Lifestyle: Meine Serienhighlights im Januar 2018.

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Das Jahr ist erst ein paar Tage alt, doch habe ich hier schon einige Serienhighlights, die ihr euch gemütlich und mit viel Vergnügen anschauen könnt. Einige habe ich sogar an einem Abend durchgeschaut, andere kommen immer wieder auf den Plan. Ich wünsche euch viel Freude und bin gespannt, welche ihr ebenfalls schon gesehen habt!

The Sinner:

Die Story: Cora Tannetti wirkt von Anfang an etwas neben der Spur. Die von Jessica Biel gespielte junge Frau bewegt sich durch ihren Alltag, als würde sie schlafwandeln, bleibt selbst im Umgang mit ihrem kleinen Sohn seltsam distanziert – oder wenn ihr Ehemann Mason (Christopher Abbott) meint, es wäre doch mal wieder Zeit für Sex. Ein Nachmittag am Badesee führt schließlich zur Katastrophe: Zuerst will Cora sich auf den Boden des Sees hinabsinken lassen und gar nicht mehr auftauchen. Das überlegt sie sich dann zwar noch mal anders, aber ein sich sehr freizügig neckendes junges Liebespärchen am Strand, wenige Meter von der Decke entfernt, auf der sich Cora mit ihrer Familie hingesetzt hat, ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Ohne jegliche Vorwarnung steht die junge Mutter auf, nimmt ein Küchenmesser mit, mit dem sie eben noch Obst geschält hat, und sticht es dem Strandnachbarn in den Hals. Ehe der verstehen kann, was mit ihm geschieht, sticht sie noch mehrmals zu, in verschiedene Körperstellen, bevor Mason sie überwältigen kann. Der junge Mann stirbt vor Ort an seinen Verletzungen, Cora wird verhaftet. – Marcus Kirzynowski

Die Serie, The Sinner, die ja eigentlich nach einem deutschen Krimi nachempfunden wurde, hatte mich von Anfang an gereizt und schon nach den ersten Sekunden des Trailers stand fest, dass sie dringend geschaut werden musste. An zwei längeren Abenden haben Herr T. und ich uns dann dran gemacht und eine Folge nach der anderen gesuchtet – anders kann man das nicht nennen. Am Anfang denkt man, den absoluten Überblick zu haben und doch wird immer wieder alles umgeworfen, neu geordnet, andere Menschen verdächtigt und eh die ganze Situation eiskalt hinterfragt. Klingt das vielleicht etwas mühsam, so haben es die Serienmacher aber gelungen umgesetzt bekommen. Manche Szenen empfand ich persönlich als etwas verstörend und/oder beklemmend, konnte aber dennoch einfach nicht meinen Blick abwenden. Eine mehr als gelungene Serie mit viel Drama, Verzwickungen und dem letztendlichen Bewusstsein, dass alles hätte anders kommen können.

Mindhunter:

Die Story: Die Geschichte spielt im Jahr 1977, in einer Zeit, in der die Kriminalpsychologie noch in den Kinderschuhen steckt, und handelt von den FBI-Agenten Holden Ford und Bill Tench, die sich mit der ausführlichen Befragung von Serienkillern befassen und, indem sie deren Vorgehensweise analysieren, Rückschlüsse auf deren Verhalten ziehen wollen. So hoffen sie, bei der Ermittlung unaufgeklärter Mordfälle zu neuen Erkenntnissen zu gelangen.  – Wikipedia.

Schon Wochen, ehe die Serie anlief, kam der Trailer raus und ich war sofort Feuer und Flamme! Die 70er Jahre in Amerika und das Thema Serienmörder – beides Themen, die mich sofort begeistern. Wenn es nach mir ginge, hätte ich ja am liebsten Psychologie studiert und wäre in die Forensik gegangen – tja, zu blöd, dass das Abi so schlecht ausfiel. Alles, was in irgendeinerweise Serienmörder thematisiert, findet gleich Gefallen. Die Szenerie ist meist immer etwas dunkler und düsterer gehalten – eben so, wie man oder ich mir das Polizeileben in den 70er auf den Straßen Amerikas vorstellen würde, in Zeiten, in dene überall noch geraucht wurde und Männer an der Spitze von absolut allem standen. Interessante Protagonisten, die die Mordaufklärungen des Landes revolutionieren wollen, abgedrehte Mörder und eine verrauchte Atmosphäre zeigen mal wieder, dass Fincher, der ebenfalls der Macher von Sieben und Zodiac ist, sein Handwerk voll und ganz versteht. Absolut empfehlenswert.

The End of the F*****g World:

Die Story: Er ist ein Psychopath. Siebzehn Jahre alt und heisst melodramatischerweise James. James fühlt nichts seit sich seine Mutter vor seinen Augen umgebracht hat. Damals war James sechs. Und seither hat er die Intonation in seiner Stimme verloren. James tötet gerne Tiere. Er liebt es. Vom Schmetterling bis zur Katze. Mit Messer und Genickbruch. Einmal steckte er seine linke Hand in eine Fritöse, nur damit er etwas fühlen kann. James will jetzt etwas Grösseres töten. Jemand grösseres, um genauer zu sein.

