MomLife: Wie beschäftige ich mein Baby. Tolle Tricks und Vorschläge zum Babybespaßen. [Werbung]

Viele sind ja der Ansicht, dass Neugeborene und Säuglinge noch nicht so viel mitbekommen und deshalb eine Förderung und Beschäftigung noch gar nicht so wichtig ist, mal von viel Kuschelei abgesehen. Doch da irren sich diejenigen, welche. Denn unsere Mäuse saugen sämtlichen Input wie ein Schwamm auf, wollen gefördert und gefordert werden und lieben jede Beschäftigung mit Mama und Papa. Gemeinsam mit tausendkind* habe ich mal  geschaut, welche tollen Ideen man zur Babybespaßung umsetzen kann und zwar nicht nur mit gekauftem Spielzeug, sondern auch mit Alltagsgegenständen. Ihr habt selbst auch Ideen? Prima, teilt sie doch gerne mit uns allen! Und übrigens, bei tausendkind findet ihr eine große Vielzahl an Spielzeug zur Belustigung, Förderung und Glücklichsein!

Natürlich muss man sich an das Alter des kleinen Schatzes anpassen. Es bringt selbstredend nichts, einem vier Wochen alten Baby einen Stapel Bauklötze vor die Nase zu legen und zu erwarten, dass mehr passiert als ein naserümpfender Blick und ein irritierendes Nichts. Aber dennoch kann man auch schon mit so kleinen Mäusen, kleine Babyschritte in Sachen Beschäftigung und Spiel & Spaß machen. Unterschätzt nicht das Können und vor allem die Lust und Freude eines Babys daran mit Wissen und Aktionen überhäuft zu werden.

Geschichten über Geschichten.

Ich erinnere mich noch gut an diese eine Nacht. Recht am Anfang unseres Elterndaseins. Babyboy schrie sich nachts die Seele aus dem Leib. Pünktlich wie immer so gegen elf Uhr. Kurz vor der Verzweiflung, da er einfach nicht aufhörte, obwohl wir alles versuchten, kramte ich ein Buch heraus Mishka der Bär (wir kauften es, weil unser kleiner Mann ja auch so heißt) und begannen zu lesen. Die Geschichte mit Bewegungen, Geräuschen und Getanze auszufüllen und somit den Versuch der Ablenkung zu erfüllen. Die Irritation beim Babyboy war groß als der Papa plötzlich singend und springend vor ihm den Bären machte und ich samt Baby auf dem Arm gleiches tat – die Türen sind dünn, hoffentlich kam kein Nachbar vorbei ^^. Aber es half. Der winzig kleine Mäusemann war abgelenkt, schaute sich das Spektakel an und beruhigte sich. Immer wieder lesen wir dem Kleinen verschiedene Geschichten vor. Ich habe ein so bezauberndes Foto von Herrn T., wie er neben dem Babyboy sitzt mit Hänsel und Gretel in der Hand, ihm vorliest und die gruseligen Stellen einfach überblättert – ein Bild für die Götter. Wie viel er wirklich schon versteht, sei mal dahingestellt, aber allein das Gebrabbel von uns, scheint ihn köstlich zu amüsieren und völlig in einer andere Welt zu katapultieren, da er immer ganz aufmerksam zuschaut und auf unsere Münder achtet. Seine Stoffbücher studiert er fleißig, wenngleich es teilweise eher einem Selbsterstickungsversuch gleichkommt, da er immer weider versucht eine ganze Seite in die Schnüss zu befördern ^^. Es gibt aber auch die Tage, an denen bin ich so unendlich mundfaul. Die Nacht war kurz, die Erkältung fies und alles zusammen hat mich so sehr aus dem Leben geschossen, dass ich zu nicht viel mehr als einem liebevollen Lächeln fähig bin. In solchen Situationen bin ich dankbar, wenn wir ein Hörbuch anmachen. Früher ganz klassisch mit Kassettenrekorder, heute fancy und modern mit der Toniebox. Ich habe mich lange gesträubt, muss aber sagen, dass dieser Würfel wirklich eine feine Sache ist. Babyboy ist unruhig beim Wickeln, Anziehen oder einfach kurz vorm Schlafengehen? Dann wird er auf die Wickelkommode gelegt – eh sein liebster Platz – und das Hörbuch mit Janosch eingeschaltet. Ein kurzer Blick, was denn plötzlich für Stimmen erscheinen, ein Blick zu mir und dann völlige Konzentration. Der Klang anderer und neuer Stimmen und Stimmungen trägt außerdem ebenfalls dazu  bei, die Sprache früh zu fördern und Emotionen unterscheiden zu können. Die Klangfarbe eines jeden Menschen ist ganz unterschiedlich und lässt unsere Mäuse viele Variationen unterscheiden. Solltet ihr nicht so sprechfaul sein, ist es ganz wunderbar dem Baby die Welt zu erklären. Ihr müsst keine hochtrabenden Worte und wissenschaftliche Abhandlungen vom Stapel lassen. Erklärt einfach, was ihr gerade tut, wie der Plan für den Tag aussieht, welchen Gegenstand ihr gerade in Händen haltet und und und. Es ist so einfach und bringt doch so viel. Übrigens, wenn wir zu dritt tanzen, fällt Babyoy in schallendes Gelächter. Und dabei muss hier kein lateinamerikanischer Tanz aufs Parkett gelegt werden, einfaches Hüpfen, Drehen und dergleichen reichen da schon völlig aus und er LIEBT es! Der eine hat das Baby auf dem Arm, der andere schnappt sich sein Händchen und los geht die wilde Tanzerei.

