MomLife: Geburtsbericht 2.0. Schneller heißt nicht immer einfacher. Die Geburt meines zweiten Sohnes.

12.12.2020 um 01:09 Uhr. Ich wache auf – zum einen, weil der Babyboy nach mir verlangt und wieder in den Schlaf gekuschelt werden will und zum anderen, weil ich plötzlich so starke Schmerzen hatte, dass ich davon aufwachte. Mein erster Gedanke: Verdammt, es geht los und somit beginnt mein persönlicher Alptraum. Ich hatte von Anfang an Angst, dass die Wehen mitten in der Nacht losgehen und wir ins Krankenhaus fahren, ohne uns vom großen Kleinen zu verabschieden. Wir hatten ihn zwar auf diese Möglichkeit vorbereitet, doch ist es immer etwas anderes, wenn es wirklich passiert oder man nur darüber redet. Mit diesem Umstand also begann meine persönliche Hölle und der Leidensweg. Warum es so schlimm wurde für mich, erzähle ich euch später. Gehen wir einfach mal chronologisch vor.

*Photo by Monika Tambour

Es geht los. Mein Kampf mit den Schuldgefühlen.

Denn mein erster Gang war das Wohnzimmer, nachdem der Babyboy wieder selig schlief, wo der Mann auf der Couch eingeschlafen war. Es geht los! – Was ist los? – Die Wehen kommen alle zehn Minuten, ich denke, es geht los. – Soll ich die Oma anrufen? Während die Oma also auf dem Weg war, ging ich ins Bad und machte mich frisch – ich glaube, das ist so ein Frauending, dass man sich nochmal ‘frisch’ machen möchte, ehe man, gefühlt zum Schafott marschiert. Zu diesem Zeitpunkt kamen die Wehen plötzlich schon alle vier Minuten und ich hatte ganz vergessen, wie schmerzhaft sie doch sein konnten. Allerdings war ich zu diesem Zeitpunkt gedanklich schon verloren. Denn das Wissen, dass ich mich jetzt nicht vom Babyboy verabschieden werde, machte mich fertig. Die Oma legte sich zwar zu ihm ins Bett und würde sich um ihn kümmern, doch die Mama war plötzlich weg und sie würde nicht so schnell wiederkommen. Ich musste stark mit den Tränen kämpfen, weil es mich mental fertig machte und, so hatte ich das Gefühl, die Schmerzen auch körperlich noch verstärkte. Mein absoluter Alptraum traf also ein.

Das Eintreffen mitten in der Nacht.

Was noch eintraf, war das Taxi, das uns ins Krankenhaus bringen würde. Glücklicherweise ist dieses nur knappe fünf Minuten, wenn man alle Ampeln mitnimmt, entfernt, sodass wir schnell da waren. Ich war so froh, dass Herr T. von Anfang an dabei sein durfte – schon bei der Geburtstaplanung erklärte man mir, dass ich ihn zu mir holen durfte, sobald ich ihn an meiner Seite brauchte. Ganz gleich, wie weit die Geburt vorangeschritten war. Und ich brauchte ihn! Sofort! Als wir also im Krankenhaus ankamen, mussten wir auch nichts ausfüllen, da die Rezeption schon sah, dass ich ordentlich zu kämpfen hatte. Auf der Station war es zudem vollkommen leer – keine einzige andere Geburt war im Gange als ich kam. Das war beim Babyboy damals ganz anders, da stapelten sich die in den Wehen liegenden Frauen regelrecht. Es wurde sich also angemeldet, eine Urinprobe abgegeben, auf der Toilette noch einmal schmerzhaft gelitten und dann ging es schon ans CTG, ein Zugang wurde gelegt und der Muttermund wurde überprüft. Dieser war schon bei drei oder vier Zentimetern. Allerdings muss ich sagen, dass ich die Schwester, die das machte, so gar nicht sympathisch fand und ich mich unglaublich unwohl fühlte. Sie war nicht unhöflich oder so, aber hatte eine komische, sehr kalte Art an sich, was ich in solchen Momenten nicht brauche. Ich bin der Typ Mensch, der bei sowas eine ‘Freundin’ benötigt, die mir die Seele tätschelt ^^.

