MoToBe: Welche Literatur nahm mir die Sorgen.

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Wenn man das erste Mal schwanger ist, hat man plötzlich ein gigantisches Fragezeichen über dem Kopf schweben. Jedenfalls war es bei mir so. Was darf ich essen und was nicht? Schade ich gerade meinem Kind, weil ich mich zu sehr aufrege? Ab wann spüre ich es überhaupt und ist die Entwicklung so richtig? Diese und noch unzählige Fragen mehr stellte ich mir – Tag für Tag. Die erste Zeit war sorgenreicher als die letzten zehn Jahre meines Lebens.

Don’t google with Kugel – Ein Satz aus einem Magazin mit viel Wahrheit.

Vor jedem Essen wurde gegooglet und nochmal gegooglet. Mal wurde einem die Angst und das schlechte Gewissen genommen, mal wurde es verstärkt. Ich wäre beispielsweise nie wegen eines Insektenstiches zum Arzt gerannt. Doch jetzt, da ich ja die Verantwortung für zwei Leben trage und Dr. Google die panischmachendsten Antworten parat hielt, bin ich am nächsten Tag sofort zum Onkel Doc gestiefelt. Glücklicherweise nahm sie es mit etwas Humor und versicherte mir auch, dass man lieber einmal zu oft als zu wenig vorbeischauen sollte und sich selbst damit die Angst nimmt, doch konnte ich das belustigte Augenrollen nicht völlig ignorioeren ^^. Ich kann euch nur raten, schaut so wenig wie möglich bei Google vorbei, jedenfalls in medizinischen Dingen. Es werden euch tausend Antworten und somit tausend verschiedene Meinungen um die Ohren gehauen, die einen im wahrsten Sinne des Wortes durchdrehen lassen.

Einmal tief durchatmen.

Gewiss gibt es auch werdende Mütter, die sich beinahe nichts bei irgendetwas denken und alles ganz entspannt angehen. Sie essen, worauf sie lustig sind und auch ändert sich der Lebenstandard so gut wie gar nicht. Bin ich mittlerweile auch um Längen entspannter, muss ich mich dennoch immer wieder selbst beruhigen und mir sagen, dass ich ganz intuitiv das Richtige tue und das kleine Würmchen schon gut genug geschützt ist. Trotzdem möchte man ja immer nur das Beste für sein Baby und das in absolut allen Belangen…

Sicher ist sicher oder nur sicher übertrieben?

Was noch ganz schlimm bei mir ist, ist das neurotische Händewäsche und das penetrante ja fast schon misshandelnde Reinigen von Obst und Gemüse. Gut, ich war vorher schon etwas penibel, was das angeht, da ich mich sonst schnell ekel, aber seit der Schwangerschaft wird im Akkord die Handwäsche betrieben und alles Gemüse und Co. mit einer Hartnäckigkeit abgewaschen, abgerubbelt und geschrubbt, was meine Kraft nur hergibt.  Und auch einige Reisen sagte ich ab, da ich den Stress des Fliegens nicht als Risiko nehmen wollte. Zwar beruhigte mich meine Ärztin, dass es kein Problem sei, doch weiß ich von mir, dass Flugreisen immer einen enormen Stress in mir auslösen, was sich mit ein wenig Flugangst dann schon zu einer fiesen Mischung kombinieren lässt. Auch wenn ich also fliegen dürfte, wollte ich diesen Stresspegel weder mir noch dem Würmchen antun, wenngleich natürlich auch Wehmut dabei war, als ich so tolle Ziele absagen musste – aber sicher ist sicher.

Eine Leseempfehlung – Wir sind schwanger. Marina Fogle.

Da ich es ja aber auch analog unwahrscheinlich liebe, mich zu informieren, bestellte ich mir zwei Bücher. Die Auswahl fand zunächst aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes, sprich dem Cover, und dem Titel statt. Beide waren eine gute Wahl, wenngleich sie sich doch ein wenig unterscheiden. Mein absoluter Favorit ist das Buch Wir sind schwanger* von Marina Fogle. Allein diese wunderschönen Illustrationen, die Gestaltung und Aufteilung und, hach, einfach das gesamte Paket machen es zur hellen Freude darin zu schmökern, alles über die Entwicklung des Babies zu erfahren und für sich selbst auch den einen oder anderen Rat mitzunehmen. Neben den üblichen Tipps und Infos, in welchem Entwicklungsstadium das Baby an Tag x ist, findet man auch allerhand Checklisten für die Erstaustattung und einen Leitfaden für das erste Jahr nach der Geburt. Man wrid also über die Schwangerschaft hinaus begleitet, was bei vielen anderen Büchern nicht der Fall ist. Eine absolute Empfehlung meinerseits!

Eine Leseempfehlung – Oje, ich wachse. Schwangerschaft – Was Eltern wissen wollen von Frans X. Plooji und Xaviera Plas.

Das andere Buch enthält von den Informationen her eigentlich so ziemlich das gleiche. Doch weiß ich genau, dass es Menschen gibt, die all den Schnickschnack und das Bunte nicht so sehr mögen, weshalb dieses Buch dann vielleicht besser wäre. Es ist schön aufgeteilt und auch liebevoll gestaltet, doch im Gesamten sehr viel nüchternen und cleaner. Die Rede ist von Oje, ich wachse. Schwangerschaft – Was Eltern wissen wollen* von Frans X. Plooji und Xaviera Plas. Kurz und gezielt sind die verschiedenenThemen aufgelistet und kommen eben ohne all das Schnickschnack aus. Hier und dort berichtet die Autorin dann aus ihren Erfahrungen während ihrer Schwangerschaft, was das ganze noch ein wenig auflockert.

Worüber habt ihr euch ständig Sorgen gemacht?

*Rezensionsexemplare

1 Comment

  • Hey, dadurch, dass meine Mama Hebamme ist, habe ich, obwohl ich keine Kinder habe, sehr viel mitbekommen. Es ist sehr viel worüber sich werdende Eltern so Gedanken machen. Ihr schafft das, folgt oftmals auch eurem Instinkt!
    Liebe Grüße an dich!

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