Lifestyle: Das erste Mal mit dem Partner in eine gemeinsame Wohnung ziehen.

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Wenn man zwölf Jahre zusammen ist und immer noch nicht zusammenwohnt, würde ich fast  behaupten, dass es mal langsam an der Zeit wäre, dies zu ändern. Natürlich sieht jedes Beziehungskonzept anders aus und so lange es für beide klappt, ist ja auch alles tutti. Doch für mich war es nun mehr als fünf vor zwölf und in Anbetracht dessen, dass Herr T. und ich nun ja auch unser Wunschbaby erwarten, konnte der Wohnungsmarkt intensiv erforscht werden.

Der Wohnungsmarkt ist ‘ne Bitch.

Ganz ehrlich, ich hätte am liebsten ein anderes Wort als Bitch verwendet, allerdings wäre das dann einen Ticken zu hart gewesen und man versucht ja irgendwo doch die Kontenance zu wahren. Wie gesagt, man versucht es ^^. Über ein Jahr haben wir gesucht, gesucht und gesucht. Das, was man so auf dem Markt findet, ist jedoch teilweise der letzte Scheiss – sorry. Wohnungen, die eher Rattenlöchern ähneln und trotzdem eine Miete eines halben Palastes haben, über winzige Kammern am Poppes der Welt hinzu natürlich auch Traumwohnungen, die jedoch in diesem Leben sicherlich nicht mehr finanzierbar sind. Was war das für ein Elend – so deprimierend und nervenaufreibend, wie kaum etwas. Und wenn man dann auch noch sagt, dass man selbstsändig tätig ist, ist es zumeist nach einem kurzen Stirnrunzeln eh aus.

Was war uns wichtig.

Die eigenen Ansprüche zu erfüllen, ist schon nicht immer so einfach. Wenn man sich dann aber zu zweit einigen muss und dabei auch noch auf andere Dinge den Fokus legt, kann es schon einmal hitzig in den Diskussionen werden und dramatisch bei der Suche. Mir persönlich ist es wichtig, dass bei mir eine Wohnung sofort das Gefühl von Zuhause schafft. Ich muss einen Raum betreten und wissen, das ist mein Heim. Außerdem ich stehe ich total auf schöne Böden, Stuck und Co., wobei ich mich da aber auch (rein aus der Not heraus) etwas zurückgehalten habe. Ganz wichtig ist mir allerdings, dass die Wohnung einen Balkon, eine Terrasse oder ähnliches vorzuweisen hat. Da ich von Zuhause aus arbeite, brauch ich einfach die Möglichkeit, mich wann immer mir danach ist, nach draußen zu begeben, um Luft zu schnappen und zwar in Gammelklamotten und innerhalb meiner eigenen Wohlfühlzone. Herr T. war es aber besonders wichtig, dass sein Arbeistweg, den er mit der Bahn bestreiten muss, möglichst kurz ist – super Einfall, Herr Faulpelz! Dies in Kombination aus begrenztem Budget und einer gewissen Zimmeranzahl war schon extrem knifflig.

Im Sommer war dann die Traumwohnung – weg.

Im Sommer letzten Jahres hatte ich dann meine Traumwohnung gefunden. Echtholzparkett, Balkon zm Hof hinaus, fünf Zimmer, eine wundervolle Küche, zwei Toiletten, ein Wannenbad, Stuck , Flügeltüren – einfach alles, was das Herz begehrt und noch mehr und das ganze dann auch noch zu einem Preis, der mehr als unschlagbar war. Kamen wir zwar unter die letzten Drei, hieß am Ende dann allerdings doch – leider nein, leider gar nicht. Was habe ich innerlich viele Tränen vergoßen (und auch äußerlich). Herr T. war allerdings froh, da ein Echtholzboden ja gar nicht ginge, die Flügeltür mit Buntglas ja fürchterlich sei und er anscheinend überhaupt keinen Geschmack besitzt ^^. Aber aufregen muss ich mich ja glücklicherweise nicht mehr darüber.

Unsere erste gemeinsame Wohnung.