Blockade im Kopf und das Gefühl von Traurigkeit, denn Vorfreude.

Nachdem das erste Prozedere vorbei war, ging es direkt in den Kreißsaal, in dem mich dann die Hebamme, die für mich zuständig war, betreute. Eine unglaublich liebe junge Frau, die mir das Ganze doch leichter machte. Allerdings war auch hier all der Charme und das positive Gefühl, das ich noch von Babyboys Geburt hatte, völlig verflogen. Draußen war es dunkel, ich hatte beinahe 24 Stunden nicht geschlafen und das Fenster stand auf, was im Dezember zu eisigen Temperaturen führte. Ich saß also da auf dem Bett in meinen dicken Schal umhüllt und spürte eher das Gefühl von Traurigkeit, denn Vorfreude und von starker Übelkeit mit Brechreiz, denn Motivation das ‘Ding zu rocken’. Diese Kombination gemischt mit Wehenstürmen, die mich regelrecht überrollten und den Gedanken, dass ich meinen Großen gerade im Stich lasse, blockierten im wahrsten Sinne des Wortes alles und machten die Schmerzen unerträglich. Ich fand auch nicht in meine Tonlage. In Deine Tonlage, denkt ihr euch? Ja, richtig, in meine Tonlage. Schon beim Babyboy habe ich die Wehenschmerzen durch das Herauslassen von Tönen kompensieren können, sprich, ich habe mir die Seele aus dem Leib geschrien, allerdings in unterschiedlichen Tonlagen, da diese befreiend wirken. Doch bei der Geburt fand ich meinen Ton und somit meinen Rhythmus nicht. Ich konnte die Schmerzwelle nicht reiten und drehte mich innerlich, wie in einem Wirbelsturm, ohne unten und oben unterscheiden zu können. Es war chaotisch in mir und somit auch für den kleinen Muck. Und somit tat ich etwas, das ich überhaupt nicht wollte – Ich fragte nach einer PDA und einer Fruchtblasenöffnung, denn diese war auch noch nicht gesprungen. Da sich der Muttermund jedoch so schnell öffnete, meinte die Hebamme, es würde keinen Sinn machen, denn bis alles über die Bühne wäre, wäre das Baby schon da. Gut, das machte mich positiv gestimmt, denn eine bis zwei Stunden würde ich noch schaffen. Das Licht am Ende des Tunnels war im wortwörtlich zu sehen, jedenfalls für den Muck^^. Herr T. saß indes ebenfalls totmüde auf dem Sessel neben mir und war, so behaupte ich, noch überforderter als bei der ersten Geburt, weil ich eben die Schmerzen nicht kanalisieren konnte und einfach wahllos geweint, geschrien und geflucht habe. Beim ersten Mal habe ich nicht einmal geflucht, obwohl ich den Babyboy völlig ohne PDA zur Welt brachte. Im ersten Geburtsbericht könnt ihr noch einmal alles nachlesen.

Von wegen in zwei Stunden ist das Baby da. Wo bleibt die PDA und die Blasenöffnung?

