MomLife: Unsere Stillgeschichte 2.0. Wie alles einfacher wurde.

Aller Anfang ist schwer. So war es bei uns. Allerdings damals beim Großen, als wir das erste Mal stillten. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis ich nicht mehr vor jedem Anlegen weinte und es auch ohne Stillhütchen klappte. Die ganze Geschichte könnt ihr gerne in meiner ersten Stillgeschichte mit dem Babyboy noch einmal ganz genau nachlesen. Mit dem kleinen Muck verlief alles ganz anders. Es klappte und zwar von der ersten Sekunde an. Er kam auf die Welt, wurde angelegt und sog als gäbe es keinen Morgen mehr.

Zweiter Start – Ein Schnellstart ohne Probleme.

Ich war sooo erleichtert, dass ich mir dieses Mal keinen Druck machen musste und insgesamt viel entspannter war. Ich wusste, wie man anlegte, worauf ich achten musste und dass es nicht viel ausmacht, wenn er einen Tag einmal nicht so viel trank, weil er beispielsweise unruhig war. Ich gebe zu, ich stellte mich am Anfang wieder etwas blöde an, weil der Umschwung vom Kleinkind, das ich als leztztes stillte, auf einen Säugling dann doch ein wenig anders ist. Konnte der Babyboy sich die Milchbar quasi komplett alleine zugänglich machen am Ende und alles händeln, musste der kleine Muck natürlich von mir im Arm gehalten und in die richtige Position gebracht werden. Und konnte er es zwar von Anfnag an ziemlich gut, war es trotzdem für ihn tierisch anstrengend. Vor allem frisch nach einer Geburt, was wiederum für mich anstrengend war, weil er etwas unruhig und schnell ko war und mein Arm auch nicht mehr die Muckis hatte. Das ist aber alles Jammern auf hohem Niveau.

Neue Stillbeziehung – Ganz neue Gefühle und Empfindungen.

Die Schmerzen beim Milcheinschuss sind jedoch andere als damals beim Babyboy. Wobei, Schmerzen würde ich es eigentlich gar nicht nennen, eher ein unangenehmes Gefühl, das einem Ziehen und Brennen in etwa gleichkommt. Das hatte ich damals nicht oder ich kann mich nicht mehr so gut daran erinnern. Nur als ich und der mittlerweile Große beide Soor hatten, gab es dieses Ziehen in der Brust, weshalb ich auch dieses Mal fest der Überzeugung war, dass ich Soor hätte. Der Arzt verneinte es aber mehrmalig. Also, einer irrt sich und wenn ich es bin, soll es mir recht sein ^^. Und ich muss sagen, keine Ahnung weshalb, aber ich tue mich tatsächlich etwas schwer dieses Mal in der Öffentlichkeit zu stillen. Also, ich tue es, keine Frage, denn wenn mein Kind Hunger hat, hat es Hunger und der wird gestillt (im wahrsten Sinne des Wortes), komme, was wolle. Aber ich bin doch irgendwie befangener. Dabei habe ich eigentlich nie wirklich schlechte Erfahrungen gemacht und der kleine Muck und ich sind auch ziemlich gut eingespielt. Fragt mich nicht, ganz merkwürdig. Aber so unterschiedlich kann halt jede Stillbeziehung sein und jedes Kind. Ich habe mir schon sagen lassen, dass es womöglich an Corona liegt, weil man derzeit ja eh kaum soziale Kontakte hat und man zu so etwas wie einem Eigenbrödler wird oder halt schlichtweg das unter Menschen sein generell nicht mehr gewohnt ist.

Stillen = kein stiller Moment mehr . Chaos regiert den Alltag.

Eine Sache, die ebenfalls neu ist, ist meine Ungeduld. Gut, wenn wir alleine sind und ich mich vollkommen auf ihn konzentrieren kann, dann genieße ich die Momente, schaue ihm tief in die Augen und entspanne. Doch sonst?! Da wird dann nebenher gestillt, nicht das Baby stundenlang angehimmelt, was mir ja etwas weh und leid tut, und halt noch zig andere Dinge getan. Aber das liegt wohl auch schlichtweg daran, dass man als Mehrfachmama eben nicht mehr die Zeit und Ruhe hat, sich auf eine Sache bzw. ein Kind zu fokussieren – das Schicksal des Zweitgeborenen oder wie war das noch gleich? Allerdings ist es so bezaubernd, wie der Große den Kleinen immer fragt, sobald dieser meckert, ob er Brustdurst hat und ihm dann das Zeichen für Milch zeigt. Da könnte ich jedes Mal sterben vor Zuckrigkeit.

Wiederverwendbare Stillpads 4 President. Gut für die Umwelt und meinen Geldbeutel.

Mittlerweile bin ich aber zudem Fan von wiederverwendbaren Stillpads. Ich habe zwar noch Einwegdinger daheim, aber die nutze ich beinahe gar nicht mehr. Gut für die Umwelt und meinen Geldbeutel, denn die Wegwerfdinger müsste ich tonnenweise daheim haben. Es ist wahnsinnig verrückt, wie viel Milch ich teilweise verliere. Damit könnte ich direkt Drillinge satt bekommen. Auch eine Sache, die ich nicht vermisst habe – ständiges Auslaufen und von Milch überall kleben ^^. Aber hey, Muttermilch ist ja gesund und heilend, von daher mache ich tagtäglich also gewisser Maßen immer eine kleine Spaeinheit ^^. Irgendwie muss sich Mutti das ja schön reden.

Alles in allem muss ich aber sagen, dass diese Stillbeziehung viel entspannter gestartet ist und ich es nach wie vor gerne tue, wenn mir oftmals allerdings doch die Ruhe fehlt, um es wirklich in vollen Zügen zu genießen. Aber wenn mein Blick nach unten schweift und ich dieses zufriedene kleine Wesen trinken sehe, könnte ich nicht stolzer und voller Liebe sein!

 

Wie war das bei Euch? Lief die Stillbeziehung beim anderen Kind anders ab?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit der Abgabe meines Kommentars erkläre ich mich mit der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten durch diese Website einverstanden.*
(Dein Name und die E-Mail Adresse werden benötigt, damit ich dich zuordnen kann. Diese Daten werden nur für diesen Zweck gespeichert und auf deinen Wunsch gelöscht. Eine ausführliche Erläuterungen zur Speicherung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten kannst du in meiner Datenschutzerlärung nachlesen.)