Mommy To Be: Wir machen ein Baby.

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Ja, ich gebe es zu. Während ich hier sitze und versuche, meine Gedanken zu ordnen, ringe ich auch mit mir, ob ich diesen Beitrag überhaupt anfangen soll. Ist das Thema dann doch zu privat? Was ist, wenn sich am Ende heraustellt, dass das Ergebnis kein Baby sein wird / sein kann?! Was hält Frau Schwiegermama davon, die hin und wieder hier mitliest? Mache ich mir und meinen Freunden die Überraschung irgendwie kaputt? Doch dann denke ich mir: Ich platze, wenn ich es nicht raus lasse! Außerdem habe ich im ganzen Internet so gut wie überhaupt keine Beiträge über diese Zeit VOR der Schwangerschaft gefunden, jedenfalls keine privaten. Immer erst fangen die werdenden Muttis an, davon zu berichten, wenn es bereits einen Volltreffer gab, was vermutlich an den oben genannten Fragen liegen mag. Dabei ist die Zeit davor so unfassbar aufregend, verwirrend, irritierend und mindestens genauso schön – behaupte ich jetzt – wie das wissen, dass es geklappt hat.

Mommy To Be – Wir machen ein Baby. Die Zeit vor der Schwangerschaft.

Und genau aus diesen Gründen habe ich mich dann schlussendlich doch dazu entschieden, diese Zeilen hier weiter zu tippen, wenngleich es tierisch chaotisch in meinem Kopf gerade abläuft und es sicherlich noch einige Zeilen mehr benötigt, um etwas Ordnung hineinzubringen. Im Posting Pille absetzen – Nebenwirkungen, Alternativen & Erfahrungen hatte ich euch ja bereits mitgeteilt, dass ich die Pille aus vielerlei Gründen im März abgesetzt hatte. Vordergründig waren die Hormone, die den Körper ganz fürchterlich beeinflussen und die ich einfach nicht mehr haben wollte. Die App Ovuview und die Ovulationsstäbchen halfen mir am Anfang meinen Zyklus zu interpretieren und zu vergleichen, welche Zeichen mein Körper mir sendet und was dies zu bedeuten hat.

Wenn die Uhr zweimal tickt.

Doch nach relativ kurzer Zeit wurde mir bewusst, dass ich zwar die Hormone vorschickte, doch der Ruf nach einer Uterusuntervermietung viel extremer war als ich mir zunächst selbst zugestanden hatte. Klar, die Uhr tickt bei mir schon seit meines 21. Lebensjahres, weshalb Daisy auch plötzlich in mein Leben trat – quasi als Babyersatz. Wie man sieht, konnte ich das Ticken allerdings noch einige Jahre lang unterdrücken. Denn gepasst hat es nie wirklich. Abi in der Tasche, aber sonst? Studium begann, Herr T. hatte so ziemlich alles im Kopf, nur nicht Vater zu werden, die finanzielle Lage war damals auch eher bescheiden – Studentenleben eben -, die Wohnsituation war auch mau. Also alles in allem keine besten Startmlöglichkeiten für eine Familie.

Gibt es den richtigen Zeitpunkt?

Zugegeben, die Wohnsituation schaut immer noch ähnlich bescheiden aus, doch hat sich etwas anderes ganz stark verändert: Unser beider Einstellung in Hinblick auf eine gemeinsame Zukunft MIT Familie. Eine Zeit lang war Herr T. sich selbst und zusammen mit mir genug. Kinder? In diese Welt setzen? Unverantwortlich und unmöglich! Jetzt sieht das ganze aber anders aus. Also, keine Sorge, Herr T. weiß von meinen Plänen ^^. Ich selbst möchte nicht mit 40 da sitzen, immer noch ohne Kinder, nur, weil der Zeitpunkt nicht gepasst hat. DEN richtigen Zeitpunkt wird es mit Sicherheit in den meisten Fällen nicht geben, doch man kann es zum richtigen Zeitpunkt machen. Zudem möchte ich hier auch anmerken, dass ich überhaupt nichts schlimmes an 40, 50, 60 Jährigen ohne Kinder finde, die sich bewusst gegen Kinder entschieden haben, für mich allerdings wäre es das Schlimmste, was passieren kann. Umso mehr fühle ich bei denjenigen mit, die es lange versucht haben und dennoch leider nicht auf diesem Wege ihr Glück umsetzen konnten. Ich wurde als Mutter geboren ^^ – auch, wenn ich das im Teenageralter noch anders sah, als meine Nichten und mein Neffe kleine Zerstörer waren…

Nur eine kleine Einleitung.

Dieser Beitrag soll erst einmal als kleine Ankündigung und Vorbereitung dazu dienen, was die nächsten Mommy to Be Beiträge demnächst beinhalten sollen. Ich möchte mit euch über Nahrungsergänzungsmittel reden, die ich von meiner Ärztin empfohlen bekommen hatte. Ich möchte mit euch über meine Ängste und Sorgen sprechen, über die Unsicherheit und (Fehl)Interpreation jedes Ziehens und Drückens reden, was ich Herrn T. verpflichtet habe zu tun, wie wir gemeinsam über Enttäuschungen sprechen und noch so vieles mehr. Keine Sorge, das eigentliche Babymachen wird hier nicht endetail beschrieben ^^.

 

Was haltet ihr von dem Thema bzw. der neuen Kategorie?

9 Comments

  • Hi, in Foren findest Du sehr viel zum Thema, wenn auch auf den ersten Blick anonymer. Wie Du sagst, betrifft es eben auch zwei Leute und dann ist die Frage die Offenheit. Bei mir ist aber auch grad ein Blogeintrag zum Thema auf der Liste, allerdings im Nachhinein, wir haben drei Kinder. Denn was Du sagt, kann oder sollte man im Hinterkopf haben, ob man eben auch alles Teilen möchte, wenn es nicht nach Plan läuft. Im Blog lesen genug Leute aus dem wahren Leben mit und nicht nur aus Interesse und wohlgesonnen. Ich wünsche Euch, dass es ein glücklicher Weg wird!

