Pressereise: Baiersbronn III.

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Na, habt ihr noch nicht genug von meinen Erzählungen? Wobei, eine Wahl habt ihr ja gar nicht ^^.
Wer sich die anderen zwei Berichte zuvor noch einmal anschauen mag, der darf gerne HIER I und HIER II klicken.
Ich berichte euch jedenfalls heute vom Abend der Rallye. Nachdem wir ja den ganzen Tag lang gefahren sind (fast 400km) waren wir irgendwann absolut fertisch mit der Welt. Doch an eine wirkliche Pause war nicht zu denken, da wir abends noch für den Morlokhof*-Abend verbucht waren.
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Dazu wurden wir erst einmal zum Bareiss, einem Hotel der Extraklasse, gefahren, da von dort aus unser Shuttle hoch zum Morlokhof fuhr. Ich ärgere mich gerade tierisch, dass ich gar keine Fotos vom Bareiss und vom Shuttle gemacht habe. Wahrscheinlich war ich einfach zu geflasht und nervös, weil alles so highclass war ^^.

Doch rudern wir kurz zurück. Ihr fragt, was der Morlokhof überhaupt ist?

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Funde aus dem Hof
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Mittlerweile ist es ‘nur’ noch eine Eventlocation. Doch vor einiger Zeit war es über Generationen hinweg der Wohnsitz der Morloks. Bis heute ranken sich etliche Mythen um sowohl den Bauernhof als auch die dort lebenden Männer. Man sagt sich nämlich, dass es dort nicht mit rechten Dingen zu ging, dass schwarze Magie betrieben wurde  und der Morlok selbst galt als eine Art Wunderheiler/Zauberer. Noch jetzt, so erzählte man uns, trauen sich einige Menschen aus dem Tal immer noch nicht hoch. Für die Todesmutigen allerdings, gibt es einmal in der Woche einen Abend, an dem der ‘Morlok’ einem seine Geschichte erzählt und man danach und währenddessen ein leckerstes Menü verspeisen kann.

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Als uns Jessi erklärte, dass halt eben dieser ‘Morlok’ (ja, natürlich war das nur ein Schauspieler ^^) uns auf Schwäbisch (ich LIEBE diesen Dialekt) die Geschichte des Hofes erzählen wird, dachte ich zunächst einmal bei mir: ääääh, och nö. Mein Problem ist einfach, dass ein Thema zwar unfassbar interessant sein kann, sobald ich jedoch im Stehen zuhören muss, meine Konzentration flöten geht. Ich bin da wie ein kleines Kind – ganz schlimm. Wahrscheinlich ist mein Geist so wenig multitaskingfähig, dass es schon eine Überforderung darstellt zu Stehen und Zuzuhören ^^.

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Ich merkte aber schnell, nachdem wir oben am Hof waren und uns auf den Dachboden, von dem aus man eine schöne Sicht aufs Tal hat, begaben und der verkörperte Morlok zu uns sprach, dass es ein wahrlich toller Abend werden würde. Mit so viel Witz, Charme und einem losen Mundwerk bekamen wir knapp zweihundert Jahre Geschichte geschildert. Okay, manches war natürlich etwas frei erfunden, da sich der gute Herr natürlich keine Story entgehen lässt, aber dennoch: es war spannend, amüsant und einfach herrlich.

Da durch die Rallye viel mehr Interessenten im Dorf waren, die ebenfalls an diesem Abend teilhaben wollten, waren wir leider auf drei Stuben verteilt, was normalerweise lediglich in einer stattgefunden hätte. Ich sage deshalb leider, weil der gute Morlok dann nämlich nicht die ganze Zeit bei einem im Raum seine Geschichten erzählen konnte, sondern selbstredend auch das andere Publikum bespaßen musste/wollte/sollte.
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Am Abend bekam jeder noch zwei kleine Fläschchen mit!
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Kommen wir jetzt aber zum Menü… Schande über mein Haupt, aber ich kann euch die verschiedenen Gänge nicht mehr wiedergeben, jedenfalls nicht so richtig. Die Küche war nämlich kurzfristig so lieb und hat dem Liebsten und mir das vegetarische Menü zur Verfügung gestellt, weshalb ich nicht mehr ganz so genau weiß, was alles vor uns stand. Schande über mein Foodiehaupt, ich weiß. Aber ist es nicht viel wichtiger, dass ich noch weiß, wie toll angerichtet es war, wie schmackhaft es auf der Zunge schmeckte und wie gut die Qualität aller Speisen war?! Na, also.

Allein in die Kürbissuppe hätte ich mich hineinlegen können! Oder die Gnocchies mit dieser Soße – mir läuft schon wieder das Wasser im Munde zusammen. Oder das Rahmeis mit Zwetschgen – ohne Worte!
Am Ende waren wir aber so voll, dass wir beinahe geplatzt wären. Und dennoch musste sich der Männe das Brioche geben, was ich zwar wegen des Duftes der frischen Brioches verstanden hatte, doch schon beim Gedanken daran den Knopf an der Hose öffnen musste. Wie gut, dass dann am Ende des Abends noch Schnäpsen verteilt wurden – so ein Kirschwasser macht dann alles wieder heile ^^.
Ich mein, es ist kein Wunder, dass ganz egal, wo wir aßen, es immer so köstlich war. Denn, man höre und staune, darf sich die Gemeinde Baiersbronn in (Achtung!) ganzen ACHT Michelinsternen schmücken. Da versteht sich, dass das gesamte Niveau enorm ist.
Ich muss mich aber einmal über mich selbst ärgern, wobei es eigentlich schwachsinnig ist. Aber ich hätte die Gelegenheit gehabt, endlich mal wieder französisch zu sprechen und was ist, ich kriege die Schnute nicht auf. Dank der Rallye waren auch französisch sprechende Menschen an diesem Abend dort, was der Morlok nicht wusste und genau diese gute Dame ansprach. Sie verstand natürlich kein Wort, was dann zu einer sehr amüsanten Situation führte. Als wir uns später zu unseren Plätzen begaben, kam sie auf mich zu und sprach mich auf Französisch an, wie lustig und ein wenig unangenehm sie die Sache gefunden hatte, weil sie ja nichts verstanden habe und lachte dabei. Ich habe dann ihr Lachen erwidert, weil es zum einen ansteckend war und ich zum anderen verstand, was sie sagte. Weil ich aber meine Schnute bei so etwas nie aufbekomme, drehte sie sich dann weg und dachte sicherlich ich hätte einfach nur so gelacht wie eine Frucht, dabei aber nichts verstanden. Aaaah, ich ärgere mich immer über solche Situationen und das tagelang. Ich weiß, das ist total Banane, ich musste es jetzt aber los werden ^^.
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Ärgert ihr euch auch manchmal ewig über eigentlich total unwichtige Dinge?

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