Literatur: Meine Lesefavoriten im Januar 2018.

Lesefavoriten_Monat_Januar_2018_

Ich habe lange mit mir gerungen und überlegt, ob ich diese Kategorie tatsächlich aufrecht erhalten sollte. Dann dachte ich mir allerdings, dass ich Bücher so unfassbar liebe, dass ich es einfach mit euch teilen muss, wenn ich wieder eine Handvoll gelesen hatte. Ob ich diese Kategorie jedoch weiterhin jeden Monat pflegen werde oder nur alle paar Wochen einmal, das kann ich noch nicht sagen und werde mich da auch nicht so recht festlegen. Ganz vom Blog wird meine Bücherliebe jedoch eindeutig nicht verschwinden. Und da beginnen wir das neue Jahr doch direkt auch einmal mit einer knappen Handvoll neuer Bücher, die ich während der Weihnachtszeit laß.

DNA – Yrsa Sigurdardóttir.

Klappentext: Er schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts. Zuerst trifft es eine junge Familienmutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavik. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter, die wider Erwarten den Angriff übersteht. Als wenig später eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel. Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat. Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen.

Ein skandinavischer Thriller, wie er im Buche steht (ja, ich weiß, ich Scherzkeks) und genau meinen Geschmack trifft. Ihr könnt sagen, was ihr wollt, aber Skandinavier haben einfach ein Gespür für Schönes und gleichermaßen für Brutales und schreiben mitunter die besten Thriller und Krimis. Vor allem die realistische Schreibweise der Autorin, von der man denken könnte, es seien Erfahrungsberichte und keine schriftstellerische Phantasie, überzeugten mich rasch und zogen mich vollkommen in ihren Bann. Doch muss ich auch sagen, dass das Buch nichts für schwache Nerven ist. Die Morde an sich und die Beschreibungen sind von Grausamkeit kaum zu übertreffen, was einen durch die realistischen Schilderungen noch mehr das Herz etwas zuschnürt. Aber genau so etwas erwarte ich von einem Thriller und Yrsa hat es durch und durch geschafft all meine Erwartungen nicht nur zu erfüllen, sondern auch zu übertreffen. Übrigens gibt es davon auch einen zweiten Band!

Blutroter Sonntag – Nicci French.

Klappentext: In dem gemütlichen Heim von Psychoanalytikerin Frieda Klein wird die Leiche eines Privatdetektivs gefunden … War Friedas Erzfeind und obskurer Beschützer Dean Reeve der Mörder? Dann überschlagen sich die Ereignisse: Jemand trachtet Frieda nach dem Leben, doch zuvor versucht er sie einzuschüchtern. Ihre Nichte Chloe, Freund Jack, der schwer krebskranke Reuben und Josefs kleiner Sohn – sie alle werden Opfer von Anschlägen. Die Polizei tappt im Dunkeln, aber Frieda ist bald klar, dass die Verbrechen nicht Reeves Handschrift tragen. Doch wer ist der Unbekannte, der ihm nacheifert?
Ein atemloser Thriller, in dem Frieda sich von ihrer verwundbaren Seite zeigt – denn es sind alle bedroht, die sie liebt …  

Es ist bereits der siebte Teil einer Reihe und für mich das zweite Buch (Böser Samstag rezensierte ich euch im letzten Jahr). Aber obwohl ich die Protagonisten eben noch nicht so ausführlich kannte und erst im Laufe der Story wieder einiges über sie und die wohl nicht ganz so gute Stellung Friedas bei der Polizei erfuhr, war ich ziemlich schnell im Geschehen drin und kann mit den Akteuren mitfiebern. Voller Spannung, Rätsel und dem Wettlauf mit der Zeit, denn es werden immer mehr Menschen mit hineingezogen, die Frieda sehr am Herzen legen, hält mich das Buch bei Laune! Doch der vermeintliche Täter soll es wohl nicht sein, sondern ein Trittbrettfahrer… Kurze Kapitel und ein flüssiger Schreibstil schaffen eine wunderbare Schnellebigkeit und rasante Abfolge, was die Spannung ebenfalls hochhält. Ein guter Thriller!

