Lifestyle: Nachhaltigkeit in der Küche. Weg mit dem Plastik. 5 Tipps, wie man auf Plastik verzichten kann und welche Alternativen es gibt. [Werbung]

Es wird. Doch, so langsam wird es wirklich bei uns. Schon vor einiger Zeit hatte ich mir fest vorgenommen, Plastik weitestgehend aus unserem Leben zu verbannen. In einigen Punkten geht es besser, in anderen muss ich noch hart arbeiten, aber wie es ja bekanntermaßen heißt, ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Heute möchte ich euch allerdings gemeinsam mit Wachsling und Rotho.babydesign zeigen, wie wir es in der Küche ziemlich gut schaffen, uns im Alltag auf Alternativen umzustellen. Wenn ihr etwas verändern wollt, dürft ihr niemals vergessen, dass ihr nicht von Anfang an perfekt sein müsst, ja nicht einmal zum Ende hin, aber es ist wichtig, dass begonnen wird und wenn es nur Babyschritte sind. Jeder Weg in ein nachhaltigeres Leben, ist ein Weg in eine gesunde Zukunft. Für uns. Für unsere Kinder. Für alle.

Goodbye Plastikflaschen und Hello Glasflaschen für die Kleinsten und die Großen.

Der Wunsch sich vom Plastik zu entfernen kam vor etwa zwei Jahren auf. Natürlich wollte ich vorher schon der Umwelt zuliebe einige Dinge ändern, doch wie das manchmal so ist, lässt man einige Dinge einfach schleifen und verdrängt es dann kurzer Hand. Durch die erste Schwangerschaft hat sich eben unheimlich viel bei mir verändert – allein schon vom Denkprozess her. Ich hinterfrage Produkte, Situationen und Co. viel mehr und achte vermehrt darauf, dass ich vor allem meinem Sohn etwas Gutes tue. Der Vorteil: Das geht häufig auch mit der Umwelt einher, sodass viele Parteien davon profitieren. Beginnen wir einfach mal mit den Babyflaschen. Natürlich hatte ich am Anfang die klassischen Flaschen für den kleinen Mäusemann – aus Plastik, damit sie nicht kaputt gehen, wenn sie fallen und schlichtweg, weil es sie beinahe ausschließlich eben aus diesem Material in den Drogeriemärkten gibt. Allerdings hat Plastik einige große Nachteile, mal davon abgesehen, dass es natürlich Plastik ist. Dazu verfärbten sich die Flaschen super schnell, egal ob durch die Spülmaschine oder Tee. Das sieht dann nicht nur fies aus, es nimmt mit der Zeit auch Geruch an, sodass Wasser beispielsweise eine fiese Unternote bekommt. Zum anderen sind einige Produkte auch noch mit BPA ‘verunreinigt’ bzw. belastet, was schlimme Folgen für die Zähne haben kann. Die sogenannten Kreidezähne hat mittlerweile jedes dritte Kind und es wird zu einem richtig großen Problem in Deutschland. Bräunliche Flecken und spröde Zähne, die allmählich abbröseln sind nicht nur ein unschöner Anblick, es geht auch auf die zweiten Zähne über, sodass es eben auch gesundheitlich und ästhetisch zu einem Desaster wird. Wir hatten erst den Verdacht, dass der Babyboy Kreidezähne hat, weil er eben auch plötzlich diese Flecken bekam und ihm ein Zahn zweimal abbrach. Hundertprozentig kann es nicht ausgeschlossen werden, allerdings denken wir (inkl. zwei Zahnärzte) mittlerweile, dass es eine Demineralisierung ist, die dadurch zustande kam, weil ich während der Stillzeit ein Antibiotikum nehmen musste, das eben solche schlechten Zähne verursacht. Ich hoffe inständig, dass es nicht auf die Zweiten übergeht, aber das soll heute ja nicht das Thema sein. Jedenfalls haben wir mittlerweile auf Glasflaschen umgestellt (bis auf wenige Ausnahmen, weil sich der kleine Mann nicht trennen kann) und nehmen am liebsten die mit Silikon beschichteten von rotho.babydesign. Sie sehen nicht nur unglaublich schick aus, wenn sie ungünstig auf den Boden fallen, hält das Silikon zudem auch noch alles beisammen. Sie sind somit splittersicher, ABER nicht bruchsicher, das sollte schon beachtet werden! Der Babyboy liebt vor allem den Strohhalmaufsatz, weil er da wie ein Großer ganz cool draus schlürfen kann. Und für nachts ist es auch prima, weil nichts aus der Flasche tropft, wenn er im Liegen einen Schluck Wasser trinkt – was wir teilweise schon für Waterboarding-Situationen hatten mit anderen Flasche, huiuiui ^^. Für unseren Bauchbewohner ist jetzt auch noch eine Flasche mit Wärmesensor eingezogen – ich weiß, das dauert noch, bis das Würmchen aus der Flasche trinkt, aber was da ist, ist da. Und ich bin eben gerne immer schon viiiiel früher vorbereitet als die meisten anderen ^^. Durch den Sensor, wie der Name ja schon sagt, wird die Temperatur angezeigt bzw. angezeigt, ob der Inhalt schon trinkbar oder noch zu heiß ist. Und so einfach ist der erste Faktor Plastik schon aus unserem Alltag gestrichen. Nun gilt also nicht mehr die Aussage bzw. die Sorge, dass die ganz Kleinen sich nachher verletzen könnten, da ja eben die Ummantelung alles beisammen hält, was zusammengehalten werden muss. Und ja, es funktioniert tatsächlich, was ich ‘leider’ aus eigener Erfahrung feststellen durfte. Kein einziger Glassplitter nirgendwo.

