 95% mit Originalteilen ausgestattet.
  • Nordisches Museum: Schon im letzten Jahr habe ich dieses prachtvolle Gebäude von Außen bewundert und nun konnte ich endlich hinein und durch all seine Gänge laufen. Ihr seid interessiert am Leben und der Geschichte Stockholms und Schwedens insgesamt? Dann seid ihr hier genau richtig. Ihr findet viele verschiedene Ausstellungen und Themenbereiche, wie Wohnen, Mode, Kunst, Spielzeug und etliche andere Aspekte verschiedenster Volksgruppen Schwedens.
  • Winterbootstour: Bootstouren gehen nur im Sommer? Pustekuchen, trotz Schneeregen sind auch wir in See getochen – naja, nicht aufs offene Meer, aber doch immerhin knapp zwei Stunden lang entlang der Ufer. Eine schöne Gelegenheit die kleinen Inseln Fjäderholmana und Stockholm selbst aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

FunFacts.

Wusstet ihr, dass Stockholm teilweise auf Müll erbaut wurde, um die Insel zu vergrößern und deshalb viele Gebäude in Wassernähe schief stehen? Oder wusstet ihr, dass die Grundschule in Schweden vom 7. bis zum 16. Lebensjahr geht, sodass bis ins Jugendalter die Ausbildung auf dem gleichen Stand ist (sein sollte)?

Und ja, ich verspreche auch dieses Mal wiederzukommen, denn ich habe noch längst nicht alles gesehen!

Was würdet ihr unbedingt mal in Stockholm erleben wollen?

*Lieben Dank an Tallink Silja Line für die tolle Unterstützung bei der Reise.

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