Fühlen, Tasten, Schmecken, Erfahren und (be)Greifen – mit Alltagsdingen die Sinne anregen.

Activitycenter oder klassischer – der Spielebogen, verschiedene  Kuschelaktivzupfrasseltiere und Co. liebe ich, habe ich bzw. unser Mäusemann und sind wahre Wunder, vor allem, wenn man unterwegs ist. Ein kleiner Frosch, der brummt, wenn er bewegt wird, hat die eine oder andere Autofahrt vor eine völligen Eskalation gerettet und mich vor einem Nervenzusammenbruch ^^. Dennoch gibt es auch daheim so viele spannende Dinge zu entdecken und wir alle haben sie. Verschiedene Stoffe und Geräusche beschäftigen den Kleinen nicht nur, sie fördern auch seinen Entdeckertrieb und lassen ihn schlicht und ergreifend die Welt begreifen. Nehmt euch Backpapier, zerknüddelt es vor euren Lieblingen, zerreißt es, lasst es ihn anfassen und auch einmal in den Mund nehmen – darum wird man eh nicht kommen ^^. Ihr werdet sehen, was für einen Heidenspaß sie daran haben werden. Weiche Stoffe, wie Schals, Lammfell, andere knisternde Dinge wie Plastiktüten (Obacht! Lasst eure Kinder niemals mit Plastiktüten allein!!), Taschentuchpackungen und vieles andere sind hervorragende Sachen, um die Welt in all ihren Facetten und mit allen Sinnen verstehen zu lernen. Wenn ihr euren Babys dann noch dabei erklärt, was es ist und wofür man es benötigt, habt ihr gleich mehrer Fliegen mit einer Klappe geschlagen ^^.

Ein Liedchen für mich, ein Liedchen für Dich oder Wie das Fähnchen in Dauerschleife.

Ein Lied läuft hier auf Dauerschleife. Oder besser gesagt, es läuft nicht, sondern es sprudelt aus mir heraus und alles begann mit der Oma. Schon uns hat meine Mutter als Kleinkinder immer wieder Wie das Fähnchen auf dem Turme vorgesungen. Immer und immer und immer wieder und dabei das Händchen hin und hergedreht. Gleiches geschieht nun auch seit der Geburt unseres kleinen Mannes. Das Tolle ist, dass ihn das super schnell vom Grummeligsein ablenkt. Vor ihn hingelegt oder gesetzt, die Händchen vor sein Gesicht und in Dauerschleife dieses Lied gesungen, wird Babyboy augenblicklich ruhig und versucht angestrengt seine Händchen ebenfalls im Winde drehen zu lassen. Es ist sooo unfassbar zauberhaft, wenn er einen nachahmen möchte, allerdings muss ich auch zugeben, dass mir mittlerweile von meinem eigenen Gesang die Ohren etwas schmerzen ^^. Aber hey, solche ‘Opfer’ bringt man doch gerne oder…