Auch die Großen können Glas.

Jawohl, was für den Babyboy und seinen kleinen Bruder gilt, gilt schon seit längerer Zeit für uns Große. Wir sind komplett von Plastikflaschen abgekommen und besorgen unsere Getränke ausschließlich in Glasflaschen. Zum einen ist Glas geschmacksneutraler und umweltfreundlicher, wegen des Materials an sich. Die Mehrweg- bzw. Leihflaschen können zudem wieder voll und ganz neu verwertet bzw. gereinigt und wieder in Gebrauch genommen werden. Wer nicht schleppen kann oder will, kann sich diese auch über entsprechende Lieferdienste schicken lassen. Oder ihr trinkt direkt aus dem Wasserhahn das gute alte Krahnenburger, denn unser Leitungswasser wird sogar noch strenger geprüft als das Trinkwasser aus der Flasche. Schon gewusst? Dadurch spart ihr sogar nicht nur das Schleppen und den Müll, sondern auch bares Geld.

Schluss mit Alufolie und Co. Jetzt sind Bienenwachstücher die Nr. Eins.

Eine weitere Umstellung, die ich etwa Anfang des Jahres vornahm, war das vollkommene Weglassen von Frischhaltefolie und Co. Wirklich gerne benutzt hatte ich sie nie, tat es aber dennoch immer wieder, weil sie eben im Haus war und sie ihren Zweck erfüllte. Manchmal bleibt man eben in seiner Bequemlichkeit hängen. Oft kam aber dann zum Abdecken beispielsweise eher ein Teller auf die Schüssel oder ähnliches. Seit einigen Monaten benutze ich aber unheimlich gerne Bienenwachstücher, wie sie es von Wachsling gibt und die haben es mir besonders angetan. Das absolut Beste, einmal davon abgesehen, dass sie tolle Designs haben? Man kann sie wieder verwenden und reduziert somit noch mehr Müll, da man nicht nur gute Rohstoffe verwendet, die sich super abbauen lassen, sondern auch, weil man sie bis zu 12 Monaten verwenden kann. Einfach mit einem feuchten Tuch auswichen, wenn Bedarf ist und zack wieder euer Obst, Gemüse oder eure Stulle hineinpacken. Wusstet ihr, dass Bienenwachs antiseptisch ist? Außerdem lässt sich das Tuch durch das Wachs in alle erdenklichen Formen biegen, sodass wirklich alles hineingewickelt werden kann. Wachsling selbst verwendet ausschließlich Bienenwachs von Imkern aus der Umgebung, sprich aus dem Rheinkreis Neuss. Das bedeutet, dass hier nicht nur kurze Transportstrecken gewährleistet sind, sondern eben auch die lokalen Imker Unterstützung erfahren. Aber nicht nur das Bienenwachs macht den Wachsling aus, sondern auch die weiteren Zutaten, wie beispielsweise das Kiefernharz, welches ebenfalls aus Deutschland stammt und die antibakterielle Wirkung erzielt, so dass eure Lebensmittel länger haltbar gemacht werden. Als letzte Zutat kommt dann noch Kokosöl hinzu, welches nicht nur genießbar ist und eine antimikrobielle Wirkung erzielt, nein, es hält das Bienenwachs damit auch schön geschmeidig und verhindert somit Bruch. Ihr merkt, ihr tut mit Bienenwachstüchern nicht nur euch, sondern anderen etwas Gutes. Müll wird verhindert, die Lebensmittel bleiben länger frisch und ihr unterstützt sogar lokale Hersteller. Ich finde, das sind mehr als genug Gründe auch hier ein Umdenken walten zu lassen und Plastik in Form von Frischhaltefolie und Co. aus eurem Leben zu verbannen.

Apropos Müllvermeidung und Müll insgesamt… Das richtige Trennen bringt es.