Everland – Rebecca Hunt.

Klappentext: Rebecca Hunts zweiter Roman ist Abenteuergeschichte, spannender Thriller und psychologisches Drama in einem. Die Insel Everland wird von zwei Antarktisexpeditionen erforscht, zwischen denen hundert Jahre liegen. Doch die Einsamkeit, die harten Wetterbedingungen und die feindseligen Kräfte der Natur sind heute wie damals bestimmend, und bei beiden Expeditionen zeigt sich: Die Antarktis enhüllt den wahren Charakter der Menschen, die sich ihr aussetzen.

Meine Aufmerksamkeit erhaschte dieser Roman vor allem durch sein wunderschönes Cover – geheimnisvoll, wunderschön, einfach zum Verlieben. An sich war das Thema erst einmal nicht so meins, da ich mit Arktisexpeditionen nicht allzu viel anfangen kann, doch sollte sich schnell zeigen, dass ich mich irrte. Die endlose Weite und das alles vernichtende Eis riefen schon eine Art Beklemmung bei mir hervor, immerhin kann dort eigentlich nichts überleben und nachdem die erste Expedition schon misslang, sollten es hundert Jahre später drei weitere Menschen besser machen?! Dass dies nicht so ganz aufgeht, wird schnell klar, vor allem, wenn man sich all die Paralellen anschaut, die die Autorin geschickt aufstellt. Für mich würde dieser Roman eher unter Drama fallen, da er in so vielen Aspekten eben dramatische Züge enthält. Meiner Meinung nach, ist dieses Werk eine solide Abenteuergeschichte mit viel Dramatik und einer spannenden Kulisse.

Cainsville – Zeit der Schatten – Kelley Armstrong.

Klappentext: Es sind erst ein paar Wochen vergangen, seit Olivia Taylor-Jones in das schaurig-schöne Örtchen Cainsville gezogen ist, als sie prompt schon in ihren nächsten Fall verwickelt wird. In ihrem Auto findet sie die Leiche einer seit Längerem vermissten jungen Frau, die – zu Olivias Entsetzen – auch noch genauso aussieht wie sie selbst. Um den Mord aufzuklären, braucht Olivia nicht nur all ihre neu entdeckten Fähigkeiten, sondern auch die Hilfe des mysteriösen Anwalts Gabriel Walsh. Ein Mann, den sie eigentlich nie wiedersehen wollte ..

Bereits im letzten Jahr rezensierte ich euch den ersten Teil der Cainsville-Reihe (yay, endlich mal in der richtigen Reihenfolge gelesen ^^) Dunkles Omen, und war auch damals schon von der dunklen Schreibweise der Autorin begeistert. Im zweiten Teil geht die Geschichte um Cainsville weiter und Fragen, die sichime rsten Teil stellten, werden nach und nach beantwortet – jedenfalls teilweise. Dieser Mysterie-Thriller mit seinen Horror-Momenten ist Kelley Armstrong wieder einmal grandios gelungen und ich fange langsam an, ein richtiger Fan dieser Autorin zu werden. Ihr fantastisches Können in Sachen Stimmungserzeugung, die gut gewählten Charaktere und der Plot insgesamt haben mich erneut nicht loslassen können und bekommen von mir alle Daumen nach oben!

 

*Rezensionsexemplare

2 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit der Abgabe meines Kommentars erkläre ich mich mit der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten durch diese Website einverstanden.*
(Dein Name und die E-Mail Adresse werden benötigt, damit ich dich zuordnen kann. Diese Daten werden nur für diesen Zweck gespeichert und auf deinen Wunsch gelöscht. Eine ausführliche Erläuterungen zur Speicherung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten kannst du in meiner Datenschutzerlärung nachlesen.)