  • Meine Liebe❤ Der RICHTIGE Zeitpunkt kommt NIE. Wenn ihr darauf warten wollt, könnte es sein, dass es in diesem Leben nicht mehr klappt. 😭 (Das wären dann meine Tränen) Ich finde Deine Idee über das Thema zu schreiben ziemlich spannend, mach Dir keinen Stress, ernähr Dich gesund und genieß das Leben mit Herrn T. 💋🌹

  • Ich finde das Thema an sich sehr spannend, vermutlich auch, weil es so komplett nicht „ich“ ist. – Für mich war schon im Alter von 10 Jahren klar, dass ich keine eigenen Kinder haben will. Das habe ich dann auch postwendend meiner Mutter mitgeteilt, die mich natürlich nicht ernstgenommen hat. Bis heute bin ich von dieser Meinung nicht abgewichen, und als bei mir vor einigen Jahren schwere Endometriose festgestellt wurde und die Tatsache, dass ich damit vermutlich niemals schwanger geworden wäre, war ich nur eins: Froh, endlich meine Gebärmutter loszuwerden. Hört sich hart an, ist aber so. Jahrelange Höllenschmerzen einmal pro Monat für mindestens 5 Tage am Stück verursachen ein recht gestörtes Verhältnis zum eigenen Unterleib. Und bei schlussendlich Blutungen von drei Wochen am Stück, einem Eisenwert jenseits von Gut und Böse und einer permanenten bleiernen Müdigkeit fragt man sich wirklich, wo da noch die Lebensqualität zu finden ist?
    Heute geht es mir wieder gut, auch wenn ich permanent Hormone schlucken Muss, um die Endometriose, dieses Teufelszeug, einzudämmen. Die Entscheidung, mich von meiner Gebärmutter zu trennen, habe ich jedoch nie bereut.
    Ich finde Deine neue Sparte/Thema/Kolumne auch deshalb so interessant, weil ich seit Jahren im Freundes- und Bekanntenkreis mitbekomme, welche Schwierigkeiten Frauen haben, überhaupt schwanger zu werden. Künstliche Befruchtungen und Fehlgeburten sind da leider an der Tagesordnung und ich frage mich wirklich, woran das liegen mag? Umwelteinflüsse? Ernährung? Stress?
    Genauso bin ich der Meinung, dass Frauen, deren Körper trotz Nachhilfe durch künstliche Befruchtung eine Fehlgeburt nach der anderen haben, sich vielleicht mal fragen sollten, ob sich die Natur nicht vielleicht etwas dabei gedacht hat? Nur leider haben die Menschen ja heutzutage ihre natürlichen Instinkte komplett verloren…

    Ich werde dieses Thema bei Dir interessiert verfolgen und schicke liebe Grüße,

    Kerstin

  • Wow! Das ist wirklich eine tolle Idee und ich habe bisher auch Immer nur Beiträge über das schwanger sein gelesen. Aber wie die Zeit davor ist, wenn man sich bewusst dazu entscheidet, schwanger werden zu wollen, habe ich noch nirgends gelesen. Bin auf jeden Fall sehr gespannt auf deine Beiträge.

    Liebe Grüße, Milli
    (http://www.millilovesfashion.de)

  • Hey, ich finde es super das du darüber schreibst. Ich stand vor 15 Jahren vor dem gleichen Gedanken und allen Taten die dazu hätten folgen müssen schwanger zu werden.
    Es hatte damals nicht geklappt und nun, Jahre später, ist es einfach zu spät um Mama zu werden. Aber ich habe mich mit dem Gedanken abgefunden und finde es auch okay für mich. Ich gespannt auf deine weiteren Beiträge!
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

  • Dich schickt ja der Himmer… exakt deine Worte könnten meine sein und ich habe auch absolut garnichts darüber im Internet gefunden und wenn dann ist es von 2006 oder so… oh wie toll… Ich freue mich sehr weiter von dir zu lesen und wenn du magst, folge mir doch bei Insta (meenskitchen)

  • Ohhhhh Sylvi! <3
    Ich freue mich so für dich. Ich bin schon ganz gespannt auf weitere Artikel und Berichte 🙂
    Schließlich ist das Thema Kinder für mich auch nicht mehr ganz so weit weg (optimlaer Plan besagt 2 Jahre… mal schauen, ob das hinhaut :D).
    Fühl dich gedrückt und grüß Herrn T. ganz lieb von mir 😀

    xx Vivien
    von http://www.viejola.de

  • Schön 🙂 einfach nur schön! Ich finde es spannend, denn genau so wie du schreibst, alle starten quasi mit der Windel. Die Sorgen und Ängste, die schönen Seiten all das was vorher passiert, darüber schreibt nun wirklich keiner. Also nur ran an die neue „Sparte“ – ich lese gerne mit und freue mich auf deine Reise ins Kugelbauchglück 🙂

    Liebe Grüße und ein tolles Wochenende
    Sabine von missfancy.de

  • Oooh. Wie toll! Super Thema und ich lese sicherlich gespannt mit!
    Ich hab auch schon vor einer guten Weile die Pille abgesetzt. Auch nicht wegen dem Kinderwunsch. Bei mir manifestiert sich aber auch immer mehr der Gedanke an zukünftigen Nachwuchs. Es ist jetzt nicht so, dass wir es darauf anlegen. Aber wenn es passiert – dann passiert’s eben und wir sind okay damit 🙂

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