Literatur: Meine Lesefavoriten für den Monat April 2018.

Ein neuer Monat ist angebrochen und das bedeutet natürlich auch mal wieder, dass ich euch Bücher vorstelle, die den Weg zu mir fanden. Ich frage mich, wie oft ich das in nächster Zeit noch machen kann oder ob ich ab kommenden Monat dann nur noch komatös meine Tage bewältigen werde bis sich alles eingespielt hat ^^. We will see. Bis dahin wünsche ich euch viel Spaß mit diesen drei Kriminalromanen bzw. Thrillern.

Die Namen der Toten – Sarah Bailey.

Klappentext: Detective Richard Vega fühlt sich wie in einem schlechten Traum, als nahe der südenglischen Kleinstadt Tunbridge Wells die Leiche eines 15-Jährigen gefunden wird. Denn vor sechs Jahren stand er an derselben Stelle schon einmal über die Leiche eines Teenagers gebeugt, der auf dieselbe Weise getötet wurde. Hat Vega damals den Falschen verhaftet? Hat er erneut Schuld auf sich geladen? Denn dies wäre nicht der einzige Tod, der auf seinem Gewissen lastet …

Der Grund für den Griff nach diesem Buch war, wie bei eigentlich fast allen Büchern, das Cover. Es schnappte sich sofort meinen Fokus und ließ meine volle Aufmerksamkeit darauf bündeln. Was man der Autorin lassen muss, ist ihr Schreibstil, der flüssig und angenehm zu lesen daherkommt und einen somit leicht über die Seiten fliegen lässt. Die Kapitel sind für meinen Geschmack teilweise ein wenig zu lang, da ich gerne kurze Abschnitte lese, um dieses Erfolgserlebnis zu haben – das ist aber selbstredend alles immer eigene Empfindungssache. Für schwache Nerven oder sensible Magen kann es jedoch sein, dass dieser Thriller nicht ganz so geeignet ist, da er stellenweise doch recht brutal erscheint. Ich würde sagen, dass dieser Kriminalroman von Sarah Bailey eine solide Lektüre ist und sich als Debüt ihrer Reihe ganz gut macht. Nicht arg fesselnd und mitreißend, aber dennoch in einigen Punkten emotional ergreifend und unterhaltend.

Das Inselhaus – Leonora Christina Skov.

Klappentext: Sieben Menschen, die einander noch nie getroffen haben, werden aus den unterschiedlichsten Gründen zu einem Arbeitsaufenthalt auf eine Insel eingeladen. Wie sich herausstellt: auf eine einsame Insel. In ein Haus aus Glas. Doch warum gerade sie? Und wer ist überhaupt derjenige, der ihnen anonym die Einladung hat zukommen lassen? Wer lässt extra ein Haus für sie bauen? Und warum? Während ihres Aufenthalts geschehen seltsame und unerklärliche Dinge auf der Insel. Immerhin gibt es keine Toten. Zumindest noch nicht …

Der Klappentext hat mich direkt an mehrere Filme erinnert, die eine ähnliche Grundstory hatten, was mich zum einen auf das Buch anspringen ließ, da ich diese Plots sehr spannend finde. Zum anderen hielt es sich aber zunächst dann mit der Vorfreude etwas zurück, da die Skepsis, einfach nur eine Abkupferung der Filme zu lesen, doch prägnant da war. Leider konnte mich dieses Buch auch nicht ganz überzeugen. Das Haus als solches spielte im Endeffekt doch weniger einer Rolle als es der Titel vermuten ließ. Zudem war es häufig bei mir so, dass ich bereits ahnte, wie etwas ablaufen würde ohne überrascht zu werden. Da hätte ich mir persönlich ein paar mehr Kniffe gewünscht und weniger vorausschauendes Handeln. Einzig das Ende holt das ganze noch einmal erfreulicher in den Vordergrund. Wirklich empfehlen würde ich das Buch jetzt nicht direkt, da mir schlichtweg die Spannung fehlte und auch sonst ganz andere Erwartungen geschürt wurden. Richtig schlecht ist es jedoch auch nicht, weshalb ich auch nicht davon abraten würde. Ich weiß, diese Einschätzung war jetzt eher weniger hilfreich ^^.

Summer Girls – Jobien Berkouwer.

Klappentext: Die Profilerin Lot van Dijk wird aus Amsterdam in eine verschlafene Gemeinde auf dem Land versetzt. Die männlichen Kollegen nehmen die junge Frau nicht ernst, und abgesehen von ausgebrochenen Pferden gibt es für die Polizei nur selten etwas zu tun. Doch dann wird in einer Waldhütte nach einem Sturm eine Leiche gefunden. Lot sieht ihre Chance, sich zu behaupten, und erstellt ein Täterprofil. Es weist eindeutig auf einen Serienkiller hin, aber sie wird nur müde belächelt. Bis im Wald ein zweites ermordetes Mädchen gefunden wird. Denn nun liegt es an Lot, den Mörder aufzuhalten, bevor er sein nächstes Opfer findet …

Das Beste kommt zum Schluss sagt man ja immer so schön und heute ist es hier ebenfalls der Fall. Denn dieses Buch hat mich von allen dreien am meisten begeistert und das aus verschiedenen Gründen. Der eine Grund ist der Plot als solches und die Verortung in unser schönes Nachbarland Holland und sogar in eine Gemeinde, wo ich letztes Jahr für ein paar Tage war. Außerdem finde ich die Tatsache, dass die Autorin selbst als Profilerin arbeitet, einen interessanten Punkt, da sie ihre eigenen Erfahrungen, ob bewusst oder unbewusst mit einfließen und es somit realitätsnaher werden lässt. Die Kürze der Kapitel und die sympathische Zeichnung der Protagonistin Lot hatten des Weiteren ebenso eine positive Auswirkung auf meinen Lesespaß. Ein, wie ich finde, wirklich gelungener Thriller, der einem die Nackenhaare teilweise aufstellt und den Atem stocken lässt. Durch und durch spannend mit guten Charakteren und einer zügigen Art und Weise des Erzählens. top!

 

 

*Rezensionsexemplare

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