MoToBe: Erste Anzeichen und andere Wehwechen in der Schwangerschaft.

Vor mittlerweile schon fünf Monaten schrieb ich im Artikel Alles steht Kopf darüber, welche ersten Anzeichen es bei einer möglichen Schwangerschaft gäbe, wohlwissend und doch euch noch verschweigend, dass ich bereits schwanger war. Nun bin ich im Ende des sechsten (!) Monats und dachte mir, es wäre doch ganz interessant einmal rückblickend zu erfassen, welche ersten Anzeichen ich für mich rekapitulieren kann und welche Wehwehchen so in den letzten Wochen und Monaten über mich hereinprasselten.

Erste Anzeichen – Das konnte nicht ignoriert werden.

Wenn ich so an die Anfangszeit zurückdenke, was ehrlich gesagt nicht ganz so einfach ist, da sich mein Gehirn samt aller Fähigkeiten so allmählich verabschiedet – übrigens auch eine ‘Nebenwirkung’ – muss ich feststellen, dass ich doch so ziemlich als Vorbildschwangere gelte. Mal von dem Ausbleiben der Mens, was wohl das klarste Zeichen war, abgesehen, waren vor allem die ersten Wochen mit starkem Schwindel, sowie Rücken- und Unterleibschmerzen verbunden. Es ist wahrlich nicht so schön, wenn man sich trotz des Ausbleibens der Mens so fühlt als wäre man voll und ganz im Zyklus und gefühlte tausend Tode stirbt und das auch noch über Wochen und nicht nur ein paar Tage. Natürlich wusste ich zudem Zeitpunkt schon, dass ich schwanger war, weshalb es quasi keine Vorboten im eigentlichen Sinne, sondern eher eine Bestätigung dessen, was mir der Test bereits prophezeihte, waren. Hätte ich jedoch nichts von der Schwangerschaft gewusst, hätte ich es auch nicht ignorieren können. Ich mein, jeder Körper ist natürlich anders und während einige Frauen nichts spüren und eine Bilderbuchschwangerschaft durchleben, wäre ich reichlich dämlich gewesen, solche Symptome vollends außer Acht zu lassen. Spätestens bei der Übelkeit, die mich beinahe drei Monate plagte, in den Wahnsinn trieb und dazu führte, dass ich einige Kilos verlor, wäre auch mir ein Licht aufgegangen ^^. Man sagt ja immer, dass man als Schwangere häufig auf die Toilette muss. Jedoch war mir nicht klar, dass es vor allem auch in den ersten Wochen der Fall ist und nicht erst dann, wenn das Baby Tango auf der Blase tanzt. Durch den veränderten Hormonspiegel, der sich, nun wohlwissend, auch auf die Harntätigkeit auswirkt, gab es anfänglich keine Nacht mehr, die ich durchschlief, da ich gefühlt ständig pieseln musste.

Und da wären dann auch noch die anderen Wehwehchen.

Waren die ersten drei Monaten des Horrors durchlaufen, so berichtete ich ja schon einmal, war das Schlimmste überstanden. Ich konnte wieder normal essen, war nicht mehr so anstriebslos, wenngleich ich sagen muss, dass ich schon im Arbeiten insgesamt langsamer geworden bin und fühlte mich auch so sehr viel besser. Die Schwangerschaft fing an mir zu gefallen, die leichten Depressionen verschwanden bis auf den einen oder anderen Panikmoment bis heute ^^ und ich konnte es kaum abwarten bis man es richtig sah und ich es vor allem auch fühlte. Doch auch jetzt gibt es immer wieder kleine Wehwehchen, die einem gehörig auf die Nüsse gehen können, wenn es auch Jammern auf höchstem Niveau ist. Zum Beispiel der Busen. Dachte ich, dass man am Anfang der Schwangerschaft ein leichtes Ziehen und Spannen bemerkt, so kam das erst ab dem vierten, fast fünften Monat. Doch das Spannen ist gar nicht so wild, jedenfalls ebei mir nicht. Was ich sehr viel schlimmer finde, ist das Schmerzen der Brustwarzen. Leckomio, wie ein Windhauch bereits ein Zwiebeln verursachen kann, ist unglaublich. Und daran soll ich bald mein Kind nähren? Also, ich stelle mich bereits auf einige Tränen meinerseits ein ^^. Ein Wehwehchen, das ich nicht direkt spüre, was mich dennoch nervt, ist mein Eisenmangel, gegen den ich nun Tabletten schlucke, die wie Kleber schmecken. Direkt oder bewusst habe ich den Mangel zwar nicht gespürt, aber ich finde das Einnehmen von Medikamenten jeglicher Form immer tierisch lästig und bin froh, wenn sich das wieder eingependelt hat – ja, ich weiß,  #FirstWorldProblems.