Als Schichtwechsel war, die Hebamme also wechselte und die prophezeiten zwei Stunden somit um waren, der kleine Muck aber immer noch nicht da war, erlosch so langsam die Hoffnung und vor allem die Kraft. Ein Todesstoß war zudem, dass mir die neue Hebamme mitteilte, dass ich ja gar nicht ambulant entbinden könne, weil ich keine Beleghebamme hatte. Und das obwohl, ich das bei der Geburtstplanung alles klärte und man mir dort sagte, ich könne auch ohne nach Hause. Schlag ins Gesicht Nummer eins. Ich war zu kraftlos, um mich dagegen zu wehren, denn immerhin darf ich rechtlich gesehen, mich jederzeit selbst entlassen. Schlag Nummer 2 war dann die Tatsache, dass der Babyboy mich nicht besuchen durfte und Herr T. nur eine Stunde am Tag kommen durfte. Und das obwohl ich extra dann noch auf die schnelle ein Einzelzimmer buchte, denn mit fremden Menschen in solch einer intimen Situation wollte ich einfach nicht sein. Schmerzen aus der Hölle, schlechtes Gewissen und Angst, dass ich dem Babyboy großen Schaden zufüge, weil ich ging und jetzt einige Tage nicht Zuhause sein werde und kein entspanntes und schönes Wundergefühl führten beinahe zu einem Geburtsstopp, denn plötzlich ging gar nichts mehr. Der kleine Muck rutschte und rutschte einfach nicht tiefer. Sogar die Rede von einer Sectio, also eines Kaiserschnittes stand plötzlich im Raum. Alptraum Nummer 2 sollte also eventuell eintreten – ich wollte niemals nie einen Kaiserschnitt haben. Ich hatte solche Angst davor, unters Messer zu müssen, dass ich noch ein wenig panischer wurde. Ihr merkt also, der Kopf explodierte und ich konnte mich nicht lösen. Das stellte auch die Hebamme fest, die mich darauf ansprach. Bei einer der Untersuchungen platzte dann jedoch endlich die Fruchtblase, was alles ein wenig erleichterte und ich forderte erneut eine PDA ein, die ich dann auch bekam. Übrigens, falls ihr euch fragt, wie das mit Corona lief – während der Geburt wurden zwei Coronatests durchgeführt. Ein Schnelltest und einmal der größere, dessen Ergebnis man erst Tage später bekommt. Ich musste glücklicherweise keine Maske tragen, nur Herr T. trug eine solange die Hebammen im Raum waren.

Hello PDA und Hello Erleichterung.

Gruselig. Doch, so würde ich das Setzen einer PDA beschreiben. Ich bekam einen Wehenhemmer, damit ich nicht wirklich zucken würde, wenn die Nadel gesetzt wird, was aber nur mäßig half, denn die Schmerzen und krämpfe hatte ich dennoch. Die Hebammenschülerin legte einen Arm um meine Schultern, um mich (liebevoll) fixieren zu können, wenn die nächste Wehe kam. Die Anästhesieärztin desinfizierte meinen Rücken und setzte die erste Nadel für die Betäubung. Junge, Junge. Es fühlte sich an als wäre sie ewig lang. Und dann kam die Kanüle und mich schaudert es auch heute noch, wenn ich daran denke, dass ich direkt neben meiner Wirbelsäule dieses Ding sitzen hatte. Uuuh, es schüttelt mich! Nicht ganz so erfreulich war, das lockere Gespräch der Ärztin mit den Schwestern danach, das darum ging, dass sie ja dringend ins Bett müsse, weil sie schon über 24 Stunden in der Schicht war und kaum mehr was sah. Japp, danke! Da kann ich ja dann von Glück reden, dass ich hier jetzt nicht querschnittsgelähmt sitze… Das Blöde an der PDA war allerdings, dass sie zu sehr rechts saß, was zur Folge hatte, dass ich rechts zum Glück nichts mehr spürte, das Bein aber auch völlig taub wurde und die linke Seite dafür immer noch von Schmerz gepeinigt wurde. Jetzt hatte ich also nur noch die Hälfte an Schmerzen, aber die waren auch schon knüppelhart. Aber ich konnte nun immerhin den Kopf etwas befreien. Bei den nächsten Wehen saß ich auf dem Bett, um die Schwerkraft miteinzubeziehen und musste auch nicht mehr schreien. Ich sagte mir immer wieder: Entspann dich. Sie kommt und sie geht auch wieder. Lass einfach alles zu und lass laufen. Dann pinkelst du dich eben ein. Egal. Es wird alles gut. Bei jeder Wehe sagte ich mir das Mantra auf und es half tatsächlich. Neben der Schwerkraft, die ich durch Bewegung und aufrechtem Sitzen mir zu Nutzen machen wollte, andes als damals, als ich nur lag, entleerte ich auch regelmäßiger meine Blase. Ich machte also das este Mal in meinem Leben Bekanntschaft mit einer Bettpfanne. Joa, was soll ich sagen. Kannste schon so machen, muss aber nicht immer sein ^^. Wobei, der Harnkatheter, der gelegt wurde, war noch unsexier, wenn auch nicht schmerzhaft. Aber was hatte ich Angst als er gelegt wurde, huiuiui. Ich mein, Hallo?! Ein Schlauch in dieses Minilöchlein? Ne, da gibt es Schöneres! Bei der nächsten Untersuchung stellte die Hebamme fest, dass es noch eine Vorblase gab, die nicht platzte, welche sie dann händisch öffnete und ab diesem Moment an war jede Barriere überwunden, wortwörtlich. Der Kopf konnte nun nämlich, nachdem gefühlt 100L Fruchtwasser den Weg nach draußen fanden, schnell tiefer und in die richtige Position rutschen. Hätte die Hebamme also um vier Uhr morgens auf meinen Wunsch gehört und die Blase geöffnet sowie eine PDA setzen lassen, hätte ich mir vermutlich Stunden gespart. Aber, vielleicht war es auch gut so, denn es stellte sich später heraus, dass es hätte brennzlich werden können. Jedenfalls war das Fruchtwasser nun gänzlich abgegangen und nach mehreren Begegnungen mit dem oben erwähnten Harnkatheter war auch dieser Weg frei – kurzum, es konnte endlich losgehen, die Hebammen waren erleichtert, ich war erleichtert und der kleine Muck konnte es wohl auch nicht abwarten.