Immerhin haben wir ja dann einen Tag vor Silvester den Vertrag für unsere gemeinsame Wohnung unterschrieben. Eine schöne Maisonette-Wohnung direkt in der Stadt, sodass Herr Faulpelz einen relativ kurzen Weg hat und ich zudem auch schnell und vor allem zu Fuß überall sein kann. Zwar hat die Wohnung mindestens ein Zimmer zu wenig, was bedeutet, dass es mehr als knapp wird, wenn Kind Nr. 2 auf dem Plan steht, aber man soll ja bekanntlich erst einen Fuß vor den anderen setzen. Im Februar ist es dann soweit und wir beziehen unser trautes Heim – natürlich werde ich so einige Posts darüber bringen – macht euch also auf einiges gefasst ^^. Ich kann euch aber sagen, dass mir ordentlich die Muffe geht. Es ist aj nicht nur mein erster Umzug in meinem ganzen Leben – ja Schande über mein Haupt – sondern auch da erste Mal gemeinsam mit meinem Liebsten, was ja ebenfalls so einige Herausforderungen mit sich bringen könnte. Eine Wochenendbeziehung ist eben etwas anderes als der eiskalte Alltag. Und dann noch der Gedanke, dass ich bald ein kleines Würmchen darin großziehen muss – aaah, aber wie gesagt, ein Fuß vor den anderen und so ne…

Ein wenig Angst spielt da schon mit…

Wovor ich momentan am meisten Angst habe, ist der Umzug selbst. Es ist unfassbar, wie viel Zeug man die ganzen Jahre angesammelt hat und von wie wenig man sich dann doch trennen kann. Ich habe schon einige Bücher, Schuhe und andere Kleidunsgstücke aussortiert, die ich entweder verschenken oder verkaufen werde und doch ist einfach noch viel zu viel vorhanden. Ich glaube, Herr T. wird mich erschlagen, wenn er all die Kartons sieht. Wenn da nur nicht diese Gedanken wären, wie: Das könntest Du noch gebrauchen, damit verbindest Du eine schöne Vergangenheit, irgendwann passt Du da wiederrein (auch, wenn Du von Anfang an nicht reingepasst hast…) und so weiter. Ich beneide all die Menschen, die eiskalt kurzen Prozess machen können und ohne einen Wimpernschlag Dinge weggeben – wäre ich doch nur mal so. Da unsere neue Wohnung allerdings auch nur einen recht begrenzten Platz zur Verfügung hat, muss ich mich einfach zusammenreißen – aaah. Wer Tipps hat, wie man sich besser von Sachen trennen kann, darf er mir diese gerne unbedingt verraten. Und was mich dann im Nachhinein auch etwas belastet, ist die Frage, ob wir gut auskommen, also miteinander. Wir sind zwar zwölf Jahre zusammen, aber ist es halt wirklich etwas ganz anderes, wenn man sich sonst beinahe nur am Wochenende sieht. Ich hoffe inständig, dass wir uns nicht wegen absolut unnützem Zeug streiten werden.

Wie schafft ihr es, regelmäßig auszusortieren und wieder Luft für mehr Raum zu schaffen?

4 Comments

    • Liebe Milli,

      aber hallo! Herr T. bekommt jetzt schon Schweißperlen, wenn er an meine Sachen denkt, weshalb ich wirklich nicht drumherum kommen werde, einiges auszusorteiren und eigentlich befreit es ja wirklich ;D
      Allerliebsten Dank Dir!

      Allerliebst
      Sylvi

  • Hey, ich freue mich, dass ihr endlich eine Wohnung gefunden habt!
    Als ich damals den Schritt wagte, hatte ich nicht mehr als mein “Kinderzimmer” und wir haben uns noch Möbel schenken lassen, weil das Geld knapp war. Da war wenig mit Aussortieren, eher das dazu Sortieren war der Problem :P.
    Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche!

    • Meine Liebe,

      tausend Dank Dir! Ich bin auch überglücklich!!
      Im Grunde habe ich ja auch ‘nur’ mein Jugendzimmer, allerdings liebe ich meine Möbel 😉 Und das SChlimmste sind vor allem meine Kleidungsstücke und Bücher – wie konnte es nur so viel werden?!

      Allerliebst
      Sylvi

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