Ich bin so glücklich. Ne, warte. Doch nicht. Oder doch? Stimmungsschwankungen sind kacke.

Was fühlte ich mich übermäßig beglückt, weil ich in den ganzen sechs Monaten keine Stimmungsschwankungen hatte, die ich nicht eh schon immer hin und wieder vorweisen durfte. Doch dann kam das letzte Wochenende und ich kann euch sagen, ich hätte mich am liebsten selbst geohrfeigt. Am Morgen war ich so voller Euphorie, dass ich all die Aufregung und Glücksgefühle nicht in mir behalten konnte und himmelhoch jauchzend durch die Zimmer sprang – ja, das ist wortwörtlich gemeint. Und was ist nur wenige Stunden später? Ich sitze heulend und schluchzend auf der Couch. Der Grund dafür? Tja, es gab keinen. Es fing einfach so an und hörte partout nicht auf. Über Stunden. Gott, was ging ich mir selbst auf die Nerven. Glücklicherweise war Herr T. sehr einfühlsam und sprach mir Mut zu, dass das doch überhaupt nicht schlimm und ganz normal wäre. Sehr goldig wie ich finde, was einen erneuten Schwall an Tränen, Schnodder und Geflenne hervorbrachte. Tja, da seid ihr nun, ungeliebte Hormonschwankungen. Auch lustig sind die Fressattacken, die ich seitdem habe. Nicht. Wusstet ihr, dass Schaumküsse, gefüllt mit Himbeersauce, ein fabelhaftes Frühstück darstellen? Nicht? Also mein Gemüt sagt just in diesem Moment etwas anderes ^^. Ob mein aufgedunsenes Gesicht nun daherkommt, weil ich plötzlich zulege (u.a. solchen Frühstücksgelüsten geschuldet) und es sich einfach unfair verteilt oder weil die Wassereinlagerungen ein Arsch sind und sich dort zuerst breit machen, kann ich so gar nicht sagen. Das Mondgesicht mag ich aber so oder so nicht sonderlich…

Da seid ihr ja wieder… Harndrang, Rücken und Co.

Übrigens, das mit dem Harndrang kommt wieder. Nämlich genau seit dem Beginn des sechsten Monats. Du warst gerade erst auf der Toilette? Macht nichts. Stell Dich darauf ein, dass Du gleich wieder hinläufst. Zuhause ist das ja kein Problem, aber wenn Du unterwegs bist, kann das schon so manch brenzliche Situation hervorrufen. Ein weiteres Wehwehchen, was sich jetzt jedoch anders anfühlt, ist der Rückenschmerz. Zu Beginn fühlte es sich an als hätte man eine Nierenentzündung, doch nun geht es eher in den Hexenschuss über. Vor allem das auf dem Rückenliegen, kann nie länger als zehn Minuten durchgeführt werden ohne plötzlich von ekelhaften Rückenschmerzen begleitet zu werden. Vor allem, wenn man sich im Schalf auf den Rücken dreht und es nicht bemerkt, ist das Aufwachen eher unsexy und das auf die Seiterollen gleicht eher einer 80 aJahre alten Plantschkuh, denn einer jungen Frau. Achja, das mit der jungen Frau… Sehe ich zwar noch aus wie 18, trotz meiner mittlerweile 30 Jahren, fühle ich mich eher wie meine eigene Uroma. Das Aufstehen von egal wo, das zur Seite rollen im Bett und teilweise auch das Gehen, geht jedes Mal mit einem Schnaufen, Ächzen und recht unbeholfenen und merkwürdigen Bewegungen einher. Ich mein, mein Bauch ist ja noch recht goldig klein, aber wie soll das erst werden, wenn ich ein richtiges Fass vor mir herschleppe? Darf Herr T. mir dann mit einem Kran helfen?!