Final Countdown – Die Presswehen kommen.

Der Druck nach unten wurde immer stärker, draußen war mittlerweile die Sonne aufgegangen, ich völlig benebelt vom Schlafentzug, der Anstrengung und der PDA und schwafelte irgendeinen Driss vor mich her. Kennt ihr das, wenn man schon leicht betrunken ist und beginnt, Blödsinn zu reden? Im Kopf wisst ihr, ihr solltet jetzt einfach mal den Schabel halten, könnt aber einfach nicht schweigen?! So in etwa fühlte ich mich. Endlich kamen dann die Presswehen, hergott hatte ich sie herbeigesehnt und dank der PDA waren diese wirklich unfassbar angenehm. Doch ehrlich! Beim Babyboy waren sie zwar auch besser als die Senkwehen, doch auch viel schmerzhafter. Ich hatte nun gar keine Schmerzen mehr, sondern nur diesen enormen Druck nach unten. Das Einzige, das mich aufregte, war, dass ich teilweise nicht genug Kraft ins Pressen legte und der Kopf zwar kurz hervorkam, aber immer wieder zurückrutschte. Ganz besonders blöd war es, als der Kopf auf halbem Wege draußen war und dann einfach die Wehe aufhörte. Ich mein, ernsthaft Körper? Ernsthaft? Da hing er nun zwischen Tür und Angel, zwischen Außenwelt und meiner Höhle und die Wehe stoppte. Also musste auch das Pressen stoppen. Ich konnte es nicht fassen, nahm es aber tatsächlich mit Humor ^^. Ich glaube, das muss man in diesem Moment auch. Was war ich froh als die nächste Wehe kam und das Köpfchen eeeendlich komplett draußen war. Als es an die Schultern ging und diese schon hervorschauten, stellten die Hebammen fest, dass die Nabelschnur zweimal um den Hals gewickelt war und sich festzog, weshalb der kleine Mann noch einmal leicht zurückgeschoben werden musste und schon ganz blau war. Glücklicherweise – toitoitoi – ist nichts passiert!! Und dann machte es flatsch! Der kleine Muck fing sofort an zu schreien und bei mir lösten sich alle Dämme. Ich heulte unkontrolliert vor Erleichterung, vor Liebe, vor allem! Das hatte ich beim Babyboy überhaupt nicht. Nachdem er geboren wurde, war ich gedanklich so trocken und meinte nur, dass es ja gar nicht eklig ist, ihn zu küssen. Doch hier musste ich so sehr weinen, vermutlich weil die PDA mich vorher aus diesem Schmerztunnel zog und ich völlig los lassen konnte. Mein kleines zweites Baby. Endlich auf der Welt. Endlich in meinen Armen! Ich legte ihn an und er trank bzw. sog wie ein Weltmeister an der Brust! Es funktionierte sofort. Ganz anders als beim Babyboy! Blöderweise verlor ich ziemlich viel Blut. Ein Splattermovie war nichts dagegen. Es war einfach überall und kam in Schwallen noch und nöcher. Als der kleine Mann dann untersucht, gewogen etc wurde, sagte die Hebamme nur, dass es gut war, dass ich eine PDA hatte, bei dem Gewicht. Immerhin wog der Wonneproppen 4570gr, hatte eine Größe von 57cm und einen Kopfumfang von 37.5cm. Mein lieber Mann, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet!!! Ein kleines Riesenbaby! Aufgrund seiner Größe musste er alle paar Stunden den Zucker getestet bekommen und wegen meines Blutsverlusts war es ebenfalls dann doch eine nicht verkehrte Idee eh länger im Krankenhaus zu bleiben. Doch nahm ich mir vor, nur zwei Nächte zu nehmen, statt mindestens drei, die sonst üblich wären.