Ja, ich habe mich lange gesträubt. Aus reiner Faulheit heraus habe ich mich lange gedrückt davor, doch einmal das Ganze angestoßen, bin ich nun diejenige, die alle ermahnt, den Müll richtig zu trennen. Restmüll, Plastik, Glas und Papier werden bei uns strikt getrennt und erst seitdem ich es so handhabe, ist mir eigentlich bewusst geworden, wie unglaublich viel Müll wir produzieren. Vor allem Plastikmüll – KATASTROPHE! Allein deshalb achte ich schon immer mehr darauf, Lebensmittel nach Möglichkeit auch im normalen Supermarkt ohne Umverpackung zu kaufen oder eben beispielsweise Glaskonserven und Co. zu nehmen. Es gelingt nicht immer, aber ich gebe mir Mühe. Manchmal schüttelt es mir, wenn ich sehe, was für ein Blödsinn noch einmal extra eingeschweißt wird oder eine Umverpackung insgesamt erhält. Als hätte die Natur nicht extra eine Schale entwickelt – nein, wir müssen das Ganze noch dringend in Müll einschließen. Weil darum. Das Wichtige beim Trennen ist das Trennen selbst natürlich. Informiert euch, falls ihr es nicht wisst, was wohin gehört und trennt die Verpackungen voneinander. Sprich, Joghurtbecher und der Deckel müssen komplett getrennt werden, um ein Beispiel zu nennen. Denn sonst wird es schwierig es in der Müllverarbeitungsanlage zu tun. Ihr merkt, es sind zwei Materialien? TRENNEN! Und wo wir schon gerade beim Einkaufen und Müllvermeidung sind – Nutzt eure eigenen Beutel und Körbchen. Steckt euch überall einen Jutebeutel oder was auch immer ihr nutzen wollt, ein und verwendet diese, statt der Plastikeinkaufstüten. Es gibt auch für Obst und Gemüse mittlerweile in jedem Supermarkt und Discounter entsprechende wiederverwendbare Säckchen, die ihr zum Einkaufen nutzen könnt. Es sind die kleinen Dinge, die am Ende allerdings Großes bewirken.

Adios Plastikdosen and Hello Glasdosen & Steingutbehälter.

Auch Plastikdosen und ähnliches haben weitestgehend schon jetzt keinen Platz mehr bei uns daheim und die wenigen, die wir noch besitzen, werden nun regelmäßig ersetzt bzw. durch Glasdosen und Steingutbüchsen ausgetauscht. Das Praktische an den Glasdosen ist, dass man diese auch direkt in den Ofen stellen kann, wenn man eben etwas vorbereitet hat oder das Essen vom Vortag dort lagerte, um es am nächsten Tag wieder aufzuwärmen. Vorkochen geht ebenfalls so grandios, da man sie gut einfrieren kann und keine Sorge wegen Verfärbungen des Plastik und ähnlichem haben muss. Für trockene Zutaten nehme ich unheimlich gerne schöne Steingutbehälter. Zucker, Mehl, Salz und Co. finden dort einen schicken und dichten Platz, um jederzeit auch auf den Tisch gestellt zu werden oder eben in meiner Nähe beim Kochen zu sein. Dummerweise kaufe ich die Grundzutaten noch viel zu häufig im gewöhnlichen Supermarkt,was bedeutet, dass ich ja dennoch teilweise die Plastikverpackung mitnehme bzw. eben auch Geld dafür bezahle. Wir haben in Krefeld seit gut einem Jahr einen Unverpacktladen und ich will mich endlich nötigen, dort zumindest gewisse Grundnahrungsmittel, wie eben Nudeln, Mehl und dergleichen zu besorgen. Ich hoffe, ich kann mir selbst mal in den Pobbes treten und auf meine eigenen Ratschläge hören. We will see.

Was bringt Dir das alles?

Naja, so einiges, wenn wir mal schauen. Sofern ihr nicht nach dem Motto lebt: Nach mir die Sintflut, bringt es euch und euren Kindern und Kindeskindern eine Menge. Ihr bekommt ein gutes Gefühl, weil ihr schon mit wenig Aufwand Großes bewirkt habt und vielleicht auch andere damit inspiriert, hier und dort einmal umzudenken. Ihr vermeidet Müll, was wiederum der Umwelt gut tut, denn die ist kurz vorm Kollabieren und wir haben eben nur diesen einen Planeten. Wäre ganz schön blöd, wenn man den selbst entsorgen müsste, weil wir zu egoistisch und faul sind, um zu handeln. Ein weiterer lukrativer Aspekt ist das Geld – ihr spart dadurch einiges! Auch Centbeträge, wie Einkaufstüten von 10ct. das Stück läppern sich und schwupps sind zehn Euro einfach mal weg, obwohl ihr mit einem Jutebeutel all das hättet sparen können.

 

Wie schaut es bei euch aus? Worauf verzichtet ihr bzw. was habt ihr verbannt und gegen was habt ihr es ausgetauscht?

 

2 Comments

  • Meine Tupperdosen werde ich allerdings weiterhin verwenden. Wäre ja auch unnötiger Müll, wenn ich die nun entsorgen würde. Aber die Bienenwachstücher probiere ich mal aus.
    LG
    Sabiene

    • Das stimmt, deshalb habe ich meine auch nicht entsorgt, sondern verschenkt oder verkauft. So machen sie jemand anderes noch Freude 🙂

      Aber toll, dass dir die Wachstücher gefallen 🙂

      Allerliebst
      Sylvi

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