Also das mit sich attraktiv fühlen, haken wir mal ab.

Dann kann er mir auch direkt einmal Sachen damit vom Boden aufheben, denn bücken oder sich auf den Rücksitz eines Autos mit nur zwei Türen zu quetschen ist mittlerweile alles andere als einfach oder gar angenehm. Da muss man schon einmal erfinderisch werden… Um auch nochmal auf die Nächte zusprechen zu kommen, kann ich euch nun schon vor einschlafenden Beinen ‘warnen’. Ich muss mich wie eine Bratwurst regelmäßig von einer Seite auf die andere drehen, da sonst meine Beine einschlafen oder sonst wie schmerzen. Ist die Nacht aber erst einmal überstanden, weckt einen die verstopfte Nase, die sich auch gleich darauf mit einem Schwall Nasenbluten befreit – jeden Morgen. Immer. Und dann wären da noch Mr. Schweiß und Dr. Ausschlag. Schon einmal ganz ruhig auf der Couch gelegen und plötzlich den Schweißausbruch des Lebens gehabt? Also, ich mein so richtig? An Händen und Füßen? Sexy ist wahrlich anders, aber das mit dem sich attraktiv fühlen, hat sich ja schon einige Zeilen vorher verabschiedet ^^. Hinzu kommt dann bei mir noch ein kleiner Ausschlag am rechten Arm, der einfach nicht weggehen will, egal, was ich tue oder eben nicht.

Man darf trotz all des Glückes einer Schwangerschaft auch hin und weider Jammern.

Und trotz all des Gejammers hier, soll es kein ‘Schwangerschaft ist so doof – Mimimi’ Post werden. Nicht im eigentlichen Sinne jedenfalls. Denn eigentlich ist die Schwangerschaft ganz schön spannend, aufregend, amüsant, wundervoll und überwältigend. Doch finde ich es immer wieder interessant zu sehen und bei anderen zu lesen, wie sich der Körper doch verändert und dass es trotz all der wunderschönen Momente auch echt richtig lästige Tage gibt, wo einem einfach alles auf die Nüsse und mehr beschwerlich, denn frohlockend von der Hand geht.

 

 

1 Comment

  • Oh Gott du sprichst mir aus der Seele 🙈😂😂😂 schwanger sein ist soo toll und sooo greepy gleichzeitig!! Ich bin heute 33+0 und freue mich so arg auf den Mutterschutz und gleichzeitig bin ich mega melancholisch und sentimental die Kollegen so lange nicht zu sehen, andererseits habe ich seit Wochen (oder eher Monaten) keinen Elan mehr beim Arbeiten 🙈 das mit den Wadenkrämpfen nachts und dazu ständig aufs Klo rennen müssen ist auch so schlimm 😆 aber die Vorfreude auf die Kleine Maus ist riesig und ich kann es kaum noch erwarten sie zu sehen und sie endlich kuscheln zu können ✨🐣✨

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit der Abgabe meines Kommentars erkläre ich mich mit der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten durch diese Website einverstanden.*
(Dein Name und die E-Mail Adresse werden benötigt, damit ich dich zuordnen kann. Diese Daten werden nur für diesen Zweck gespeichert und auf deinen Wunsch gelöscht. Eine ausführliche Erläuterungen zur Speicherung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten kannst du in meiner Datenschutzerlärung nachlesen.)