Der Horror vor dem Nähen.

Als es ans Nähen ging, schlotterten mir die Knie. Wegen der unschönen Erfahrung damals als ich ohne jegliche Betäubung genäht wurde, hatte ich solche Angst vor den eventuellen Schmerzen und verlangte bestimmt 30x eine Betäubung. Auch als die Ärztin rein kam, die dies vornehmen sollte und ich sie von damals erkannte, sagte ich ihr mehrmals, dass sie eine Betäubung setzen sollte. Glücklicherweise tat sie das auch und spritze entsprechend etwas. Dank der PDA spürte ich das Setzen der Nadel nicht und siehe da, das Nähen war überhaupt nicht schlimm. Ich spürte zwar, dass etwas gemacht wurde, aber ohne jegliche Schmerzen. Was für eine Erleichterung!!! Dumm nur, dass sich Herr T. einmal zu früh in meine Richtung drehte als er beim kleinen Muck stand und einen Anblick des Grauens vor sich fand. Tja, Trauma inklusive ^^. Nachdem die Ärztin fertig war, hörten wir sie allerdings fragend murmeln, ob sie etwa schon wieder(!) eine Nadel verloren hätte. Ich dachte dabei nur, na hoffentlich nicht in mir… Also, was die Ärzte anging, war es irgendwie nicht deren Tag anscheinend ^^. Erstaunlicherweise hatte ich, nachdem jegliche Betäubung weg war und ich mit dem Rollstuhl auf mein Zimmer gebracht wurde, keinerlei Schmerzen im Intimbereich. Immerhin hatte ich Verletzungen 2. Grades und beim Babyboy konnte ich ja weder Sitzen, geschweige denn Gehen. Ich war völlig erstaunt und natürlich erleichtert. Allerdings waren die Nachwehen unglaublich unangenehm. Beim Großen konnte ich mich nicht erinnern, welche gehabt zu haben, doch dieses Mal kamen sie ziemlich oft und mit ziemlich viel Druck, sodass ich sogar Schmerzmittel nahm. Puh, das zog meine Stimmung etwas runter. Ich lag also hormongetränkt, heulend allein auf meinem Zimmer und veratmete diese verdammten Nachwehen!

Das wars mit Kind Nr. 3.

Ich muss ganz ehrlich sagen, ich wollte immer drei Kinder haben, doch nach dieser Geburt, so denke ich, bleibt es bei meinen zwei Jungs. Ich habe das große Glück zwei gesunde Kinder zu haben und sollte das Schicksal vielleicht nicht herausfordern. Diese Geburt ging zwar mit 11 Stunden wesentlich schneller vorbei als die erste, doch war sie auch sooo viel schmerzhafter. Ich meinte schon unter der Geburt, dass Herr T. nun offiziell den Termin zur Vasektomie ausmachen dürfe. Diese Schmerzen und die Schuldgefühle, ne, also ehrlich, das stehe ich vermutlich nicht noch einmal durch! Gott weiß, wie es in drei oder vier Jahren aussieht, aber ich glaube ganz fest, dass wir nun komplett sind.

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