Sie ist eine Theatralikerin. Und sie fühlt ganz viel. Viel mehr als die anderen. Zuvorderst stehen Vaterkomplexe. Und wie Teenager-Psychopathen von Gesetzes wegen James heissen müssen, so hören nervige Depro-Revoluzzerinnen auf den Namen Alyssa. Zumindest scheint das in Grossbritannien der Fall zu sein. Der fast schon etwas kitschig-klischierten Kulisse des neuen Netflix-Serienhits «The End of the F***ing World». – Jovin Barrer

Im Mittelpunkt der Handlung steht der 17-jährige James, der glaubt, ein Psychopath zu sein. Das Töten von Tieren ist ihm nicht mehr genug, weshalb er seinen ersten Mord an einem Menschen plant. Da kommt die neue Schülerin Alyssa gerade recht. Während James es also auf sie abgesehen hat, verliebt Alyssa sich in ihn. Alyssa, die bei ihrer Mutter und deren neuem Lebensgefährten keinerlei Anerkennung erfährt, bricht mit James von zuhause aus. Es entwickelt sich eine Verkettung von Ereignissen. Nachdem James, um Alyssa vor einer Vergewaltigung zu bewahren, einen Mann tötet, trennen sich die beiden, finden jedoch schnell wieder zusammen. Sie fliehen zu Alyssas isoliert lebendem Vater, während die Polizei ihnen näher kommt. – Wikipedia

Mir sagte die Serie zunächst gar nichts, aber Herr T. überredete mich gekonnt, sodass wir alle Foglen (a 20 min.) an einem Abend durchschauten. Ich muss zugeben, ich erwartete etwas vollkommen anderes – eher etwas im Stil von The Last Man on Earth. Doch The End of the F*****g World hat mich dann doch aus ganz anderen Gründen gepackt und irgendwie auch extrem getriggert. Eine Mischung aus Drama und Komödie, die sich mit zwei Teenies aus England beschäftigt, die beide ihr eigenes Päckchen zu tragen haben und mehr oder weniger dadurch zusammenfinden. Die Entwicklung beider ‘gestörten’ Kids zu sehen, die ohne es zu wissen, einfach nur Halt und Zuneigung suchen, verlangt nach mehr, sodass ein Serienmarathon der recht kurzen ersten Staffel wohl bei niemandem ausbleibt. Die zwei Protagonisten, die ihre Rollen perfekt umsetzen, schaffen trotz ihrer oder vielleicht gerade wegen ihrer Verkorkstheit so viel Sympathie, dass ich die Serie geradezu empfehlen muss – etwas düster und doch humoristisch, nostalgisch und abgedreht.

Was schaut ihr gerade?

4 Comments

  • Hallo Sylvi,

    ich habe deinen Beitrag eben in einer FB-Gruppe entdeckt und musste einfach vorbeischauen, da ich eine große Serien-Liebhaberin und immer dankbar für Serien-Empfehlungen bin! 🙂

    „The Sinner“ habe ich bereits gesehen und war auch total begeistert von der Serie. Sie hat mich von der ersten Folge an gefesselt und ich habe sie fast an einem Abend ganz durchgeschaut (irgendwann musste ich leider schlafen :D). Jedenfalls habe ich seit langem keine Serie mehr gesehen, die so dermaßen spannend war – und das von der ersten bis zur letzten Folge. Sie ist schon wirklich düster und teilweise wirklich verstörend und beklemmend, aber man kann einfach nicht wegschauen und muss immer weitergucken. Jessica Biel fand ich übrigens auch super in der Rolle!

    Liebe Grüße
    Irina

    • Liebe Irina,

      oh wie toll, dass Du den Weg hierher gefunden hast!
      Ich gebe Dir vollkommen Recht mit The Sinner und fand auch, dass Jessica Biel ihren Job durch und durch gelungen umgesetzt hat! Ich hatte ja meine Zweifel am Anfang, aber die wurden schnell überworfen!

      Allerliebst
      Sylvi

  • Wir haben jetzt eben erst ‘Dark’ beendet. Auch sehr empfehlenswert!
    Momentan geht’s dann mit ‘Vikings’ weiter… Das bewegt sich aber sehr langsam voran, weil jede Woche nur eine neue Folge dazu kommt. Mal sehen was wir sonst noch so in Angriff nehmen 🙂
    Viele Grüße, Yvonne

    • Liebe Yvonne,

      Dark hatten wir auch begonnen und an sich ist sie wirklich gut gemacht, vor allem für deutsche Verhältnisse, wenn man das malso sagen darf. So richtig gepackt hat sie mich aber nicht, weshalb wir nur bis zur dritten oder vierten Folge kamen 😀
      Und Vikings kann ich nicht schauen, was wohl an meiner Berufskrankheit liegt ;D – zu viele fachliche Fehler für eine Serie, die für scih den Anspruch hat authentisch zu sein ;).

      Allerliebst
      Sylvi

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