Apropos Nachahmen…

Schon in den ersten Wochen nach Babyboys Geburt fingen wir an ihm die Zunge rauszustrecken. Nein, wir wollten ihn nicht ärgern oder provozieren, doch lasen wir, dass es ein super Einstiegsspiel ist und die Kleinen dies dann irgendwann nachahmen würden. So saßen wir also Stunde um Stunde über ihm und streckten wie die Verrückten die Zunge heraus – ich hoffe wahrlich, uns hat niemand dabei gesehen… – und irgendwann war es dann so weit und Fabi tat es uns gleich. Haaach, was habe ich mich und den kleinen Mann gefeiert! Es war ja sooo zuckersüß! Als ich ihn letztens auf meinem Schoß hatte, sein Gesicht zu mir gewandt, streckte ich ihm erneut die Zunge heraus und hatte schwupps einen vier Monate alten Jungen an dieser hängen. Japp, ab sofort wird die Zunge nur noch mit Sicherheitsabstand herausgestreckt, sodass sich niemand mehr daran festbeißen kann ^^. Dafür sind erstaunte und erschreckte Oh-Grimassen gerade der letzte Schrei, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn immer, wenn er absichtlich hustet, ‘erschreck’ ich mich und mach dabei Grimassen und Babyboy bekommt sich kaum mehr ein vor Lachen ^^. Ihr seht, ein wenig schauspielerisches Talent und ihr seid die Helden – vielleicht hätte ich doch die Leinwand wählen sollen und wäre nun ein ganz großer Star… Wer weiß, auf den Bühnen, die dem Babyboy die Welt bedeuten, bin ich es ja immerhin schon.

Stein auf Stein.

Spielzeuge aus Holz sind bei mir ein absolutes Muss. Ich mag das Material einfach, da es so viel Wärme ausstrahlt und herrlich robust ist. Außerdem gehören Bauklötze schlichtweg zum Aufwachsen dazu, egal,ob bei einem Mädel oder Bub’. Ohne is’ einfach nicht. Können die Kleinen zwar in einem so frühen Alter noch keine Türmchen und Co. bauen, so könnt ihr sie damit aber zum Krabbeln animieren. Baut in etwas Entfernung Türmchen aus Holzklötzen und legt die Kleinen davor. Im besten Falle sind sie ganz wild darauf, näher zu kommen,um alles nieder zu reißen und bekommen so einen neuen Schub zum Krabbeln. Vielleicht setzt ja da dann auch schon der ‘Turbo’ ein – kennt ihr das? Kurz bevor Babys Krabbeln können, wippen sie auf allen Vieren mit dem Poppes immer vor und zurück und ich finde, es schaut aus als würde der Turbo schon einmal eingelegt werden und sei nur auf den passenden Moment warten, um diesen zu starten. Okay, ich gebe es zu, es animiert nicht jedes Kind zum Krabbeln, wie meine Schwiegermutter bei Herrn T. damals feststellen musste. Sie tat nämlich genau das und erwartete ein freudig hervorsprintendes Baby. Was sie bekam? Ein so lang schreiendes Baby bis sie es vor die Klötze legte, damit diese umgehauen werden konnten ^^. Tja, Herr T. war schon immer etwas fauler …

Schattenspiele.

Die Freude an Licht haben wir schon recht früh bei unserem erkannt. Wo immer eine helle Lichtquelle war, da zog es den Blick vom Babyboy hin. Immer wieder hat er Minuten lang in Lampen geschaut bzw. in deren Richtung und auch so jede Lichtquelle wie eine kleine Motte in Sekundenschnelle ausgemacht. Dass er so viel Freude an Schatten hat, haben wir durch Zufall entdeckt. Abends bzw. nachts, wenn ich den Kleinen stille, dann mache ich immer die Taschenlampe vom Handy an, um den Raum nicht völlig zu fluten, aber auch nicht in der völligen Finsternis zu sitzen. Je nachdem, wo sie liegt, fallen die Schatten recht hart an die Wand und Decke. Einmal lag Babyboy dann so, dass er selbst mit seinen Händchen Schatten an die Wand warf, die sich bewegten. Er war derart fasziniert, dass er vermutlich die ganze Nacht so weiter gemacht hätte, wäre da nicht die fiese Mama gewesen, die auch mal schlafen wollte. Ob er nun wirklich den Zusammenhang schon versteht, sei mal dahin gestellt, aber ich glaube schon, dass er eine Art Ursache und Wirkung erkennt. Wenn sich seine Händchen bewegen, bewegt sich etwas an der Wand und sein freudiges Strahlen und dieses konzentrierte Gesicht dabei zu beobachten ist es auf alle Fälle wert.

Doch, das Allerwichtigste ist und das sollten wir niemals aus den Augen verlieren, der Spaß dabei, sowohl für euch als auch für die Kleinen. Gemeinsam die Welt (neu) zu entdecken und voneinander zu lernen sollte niemals anstrengend sein. Es sollte beiden Seiten Freude bringen und ganz ungezwungen vonstatten gehen. Sobald Druck dahinter aufgebaut wird, artet es in Arbeit aus und nimmt all den Zauber. Also, entspannt euch, lernt einander und die Umwelt auf die verschiedensten Wege kenne und erfreut euch einfach an so viel Neuem.

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